Mark Hinrichs rudert im WM-Finale

ie haben allen Grund zur Freude: (v.r.n.l.: Jasper Angl (Münster)/Mark Hinrichs (Limburg)/Bendict Eggeling (Hamburg)/René Schmela (Berlin) (Quelle: MeinRuderbild.de)
DRV-Vierer kämpft sich auf der Bosbaan sensationell auf Rang zwei
Limburg/Amsterdam

Große Spannung lag über der Bosbaan, als das Startsignal gestern (Donnerstag, 27.8.) um 15:40 Uhr auf „Grün“ schaltete. Sechs Boote nahmen Fahrt auf im Kampf um die drei begehrten Plätze für das A-Finale im Männer-Vierer ohne Stm. Und damit die Chance, in den Kampf um die Medaillen einzugreifen.

Im ersten Halbfinale hatten sich die USA, Großbritannien und Rumänien bereits die ersten drei Tickets für das A-Finale gesichert. Erstmalig zeigten dabei die Top-Favoriten von „British Rowing“ Nerven und mussten sich dem überraschend starken Vierer der USA beugen. Die Vize-Europameister aus Rumänien zogen ebenfalls ins A-Finale, Rang 4 für die enttäuschenden Franzosen vor Litauen und der Ukraine.

(Bild 1: Volle Power am Start – 6 Männer-Vierer gehen auf die 2000m-Distanz.
Der DRV-Vierer in der Bildmitte) (Quelle: MeinRuderbild.de)

Italien, Australien, Niederlande, Deutschland, Neuseeland und China legten sich von Beginn an mit voller Power in die Riemen. Knapp ging es zu auf den ersten 500m, so wie man es in dieser von hoher technischer Brillanz gekennzeichneten Bootsklasse gewohnt ist. Lediglich eine Sekunde trennte die führenden Niederländer vom Sechsplatzierten aus Australien.
Bis zur Streckenhälfte (1.000m) mussten die Teams aus Italien und Australien dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und fielen etwa eine Bootslänge hinter Niederlande, China, Neuseeland und Deutschland zurück. In dieser Reihenfolge ging es auch über die 1.500m-Marke. Zwischenzeitlich hatte sich das DRV-Quartett an die Chinesen und die Neuseeländer herangeschoben, diese konterten den Zwischenspurt jedoch und konnten sich wiederum eine halbe Bootslänge absetzen. Es sah zu diesem Zeitpunkt also nicht gut aus.

Volle Power am Start – 6 Männer-Vierer gehen auf die 2000m-Distanz.
Der DRV-Vierer in der Bildmitte) (Quelle: MeinRuderbild.de)

Dann jedoch platzte der Knoten bei Angl/Hinrichs/Eggeling/Schmela und sie schienen begriffen zu haben: Jetzt oder nie!
Kaum zu glauben, aber eine Sekunde hinter den auf ihrer Heimstrecke stark auftrumpfenden Niederländern überfuhren Hinrichs und Teamkollegen schlussendlich als Zweite die imaginäre Ziellinie, hauchdünn vor Neuseeland. Die Chinesen hatten dann bereits eine knappe Bootslänge Rückstand, deutlich geschlagen Australien und Italien.

Was zu Beginn der Saison keiner vermutet hätte, wurde Gewissheit: Deutschland steht seit acht Jahren wieder im Finale einer WM im Vierer ohne Stm. Das führte zu berechtigter Freude bei den Athleten!

Bericht: Dietmar Langusch

 

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