
Hockey. Der Limburger Hockey-Club (LHC) kann dem letzten Saisonspiel in der 2. Regionalliga Süd (Gruppe West) gelassen entgegensehen. Der Klassenerhalt ist seit dem vergangenen Sonntag gesichert. Auch für den Gegner, den bereits als Meister und Aufsteiger feststehenden Dürkheimer HC, geht es im Duell am Sonntag ab 11 Uhr auf der Albert-Colleé-Hockeyanlage im Limburger Eduard-Horn-Park nur noch um einen entspannten Saisonabschluss.
Während das Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine und ehemaligen Deutschen Meister sportlich keine große Bedeutung mehr hat, ist auf den anderen Plätzen der Liga noch Spannung garantiert: Dort wird der zweite Absteiger aus der Oberliga neben dem TSV Sachsenhausen aus Frankfurt ermittelt. Darmstadt, Ludwigshafen und Bad Kreuznach liegen aktuell punktgleich, sodass möglicherweise die Tordifferenz über Klassenerhalt oder Abstieg entscheidet.
LHC-Trainer Stefan Döppes ist erleichtert, dass seiner Mannschaft ein echtes Abstiegsfinale erspart geblieben ist. Mit vier Heimsiegen sowie vier Bonuspunkten auswärts nach der Winterpause gelang es, sich aus einer schwierigen Ausgangslage zu befreien. Noch nach fünf Spieltagen als punktloses Schlusslicht ins Jahr 2026 gestartet, war die Aufholjagd von zehn Punkten auf den TSV Sachsenhausen alles andere als selbstverständlich. Doch durch einige Rückkehrer und die Entwicklung junger Spieler wurde das Team im Saisonverlauf spürbar besser.
Da es für den LHC am letzten Spieltag nur noch um die Plätze drei bis sechs geht, wird Döppes bewusst jüngeren Spielern Einsatzzeiten geben, damit sie wertvolle Erfahrung gegen den künftigen Drittligisten sammeln können. Die Gäste aus der Pfalz werden trotz ihrer guten Beziehungen nach Limburg dem Gegner nichts schenken und voraussichtlich in Bestbesetzung antreten. Das 5:1 im letzten Heimspiel gegen den TSV Sachsenhausen zeigte bereits, dass der Dürkheimer HC trotz vorzeitig gesichertem Titel weiterhin im Wettkampfmodus bleibt.
Entsprechend geht der Tabellenführer auch im Rückspiel als klarer Favorit ins Rennen – ähnlich wie beim 3:0 im Hinspiel. Beim LHC fehlen mit Benedikt Faustmann sowie den verletzten David Schneider, Simeon Schneider und Finnjan Dick mehrere wichtige Spieler. Zwar würde Limburg den eigenen Fans zum Abschluss gern noch einmal Punkte schenken, doch angesichts der personellen Situation und der bereits erreichten Saisonziele erscheint ein Rundenabschluss auf Rang fünf am wahrscheinlichsten. rk
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