Gelungener Einstand in das WM-Geschehen in Amsterdam

Der DRV-Vierer (der Limburger Mark Hinrichs 2. v.l.) auf dem Weg zum Einzug ins Semifinale!
Bild (Quelle: MeinRuderbild.de
Deutscher Vierer mit starkem Ergebnis direkt im Semifinale

Das hat gepasst!

Was für ein Auftakt für Jasper Angl/Mark Hinrichs/Benedict Eggeling und René Schmela (Münster/Limburg/Hamburg/Berlin) bei den Weltmeisterschaften in Amsterdam!
Dem Vierer des Deutschen Ruderverbandes (DRV) gelang mit Rang zwei nicht nur der direkte Sprung ins Semifinale, sie haben zugleich ein dickes Ausrufezeichen gesetzt!

Die Medaillenanwärter aus den Niederlanden und die Vize-Europameister aus Rumänien waren als härteste direkte Konkurrenz im Vorlauf ausgemacht. Komplettiert wurde der Vorlauf durch die Boote aus Kanada und Indien. Letztgenannte Mannschaften konnten dem Tempo des Feldes nach etwa 500m nur bedingt folgen und belegten am Schluss die Plätze vier und fünf in diesem Vorrennen.
Munter wurde es allerdings vorne. Rumänien und die Heimmannschaft aus den Niederlanden gingen erwartungsgemäß das Rennen sehr aggressiv an. Bis 500m ging der Vierer des Deutschen Ruderverbandes (DRV) dies hohe Tempo mit, musste dann aber ein wenig dem Anfangstempo Tribut zollen. Während die Holländer und die Rumänen Bug an Bug die Streckenhälfte passierten, lag das Quartett des DRV etwa eine dreiviertel Bootslänge dahinter auf Rang drei.

Doch dann begann das Rennen der Deutschen.
Schlag für Schlag schoben sich Angl/Hinrichs/Eggeling und Schmela zunächst an die Rumänen heran, entwickelten sichtbar Druck und fuhren bei 1500m an den Rumänen vorbei. Das hohe Tempo des DRV-Quartetts brachte auch die Holländer vor heimischer Kulisse in Bedrängnis. Erst auf den letzten Schlägen gelang es dem Team Oranje, die Deutschen wieder vom zwischenzeitlichen Führungsrang zu verdrängen.

Platz 1 für die Niederlande, Rang 2 und damit der direkte Einzug ins Semifinale für Deutschland – noch vor dem Vize-Europameister aus Rumänien. Das war eine faustdicke Überraschung!
Über die geruderte Zeit qualifizierten sich die Rumänen allerdings ebenfalls für das Semifinale, wo sie im ersten Lauf am Donnerstag (27.07.) starten werden. Fünf Minuten danach um 15:40 Uhr wird es dann für Mark Hinrichs und seine Teamkollegen ernst. Leichte Gegner gibt es in diesem Semifinale nicht: Italien, Australien, Niederlande, Deutschland, Neuseeland und China werden um die drei ersten Plätze und damit um den Einzug ins A-Finale kämpfen. Die Karten sind neu gemischt und man darf getrost von einem „knüppelharten“ Rennen sprechen.
Gelingt den Deutschen ein ähnlich couragiertes Rennen wie im Vorlauf, braucht ihnen keineswegs bange zu sein. Insbesondere zwischen 500m und 1000m müssen sie im Feld bleiben, um dann auf der zweiten Streckenhälfte ihr e besondere Stärke gekonnt auszuspielen. Mit einem beherzten Endspurt könnte ihnen eine weitere Überraschung gelingen!

Dass sie das Zeug dazu besitzen, haben sie heute überzeugend unter Beweis gestellt.

  • von Dietmar Langusch

 

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