SV Rot-Weiß Hadamar – FSV Fernwald 4:0 (1:0)

Einen gelungenen Einstand feierte das Hessenliga Team von Rot Weiss Hadamar im ersten Spiel der Aufstiegsrunde zur Regionalliga mit dem 4-0 gegen den FSV Fernwald . In der Höhe etwas zu deutlich, insgesamt aber verdient, verließ die Mannschaft von Cheftrainer Stefan Kühne am Samstagnachmittag als  Sieger den Platz.

Wer die letzten Partien in der Qualifikationsrunde im November /Dezember 2021 noch in Erinnerung hatte, rieb sich am Samstagnachmittag etwas verwundert die Augen, ob des Auftritts der Heimelf, die von der ersten Minute an in pcto Körpersprache, Einsatzwillen, Angriffsaktionen  und Kommunikation wie ausgewechselt auftrat. 

Entsprechend dominant verliefen die Anfangsminuten, in denen zunächst  Jason Schäfer, nach guter Balleroberung  auf der linken Außenbahn, den Pass auf den am 11-er freistehenden Jann Bangert etwas zu scharf spielte ,sodass das Leder den Empfänger verfehlte (5.Min)  Vier Minuten später bot sich Bangert nach tollem Steckpass von Luca Teller die Chance zur 1-0 Führung. Der Heber über den herauslaufenden Gästetorwart Sahin wurde aber buchstäblich vom „ Winde ins Aus verweht

Erstmals in Aktion traten die Gäste aus Mittelhessen in der 15.Minute , als der seit gefühlten Ewigkeiten im FSV Trikot spielende Erdinc Solak, trotz freier Schussbahn aus gut 12 Metern haushoch über den Kasten schoß . Nachdem der auffällig spielende Jann Bangert  drei Minuten später einen platzierten  Torschuss knapp danebensetzte, waren die Gäste fast im Gegenzug wieder drauf und dran in Führung zugehen.  Richter stellte Christopher Strauch mit einem Kopfball ins lange Eck vor eine ernsthafte  Qualitätsprobe, die der heute stets sicher und aufmerksam agierenden Hadamarer Keeper zur Ecke lenkte. 
Das Spiel hatte in dieser Phase einen hohen Unterhaltungswert, denn nach 25.Minuten „wischte „ eine gut getimte Flanke von Luca Teller um Millimeter an Jason Schäfers  Kopf vorbei ins Aus. Dann endlich  das aus Hadamarer Sicht erlösende 1-0. Marco Koch hatte kurz hinter dem Mittelkreis einem Gästespieler das Leder abgejagt, lief dank seiner Schnelligkeit den Abwehrspielern alleine davon ,und behielt beim Abschluss vor dem Tor die Ruhe, die einen Unterschiedsspieler wie Koch ausmacht.(28.mIn)  Mirco Paul versuchte es nach Anspiel von Schäfer von der Strafraumkante, sein Versuch wurde aber geblockt (40.) Noch einmal mussten die heimischen Anhänger die Luft anhalten Quasi mit dem Pausenpfiff , traf Hofmann für den Gast beim Torschuss nur Aluminium.
Eine unterhaltsame erste Spielhälfte ging zu Ende , in der auffällig war ,dass Hadamar sehr zweikampfstark ,viele zweite Bälle erobert hatte und die Partie auch gut und gerne 3-3 hätte stehen können.   Stefan Kühne sagt nach Spielende ; „In der ersten Halbzeit kamen wir mit der Mittelfeld-Raute des Gegners nicht so klar, und hätten durchaus  hinten liegen können.“

Viel besser und hätte die zweite Spielhälfte für den SV H gar nicht starten können   Marco Kochs Ecke köpfte Marian Dillmann unbedrängt zum 2:0 ein (49.).
Rot-Weiß stellte fortan sein Spielsystem  auf ein 4-2-3-1 um, in dem besonders Idris Seddy und Mathias Neugebauer auf den hinteren Außenbahnen ihren Gegner durch ihr Willensstarkes Zweikampfverhalten mehr und mehr den Schneid abkauften. Die Heimelf  ließ die Kontrahenten nicht mehr zur Entfaltung kommen.  „Mit den Umstellungen im zweiten Durchgang, waren wir aber besser im Spiel und hatten mehr Zugriff. Natürlich hat uns das frühe 2:0 in die Karten gespielt“ sagte Stefan Kühne in der Analyse zum Verlauf der zweiten Halbzeit . 

So verliefen die zweiten 45 Minuten deutlich unspektakulärer.  Marco Kochs gut getimter Freistoß aus dem Halbfeld  fand Mirco Dimter knapp im Abseits stehend. (60.). Brian Mukasa (FSV) zögert bei der einzigen echten Gästechance der 2.Halbzeit  zu lange (68) .Und noch einmal hatte der heute als „Staubsauger“ im Defensivbereich agierende Mirco Paul  beim Abschluss   kein Glück (72.)
So ergab eine sehenswerte Einzelleistung von Marco Koch, der mit einem Tempodribbling seine Gegenspieler stehen ließ , den Torwart noch umkurvte , um zum alles entscheidenden 3-0 einzuschieben (85.Min) . Nur wenig später war es Jason Schäfer vorbehalten, mit einer starken Vorbereitung für seinen Kollegen Niklas Kern das 4-0 aufzulegen, wofür dieser sich mit einem Kopfballtreffer zum Endstand bedankte.


Hadamar: Strauch, Paul, Dimter, Teller (73. Kern), Sedy, Schäfer, Monteiro-Carvalho (60. Burggraf, 85. Kittel), Dillmann, Bangert, Neugebauer, Koch –
Fernwald: Sahin, Burger (69. Freese), Goncalves, Solak, Richter (62. Strack), Sesay, Mukasa (78. Dervishi), Hendrich, Hofmann, Grönke, Göbel – SR: Hager (Ginsheim) – Tore: 1:0 Marco Koch (29.), 2:0 Marian Dillmann (49.), 3:0 Marco Koch (86.), 4:0 Niklas Kern (87.) – Zuschauer: 200.

  • von Hans Reichwein

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