
Hockey. Der Limburger Hockey-Club (LHC) steht am Samstag um 16 Uhr beim TEC Darmstadt auf der Vereinsanlage am Böllenfalltor vor dem nächsten „Endspiel“ im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Regionalliga Süd (Gruppe West). Beide Teams haben sich nach einem schwachen Saisonstart deutlich gesteigert und gehen mit Rückenwind in das Hessen-Derby.
Der TEC Darmstadt sammelte nach der Winterpause neun Punkte aus fünf Spielen und arbeitete sich damit von Rang sechs auf den rettenden vierten Tabellenplatz vor. Auch die Lahnstädter präsentierten sich 2026 stark verbessert: Nach einer punktlosen Hinrunde holte der LHC bislang zehn von 15 möglichen Punkten und konnte sich zumindest auf den vorletzten Tabellenplatz verbessern. Ob dieser am Ende zum Ligaverbleib reicht, ist allerdings fraglich, solange der TSV Schott Mainz in der 3. Liga weiterhin auf einem Abstiegsplatz steht.
Die Ausgangslage vor dem Derby ist damit klar: Beide Mannschaften müssen auf Sieg spielen. Für Darmstadt könnte ein Erfolg bereits eine Vorentscheidung im Rennen um den Klassenerhalt bedeuten. Limburg hingegen könnte mit dem ersten Auswärtssieg der Saison punktemäßig mit dem TEC gleichziehen und erstmals in dieser Spielzeit die Abstiegszone verlassen.
Allerdings reist der LHC mit erheblichen Personalproblemen nach Südhessen. Neben Lennard Schmitt und Jelle Mourik, die sich im Auslandsaufenthalt befinden, fehlen auch Niklas Usgad und Christian Kremers aufgrund ihrer Abiturprüfungen. Zudem stehen Christian Predikant und Max Brand nicht zur Verfügung. „Es wird bei der extremen Hitze verdammt eng“, sagt LHC-Trainer Stefan Döppes.
Der Limburger Coach sieht den Gegner trotz der eigenen jüngsten Erfolgserlebnisse in der Favoritenrolle. „Bei Darmstadt sind mehrere Studenten ins Team zurückgekehrt. Für mich ist der TEC aktuell das zweit- oder drittstärkste Team der Gruppe“, erklärt Döppes. Allerdings hatte dies auch für das Spiel bei SaFo Frankfurt gegolten – dort erkämpfte sich Limburg zuletzt ein 1:1-Unentschieden.
Trotz der schwierigen Ausgangslage glaubt Döppes weiter an die Chance auf den Klassenerhalt. Spielerisch stärkere Gegner würden seiner Mannschaft eher liegen. „Wir werden in den verbleibenden vier Spielen alles daran setzen, die nötigen Punkte zu holen“, betont der Trainer. Besonders die Entwicklung der jungen Spieler macht ihm Mut: „Seit der Hinrunde haben sich viele aus dem Kader deutlich weiterentwickelt. So konnten wir zuletzt mehrere Spiele gewinnen, die wir im Herbst noch verloren hätten. rk