
Hockey. Der Limburger Hockey-Club (LHC) hat im Abstiegskampf der 2. Regionalliga Süd (Gruppe West) ein wichtiges Lebenszeichen gesetzt. Im Kellerduell gegen den Kreuznacher HC erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Stefan Döppes einen hart umkämpften 2:1 (0:0)-Erfolg und liegt vier Spieltage vor Saisonende als Vorletzter nur noch einen Punkt hinter Rang vier.
„Man hat gemerkt, dass hier zwei Teams auf dem Feld standen, die unbedingt gewinnen wollten. Am Ende zählen aber nur die drei Punkte – und die haben wir geholt“, bilanzierte Trainer Döppes nach der Partie.
Vor dem Spiel war der LHC von erheblichen personellen Sorgen geplagt. Neben dem gesperrten Lars Schmitt fehlten fünf weitere Stammspieler. Umso wichtiger war, dass Lennard Schmitt kurzfristig doch noch auflaufen konnte und auch Max Müller sowie Ralf Jeuck überraschende Comebacks feierten. Im Tor überzeugte zudem Maximilian Flick, der den verhinderten Nils Jonas glänzend vertrat und mit mehreren starken Paraden den Sieg festhielt.
Auch der Gast aus Bad Kreuznach reiste mit ähnlichen Personalproblemen an, sodass sich von Beginn an ein schwer einzuschätzendes Duell entwickelte. Im ersten Viertel hatten die Gäste aus der Kurstadt zunächst leichte Vorteile, ließen jedoch mehrere Strafecken ungenutzt – nicht zuletzt aufgrund der starken Reflexe von Keeper Flick.
Im zweiten Viertel fand der LHC besser ins Spiel und gestaltete die Partie zunehmend ausgeglichen. Die beste Gelegenheit hatte Lukas Schmitt, doch auch Kreuznachs Torhüter Lars Westkamp zeigte sich aufmerksam.
Nach einer ereignisarmen dritten Viertelphase ohne große Höhepunkte nahm die Begegnung im Schlussabschnitt deutlich Fahrt auf. Beide Teams wussten um die Bedeutung der Partie, ein Unentschieden hätte im Tabellenkeller kaum weitergeholfen.

Zunächst brachte eine harte Hereingabe von Routinier Christian Predikant Limburg auf die Siegerstraße: Nach seinem Pfostenknaller reagierte Lukas Schmitt am schnellsten und verwandelte eiskalt zur 1:0-Führung. Die erfahrene Defensive um Bommel, Faustmann, Jeuck und Predikant schien den knappen Vorsprung lange zu sichern.
Doch rund zehn Minuten vor dem Ende kam Kreuznach zurück: Keeper Flick war bei einer Aktion im Kreis einen Schritt zu spät, und Florian Mussgay verwandelte den fälligen Foul-Siebenmeter unhaltbar zum 1:1-Ausgleich.
In der Schlussphase drängten beide Teams auf die Entscheidung. Strafecken auf beiden Seiten wurden von den Torhütern mit starken Paraden entschärft. Vier Minuten vor dem Ende hatte der LHC schließlich das nötige Glück: Im Getümmel im Schusskreis landete der Ball vor den Schläger von Youngster Julius Müller, der zum umjubelten 2:1-Siegtreffer einschob.
Ein möglicher Konter hätte durch Finnjan Dick sogar noch zum 3:1 führen können, doch am Ende reichte auch der knappe Erfolg, um im Abstiegskampf mit dem dritten Heimsieg in Serie ein deutliches Zeichen zu setzen.
Limburg: Flick, Jeuck, Faustmann, Predikant, Max Müller, Nebgen, Lukas Schmitt (1 Tor), Lennard Schmitt, Finn Mourik, Dick, Bommel, Musgad, Brand, Julius Müller (1), Sietzke, Petersen, Kremers. rk
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