
Die Regattabahn auf dem Guadalquivir bildete den Auftakt der Serie im Rowing World Cup. 500 Athletinnen und Athleten aus 37 Nationen gingen im Sevilla (Spanien) an den Start. Mit dabei war mit Mark Hinrichs vom Limburger Club für Wassersport auch ein Sportler aus der Domstadt. Gemeinsam mit seinen Bootskameraden René Schmela, Benedict Eggeling und Jasper Angl hatte der Deutsche Ruderverband (DRV) die Nominierung für den Vierer ohne St. ausgesprochen. 14 Meldungen stellen für den internationalen Saisonauftakt ein beachtliches Feld dar.
Der deutsche Vierer musste noch vor der Anreise nach Andalusien eine Umbesetzung vornehmen. Ben Gebauer ersetzte René Schmela, der aus privaten Gründen nicht mit der Mannschaft reisen konnte.
Die DRV-Crew ließ sich hiervon indes wenig beeindrucken. Trotz kurzer Anlaufzeit gelang eine gute Leistung im Vorlauf: technisch sauber rudernd und mit engagiertem Einsatz wurde über die siebschnellste Vorlaufzeit eine sichere Qualifikation für das Semifinale erreicht.
Dort wartete mit Weltmeister Großbritannien, dem international starken Teams aus Rumänien, Dänemark, Polen und dem Lokalmatador aus Spanien ein hochkarätiges Feld. Früh gelang es den überlegenen Briten sich vom Feld abzusetzen, während sich die weiteren fünf Boote bis zur 750m-Marke ein knappes Rennen lieferten. Zunächst gelang es danach den stark rudernden Rumänen den zweiten Platz zu sichern. Dem harten Kampf um den dritten Platz, der den Einzug ins A-Finale bedeutete, musste das DRV-Quartett auf den letzten 500m Tribut zollen und belegte letztendlich Rang fünf.
Somit stand ein Start im Finale B um die Plätze sieben bis zwölf am Sonntag auf dem Programm und hier wollten Hinrichs/Gebauer/Eggeling und Angl nochmals eine Leistungssteigerung hinlegen, was dann auch glückte.
Bis zur Streckenhälfte (1000m) lieferten sich Litauen, Polen und Deutschland ein packendes Rennen, dann jedoch gelang es zunächst den Litauern, wenig später auch dem polnischen Vierer, sich vom DRV-Team ein wenig zu lösen. Der dritte Platz vor den neutralen internationalen Athleten, Spanien und Kanada war das versöhnliche Resultat nach einer starken Leistung.
„Wir haben ein solides Grundniveau gezeigt“, resümierte Mark Hinrichs nach den Rennen. „Aber da ist durchaus noch Luft nach oben und wir werden hart daran arbeiten unser volles Potential auszuschöpfen“ zeigt er sich überzeugt. Das Ziel ist ebenso klar: der Sprung ins A-Finale!
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von Dietmar Langusch
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