
Der Limburger Hockey-Club (LHC) hat die Überraschung beim Gruppenmitfavoriten SC SaFo Frankfurt verpasst. Die Lahnstädter unterlagen beim Tabellenzweiten der 2. Regionalliga Süd (Gruppe West) mit 1:3 (0:1), verkauften sich bei den favorisierten Sachsenhäusern über weite Strecken jedoch teuer. Letztlich setzte sich die größere Breite und spielerische Qualität des Frankfurter Kaders durch.
Lange Zeit hielt der LHC mit einer taktisch disziplinierten Defensivleistung das torlose Unentschieden. „SaFos Sieg war insgesamt verdient, aber wir hatten über die 60 Minuten nicht weniger Schusskreisszenen und waren im ersten Viertel sogar besser“, analysierte Limburgs Trainer Stefan Döppes „Hätten wir da das 1:0 gemacht, wäre das Spiel sicher anders gelaufen.“
Gerade in der Offensive musste der Gruppensechste allerdings auf wichtige Erfahrung verzichten. David Schneider fehlte ebenso wie der erkrankte Lukas Schmitt, die beiden erfahrensten Stürmer im LHC-Kader. „Die Jungen haben es nicht schlecht gemacht, aber wir haben eben zu wenig aus unseren Möglichkeiten gemacht“, so Döppes.
Besonders bitter war aus Limburger Sicht der Zeitpunkt des ersten Gegentreffers. Fabian Illian brachte SaFo acht Sekunden vor Ende der Halbzeit per Abstauber mit 1:0 in Führung. „Das war natürlich etwas Gift für die Moral“, sagte Döppes. Nach einem aus Limburger Sicht schwächeren zweiten Viertel fing sich der LHC jedoch wieder und fand nach der Pause zu seiner Linie zurück.
In der zweiten Halbzeit begegneten sich beide Mannschaften über weite Strecken wieder auf Augenhöhe. Limburg ließ sich auch vom zweiten Frankfurter Treffer nicht entmutigen: Henry Sallwey erhöhte zwölf Minuten vor dem Ende auf 2:0, doch die Gäste gaben sich weiterhin nicht geschlagen und versuchten, das scheinbar Unmögliche doch noch möglich zu machen.
Spätestens sechs Minuten vor dem Schlusspfiff war die Partie allerdings entschieden, als Lovis Hage auf 3:0 für SaFo erhöhte. Immerhin gelang dem LHC noch der Ehrentreffer. Dominic Böckling verwandelte einen Eckenschlenzer zum 1:3 und setzte damit den Schlusspunkt aus Limburger Sicht.
Ein positives Ausrufezeichen konnte auch Ersatzkeeper Niklas Müller setzen. Als Vertreter des verhinderten Maxi Flick zeigte Müller einige starke Paraden und bewahrte seine Mannschaft mehrfach vor weiteren Gegentreffern.
Limburg: Niklas Müller, Jeuck, Böckling (1 Tor), Faustmann, Nebgen, Finn Mourik, Dick, Schütt, Bommel, Jelle Mourik, Simeon Schneider, Musgad, Brand, Mittler, Sietzke, Kremers. rk
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