Jeuck und Müller verpassen mit deutscher Ü50 WM-Medaille knapp

Götz Müller (vorne links) und Ralf Jeuck (hinten Mitte) scheiterten mit der deutschen Ü50-Nationalmannschaft im WM-Halbfinale unglücklich an Weltmeister England. Foto: Müller
Platz vier in Rotterdam für Limburger Routiniers nach knappem Halbfinal-Aus

 

Rotterdam/Limburg. Für Ralf Jeuck und Götz Müller vom Limburger Hockey-Club (LHC) hat es bei der Masters-Weltmeisterschaft Ü50 in Rotterdam knapp nicht für Edelmetall gereicht. Die beiden erfahrenen Innenverteidiger erreichten mit der deutschen Auswahl das Halbfinale und kämpften damit um die Medaillen. Am Ende musste sich Deutschland jedoch mit dem vierten Platz begnügen.

Dabei erwischte die deutsche Mannschaft einen guten Start in das Turnier beim HC Rotterdam. Zum Auftakt gab es gegen Wales ein 1:1, wobei Jeuck mit einem Eckentor für den wichtigen Ausgleich sorgte. Anschließend zeigte Deutschland seine Klasse und setzte sich souverän mit 9:0 gegen Singapur durch. Gegen Irland folgte ein 5:1, ehe auch die USA mit 5:1 bezwungen wurden. Damit war der Einzug ins Viertelfinale geschafft.

Dort wartete Belgien – und es wurde dramatisch. Deutschland hatte die Partie über weite Strecken im Griff, musste nach einer turbulenten Schlussphase aber den Ausgleich zum 4:4 hinnehmen. Im anschließenden Penalty-Shootout waren insgesamt acht Durchgänge notwendig, ehe die deutsche Mannschaft als Sieger feststand. „Heute haben wir in Unterzahl zwei Gegentreffer erhalten, weil wir weiter offensiv angedrängt haben, statt sicher auf Ballkontrolle zu spielen“, analysierte Müller selbstkritisch, war aber zugleich glücklich über den Halbfinaleinzug.

Im Halbfinale traf Deutschland auf England, das sich später den Weltmeistertitel sichern sollte. Die deutsche Auswahl war allerdings verletzungsbedingt geschwächt. Trotz des 1:2-Rückstands blieb die Partie bis zum Schluss offen, mehrere deutsche Chancen hätten noch den Ausgleich bringen können. „Nichtsdestotrotz wäre heute mehr drin gewesen“, waren sich Jeuck und Müller nach der Partie einig.

Im Spiel um Bronze traf Deutschland schließlich auf Australien. Die Australier agierten bei großer Hitze vor allem aus einer defensiven Grundordnung heraus und setzten auf schnelle Konter. Deutschland versuchte, über die Außenbahnen Druck aufzubauen, blieb im Abschluss jedoch ohne Erfolg. Australien nutzte seine Möglichkeiten konsequenter und gewann mit 2:0.

Damit verpassten Jeuck und Müller zwar die erhoffte Medaille, können aber auf ein erfolgreiches WM-Turnier zurückblicken. Mit dem Einzug ins Halbfinale gehörten die beiden ehemaligen Limburger Leistungsträger mit der deutschen Masters-Auswahl zu den vier besten Ü50-Teams der Welt. rk

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