Lange sah es so, als könne der TuS Dietkirchen bei spätsommerlichem Wetter am heimischen Reckenforst den dritten Sieg in Serie einfahren und den Anschluss an das Tabellenmittelfeld der Verbandsliga Mitte herstellen. Der TuS, verletzungsbedingt erneut auf mehreren Positionen personell verändert, agierte mutig und diszipliniert, erspielte sich dank schnell vorgetragener Angriffe die eine oder andere Möglichkeit und ging in der Defensive konzentriert zu Werke. Neuzugang Sebastian Bau brachte die Schwarz-Roten folgerichtig nach 23 Minuten in Führung, nachdem sich Fynn Altenhofen stark über die linke Seite durchsetzte. Ein Pausenstand, der der Gemengelage durchaus gerecht wurde, ehe die Partie nach gut einer Stunde plötzlich an Fahrt aufnahm. Binnen zwei Minuten drehte der Gast aus Wieseck die Partie. Zunächst markierte der in der Pause eingewechselte Jermaine Hofmann den Ausgleich (58.), mit dem nächsten Vorstoß – nach unnötigem Ballverlust direkt nach dem Anstoß – Grouls gar die TSG-Führung (59.). Beeindrucken ließ sich der TuS davon aber nicht. Durch einen herrlichen, direkt verwandelten Freistoß des ebenfalls eingewechselten Nico Voss schlug die Elf von Marco Reifenscheidt zurück und gleichte aus (62.). In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit dem besseren Ende für die Gäste, bei denen das Trainerduo Luke/Gündüz ein goldenes Händchen bewies: In der Schlussphase knipste erneut Joker Jermaine Hofmann (85.) und sorgte für Frust bei den Schwarz-Roten, die vehement eine vermeintliche Abseitsstellung reklamierten und am Ende ohne Punkte dastanden.
TuS Dietkirchen – TSG Wieseck 2:3 (1:0)
Aufstellung TuS Dietkirchen: Kohlhepp, Zimmer, Schmidt, Lahl, Nishizato, Bergs, Bau, Geraskins, Wöltge, Altenhofen, Cakal (Zuckrigl, Voss, Jeuck, Eufinger)
Aufstellung TSG Wieseck: Benner, Rexhepi. Schmidt, Stahl, Kropp, Patterson, Grouls, Göktas, Gärtner, Hofmann, Wontka (Hofmann, Garcia, Harder, Markiewicz)
Tore: 1:0 Sebastian Bau (23.), 1:1 Jermaine Hofmann (58.), 1:2 Mecier Grolls (59.), 2:2 Nico Voss (62.), 2:3 Jermaine Hofmann (84.).
SR: Benjamin Hanna
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von Yannick Wenig
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