
Hockey. Der Limburger Hockey-Club (LHC) ist im Abstiegskampf der 2. Regionalliga Süd zurück im Rennen. Im ersten Spiel nach der Winterpause feierte das Team von Trainer Stefan Döppes mit einem 3:2 (1:0)-Heimsieg gegen den TFC Ludwigshafen den ersten Saisonsieg im sechsten Spiel und wahrte damit die Hoffnung auf den Klassenverbleib. Der Rückstand auf den drittletzten Tabellenplatz beträgt nur noch vier Punkte.
Auf der Albert-Collée-Hockeyanlage zeigte der Tabellenletzte dabei zwei völlig unterschiedliche Gesichter. Während die Lahnstädter in der ersten Halbzeit das Spielgeschehen klar bestimmten, drohte die Partie nach dem Seitenwechsel und dem frühen Ausgleich der Gäste zu kippen. Doch mit der letzten Aktion des Spiels sorgte Rückkehrer David Schneider für den umjubelten Siegtreffer.
Trainer Döppes zeigte sich vor allem mit der Leistung seiner Mannschaft in den ersten 30 Minuten hochzufrieden. Dass die Kontrolle nach der Pause phasenweise verloren ging, führte er auf fehlende Fokussierung zurück. Die Umstellung auf Manndeckung habe seinem Team schließlich wieder Stabilität gegeben. Entscheidend sei aber vor allem gewesen, endlich die ersten drei Punkte einzufahren.
Mit mehreren Rückkehrern aus dem Hallen-Aufstiegsteam war der LHC im Vergleich zu den ersten Feldpartien des Jahres kaum wiederzuerkennen. Vor allem die Defensive um die Routiniers Benedikt Faustmann und Dominic Böckling sowie Kapitän Max Bommel überzeugte in der ersten Hälfte auf ganzer Linie und ließ keinen einzigen gefährlichen Abschluss der Gäste zu.
Lediglich im Angriff fehlte zunächst die letzte Präzision. Trotz der Verstärkung durch die Rückkehrer David Schneider und Lukas Schmitt spielte sich Limburg immer wieder gefällig bis an den Schusskreis, ohne dort entscheidend gefährlich zu werden. So musste eine Strafecke herhalten, um in Führung zu gehen: Kapitän Bommel verwandelte in der 15. Minute zum verdienten 1:0.
Für Diskussionen sorgte wenig später eine Szene, in der Lennard Schmitt vom Ludwigshafener Keeper Valentin Jeblick gefoult wurde. Die Schiedsrichter entschieden zunächst auf Siebenmeter für Limburg, nahmen diese Entscheidung jedoch zurück, da Schmitt sich den Ball zuvor zu weit vorgelegt und damit keine klare Torchance mehr gehabt habe.
Kurz vor der Pause verpasste der LHC das mögliche 2:0: David Schneider scheiterte ebenso wie Jelle Mourik im Nachschuss.

Das sollte sich nach dem Seitenwechsel beinahe rächen. Ludwigshafen kam mit seiner ersten gefährlichen Aktion direkt zum 1:1 und erspielte sich anschließend zwei weitere hochkarätige Chancen zur Führung. In dieser Phase schien das Spiel endgültig zugunsten der Gäste aus Rheinland-Pfalz zu kippen.
Doch Limburg hatte mit Lukas Schmitt einen entscheidenden Faktor zurück im Sturm. Mit der ersten echten Möglichkeit der Gastgeber nach der Pause traf er aus spitzem Winkel zur erneuten Führung (2:1). Zudem bewahrte Keeper Nils Jonas sein Team mit einer starken Parade bei einer Strafecke vor dem erneuten Ausgleich.
Trotzdem fiel in der 50. Minute das nicht unverdiente 2:2 für Ludwigshafen nach einem Konter. Limburg wusste jedoch, dass ein Remis im Abstiegskampf zu wenig sein würde, und warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne. Im Strafraumgewühl landete der Ball schließlich bei David Schneider, der mit der letzten Aktion des Spiels eiskalt zum 3:2-Endstand einschob und damit den ersten Saisonsieg des LHC perfekt machte.
Limburg: Jonas, Böckling, Lars Schmitt, Faustmann, Nebgen, Lukas Schmitt (1 Tor), Lennard Schmitt, Finn Mourik, Dick, Schütt, Bommel (1), Jelle Mourik, Simeon Schneider, David Schneider (1), Brand, Kremers, Juncker, Flick.
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