
Legendär ist sein weltweiter Ruf in Kreisen der Ruderer: der Rotsee in Luzern, auch als „Göttersee“ bezeichnet. Fast jährlich werden auf dem herrlichen gelegenen Natursee bei Luzern internationale Spitzenvents ausgefahren. Am nächsten Wochenende ist es der 3. Ruder-World-Cup und damit die Abschlussveranstaltung dieser Serie.
Mit Mark Hinrichs vom Limburger Club für Wassersport wird auch ein heimischer Sportler vertreten sein.
War es beim Auftakt der World-Cup-Serie im spanischen Sevilla noch ein neunter Platz, möchte die Crew des Deutschen Ruderverbandes (DRV) im Männer-Vierer o. St. ihr Resultat nun nach oben korrigieren. Dass sie auf dem Rotsee in ihrer Originalbesetzung an den Start gehen kann, dürfte sich dabei als vorteilhaft erweisen.
Ein großartiges Meldeergebnis lässt dem Event einen ganz besonderen Stellenwert zukommen: 270 Mannschaften aus 41 Nationen mit insgesamt 690 Teilnehmerinnen und Teilnehmern nutzen die Rennen auf dem Rotsee für einen finalen Vergleich vor der Ruder-WM im August auf der Bosbaan in Amsterdam bzw. (für die europäischen Verbände) vor den Europameisterschaften vom 30.7. bis 2.8. auf dem Lago di Varese.
Ein heißer Tanz steht also auch dem DRV-Quartett mit Mark Hinrichs, René Schmela, Benedict Eggeling und Jasper Angl bevor. 20 Mannschaften werden sich dem Starter stellen, darunter die amtierenden Weltmeister aus Großbritannien in ihrer Originalbesetzung, sowie die starken Franzosen und Niederländer, die sich im A-Finale in Sevilla einen harten Kampf um Silber und Bronze lieferten. Mit an Bord ebenfalls einige WM-erfahrene Athleten des vergangenen Jahres (NED 3. Platz, FRA 6. Platz). Nicht zu vergessen auch die Crew aus Rumänien (WM Silber), die mit unterschiedlichen Bootsformierungen auf den bisherigen World-Cups jeweils stets Platzierungen in den A-Finals erreicht haben. Mit Spannung zu erwarten auch der Überraschungssieger des World-Cups in Plovdiv (BUL) aus China.
Leicht wird es also nicht für die junge DRV-Crew, die seit März gemeinsam im Leistungszentrum Dortmund trainiert. Aber bange machen gilt nicht!
„Natürlich sind wir schon sehr gespannt, was uns in diesem großen Feld erwarten wird.“, merkt Mark Hinrichs in unserem Gespräch an. „Aber für uns wird es eine hervorragende Vergleichsmöglichkeit und wir werden alles geben, unser gestecktes Ziel zu erreichen: einen Platz im A-Finale.“ Positiv wertet Mark die Fortschritte der Mannschaft seit dem letzten Start in Sevilla ebenso, wie die Tatsache, dass es nun in der Stammbesetzung und in einem nagelneuen Boot mit einer verbesserten Bootsform an den Start gehen wird.
„Großbritannien dominiert den Vierer ohne und auch die Holländer und Franzosen stellen derzeit noch eine Klasse für sich dar. Um die weiteren drei Startplätze im A-Finale wird es zwischen den USA, Australien, Dänemark, Polen, Rumänien und uns gehen.“, so die Einschätzung des Limburger Nationalmannschaftsmitglieds.
Daumen drücken ist also angesagt, damit es so klappt, wie von der Mannschaft angepeilt. Los geht es mit den Vorläufen am kommenden Freitag (26.6.) ab 12:39 Uhr.
Über 4 Vorläufe werden die 12 Teilnehmer an den Semifinals ermittelt. Jeweils die beiden Erstplatzierten und zusätzlich die vier zeitschnellsten Platzierten aus den Vorläufen werden dann in zwei Semifinals (Samstag, 27.6.) die begehrten Finalplätze ausfahren.
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von Dietmar Langusch