
Hockey. Der Limburger Hockey-Club (LHC) hat im Kampf um den Klassenverbleib in der 2. Regionalliga Süd/West ein starkes Lebenszeichen gesendet. Mit dem hart erarbeiteten 2:1 (0:1)-Heimsieg gegen den TSV Sachsenhausen und dem überraschenden 1:1 (1:0) beim Tabellenzweiten SC SaFo Frankfurt sammelte der LHC sieben Punkte aus drei Spielen nach der Winterpause und hat sich damit im Abstiegskampf eindrucksvoll zurückgemeldet.
Vor allem der Punktgewinn in Frankfurt fühlte sich für Limburg beinahe wie ein Sieg an. Gegen den Meisterschaftsmitfavoriten zeigte die Mannschaft von Trainer Stefan Döppes eine disziplinierte und taktisch starke Leistung und stand sogar kurz vor einer Überraschung. „SaFo hatte zwar mehr Spielanteile, aber das war Teil unseres Plans. Wir wollten kompakt stehen und auf unsere Chancen warten – und die besseren Möglichkeiten hatten wir“, erklärte Döppes nach der Partie.
Dabei waren die Vorzeichen alles andere als optimal. Mit David Schneider im Angriff und Defensivstütze Benedikt Faustmann fehlten zwei wichtige Leistungsträger. Dennoch zeigte Limburg über die gesamte Spielzeit eine starke kämpferische Leistung. Bereits in der sechsten Minute belohnte sich der LHC, als Kapitän Max Bommel eine Strafecke zur frühen Führung verwandelte. In der Folge verteidigten die Gäste konzentriert und setzten immer wieder gefährliche Nadelstiche.
Die große Chance auf das 2:0 bot sich Lukas Schmitt per Siebenmeter, doch SaFo-Keeper Emil Diers ahnte die Ecke und verhinderte den möglichen vorentscheidenden Treffer. „Wenn wir da das zweite Tor machen, gewinnen wir das Spiel wahrscheinlich“, meinte Döppes. So blieb Frankfurt im Spiel und erhöhte in der Schlussphase den Druck. 13 Minuten vor dem Ende fiel dann der Ausgleich, als Moritz Schneider einen Siebenmeter zum 1:1 verwandelte.

Die Schlussminuten wurden turbulent. Beide Teams wollten den Sieg, die Partie wurde hektischer und Limburg musste gleich drei Zeitstrafen hinnehmen. Besonders bitter: Lars Schmitt sah nach einer Reklamation neun Minuten vor Schluss die Gelb-Rote Karte. Doch auch in Unterzahl verteidigte Limburg mit großem Einsatz und brachte den wichtigen Punkt über die Zeit.
Schon am Samstag hatte sich Limburg im Heimspiel gegen den TSV Sachsenhausen in eine gute Ausgangsposition gebracht – allerdings nach einem echten Kraftakt. Das vermeintlich einfachere Spiel entwickelte sich zu einer schwierigen Aufgabe, denn die Gäste aus Frankfurt waren im ersten Durchgang die aktivere Mannschaft und erspielten sich ein klares Chancenplus.
Die Führung für Sachsenhausen war deshalb verdient: Nach einer abgewehrten Strafecke landete der Ball direkt bei Sven Ludwig, der aus kurzer Distanz zum 0:1 einschob. Limburg hatte in dieser Phase auch das nötige Glück auf seiner Seite. Bei zwei weiteren Strafecken retteten Lukas Schmitt und Max Bommel jeweils auf der Torlinie für den bereits geschlagenen Keeper Nils Jonas. Ein zweiter Gegentreffer hätte die Partie wohl früh entschieden.
Doch nach dem Seitenwechsel zeigte der LHC ein völlig anderes Gesicht. Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff sorgte Anton Schütt mit einer starken Einzelaktion für den Ausgleich, als er sich durch mehrere Gegenspieler durchtankte und zum 1:1 abschloss. Sachsenhausen, das in der ersten Halbzeit enorm viel investiert hatte, baute körperlich ab – und Limburg übernahm zunehmend die Kontrolle.
Mit wachsendem Selbstvertrauen drängte der LHC auf den Sieg und wurde schließlich belohnt. Max Bommel verwandelte die zweite Strafecke des Spiels zum umjubelten 2:1. In der Schlussphase hätte Limburg das Ergebnis sogar noch deutlicher gestalten können. Dominic Böckling scheiterte mit einem Ecken-Schlenzer an der Latte, Bommel setzte eine weitere Strafecke über das Tor.
Am Ende zählten aber vor allem die drei Punkte – und das starke Signal im Abstiegskampf. Limburg hat nicht nur erst einmal den letzten Tabellenplatz verlassen, sondern auch neues Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben gesammelt.
LHC-Aufgebot:
Nils Jonas – Lennard Schmitt, Max Bommel (2 Tore), Brand, Predikant, Petersen, Dominic Böckling, Musgad, Benedikt Faustmann, Anton Schütt (1), Lukas Schmitt, Kremers, Nebgen, David Schneider, Simeon Schneider, Lars Schmitt, Sietzke, Finn Mourik, Petersen, Flick. rk
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