Limburger HC unterliegt trotz starkem Kampf 0:3 beim Spitzenreiter

Limburg (grüne Trikots) verteidigte über weite Strecken stark, doch am Ende gewann der breiter und individuell besser besetzte Spitzenreiter

Hockey. Der Limburger HC hat sich in der 2. Regionalliga beim Spitzenreiter Dürkheimer HC teuer verkauft, musste sich am Ende aber dennoch mit 0:3 (0:0) geschlagen geben. Vor allem der breiter aufgestellte Kader und die größere individuelle Klasse gaben am Samstagnachmittag in der Pfalz den Ausschlag zugunsten des großen Favoriten. Im Abstiegskampf bleibt die Situation für das Tabellenschlusslicht von der Lahn damit unverändert: Weiterhin fehlen vier Punkte zum rettenden Ufer.

Schon vor dem Anpfiff standen die Vorzeichen für den LHC alles andere als günstig. Mit David Schneider, Anton Schütt, Jelle Mourik und Finnjan Dick fehlten gleich mehrere wichtige Spieler, wodurch es dem Team sowohl an Breite auf der Bank als auch an individueller Qualität mangelte. Zudem musste Limburg aus beruflichen Gründen auch auf Trainer Stefan Döppes verzichten.

Wie Betreuer Arne Mourik berichtete, zwang die angespannte Personalsituation das Team sogar dazu, seinen gefährlichsten Offensivspieler Lukas Schmitt nach hinten zurückzuziehen. Dadurch fehlte dem LHC vor allem im Mittelfeld und Angriff die nötige Durchschlagskraft.

Gegen den favorisierten Tabellenführer konzentrierten sich die Gäste daher zunächst fast ausschließlich auf die Defensivarbeit – und das mit Erfolg. Vor allem Keeper Nils Jonas hielt Limburg mit starken Paraden im Spiel, entschärfte nicht nur eine Strafecke, sondern auch einen Siebenmeter. So ging der Außenseiter mit einem verdienten 0:0 in die Halbzeitpause.

Im dritten Viertel geriet Limburg dann jedoch auf die Verliererstraße. Zum einen zeigte sich die individuelle Klasse des Spitzenreiters, die laut Mourik „nicht über 60 Minuten komplett auszuschalten“ sei. Zum anderen mussten die jungen LHC-Spieler Carl Sietzke, Maximilian Brand und Julius Petersen, die kurzfristig ins kalte Wasser geworfen wurden, auf hohem Niveau viel Verantwortung übernehmen. Zwar boten sie alle eine insgesamt gute Leistung, doch einige kleine Fehler führten zu Druck auf den eigenen Schusskreis und gefährlichen Situationen.

Für Diskussionen sorgte zudem die eine oder andere Schiedsrichterentscheidung aus Sicht der Gäste. So fiel das 1:0 für Bad Dürkheim nach einer Strafecke, die Limburg als fragwürdig empfand. Nico Mayerhöfer nutzte die Gelegenheit in der 34. Minute zur Führung.

Nach dem Rückstand musste Limburg offensiver agieren und wurde dafür bestraft: Philip Eymael erhöhte in der 45. Minute nach einem Konter auf 2:0. In dieser Phase machte sich bemerkbar, dass Lukas Schmitt nicht wie gewohnt den Angriff anführen konnte und ihm zudem die gewohnte Unterstützung in der Offensive fehlte.

Auch wenn der Dürkheimer HC nicht die überragende Dominanz ausstrahlte, die Limburg vom Tabellenführer erwartet hatte, war der Favorit über die gesamte Spielzeit das bessere Team und damit der verdiente Sieger. Die Pfälzer spielten ihren Vorsprung souverän herunter und setzten in der Schlussphase den Schlusspunkt: Als Limburg alles nach vorne warf, traf Jonas Fischer in der 57. Minute zum 3:0-Endstand..

Limburg: Jonas, Böckling, Lars Schmitt, Faustmann, Predikant, Moritz Müller, Nebgen, Lukas Schmitt, Lennard Schmitt, Finn Mourik, Bommel, Simeon Schneider, Sietzke, Petersen.rk

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