1.FC 1906 Erlensee gegen TUS Dietkirchen 3:1 (1:0)

  Hessenliga Aufstiegsrunde  vom 12.März 2022

 

Ob Erlensee „am Anschlag“ gespielt hat, konnte nicht beurteilt werden, eher nicht, aber der TUS bei weitem nicht. So reichte es für Erlensee  zu einem verdienten 3:1. Auf jeden Fall war es kein Hessenligaspiel, das diesen Namen verdient hätte.

Ob beide Mannschaften sich überhaupt bewusst waren, dass man, auch wenn es von niemandem erwartet wird,  nur 10 Spiele von der vierten Bundesliga,  entfernt war, also dem Profiligabereich entfernt, muss mehr als bezweifelt werden! Faktisch sind alle Mannschaften der Hessenligaaufstiegsrunde nur durch eine Liga,  vom 1.FC Kaiserlautern und TSV 1860 München entfernt! Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Schönes Wetter, schöne Anlage, ganz leicht holpriger, aber doch ansehnlicher Frühlingsrasen mit ungewöhnlich vielen erwartungsvollen hauptsächlich einheimischen Zuschauern wurden enttäuscht vom spielerisch Gebotenen.
Alles wirkte irgendwie kuschelig. Alle hatten sich lieb. Nicht eine gelbe Karte!!! Das sagte schon alles. Solche Mannschaften wünscht sich jeder Schiedsrichter.
Dazu passten auch die unspektakulären, (ein)geschenkten Tore von Tim Nikolas Zimpel in der 10. Minute zum 1:0, von Jan Luedke zum 2:0 in der 67. Minute und Moritz Kleinbihl zum 3:1 in der 73. Minute zum 3:1, jeweils alle mehr oder weniger aus kürzester Entfernung. Lediglich der satte Weitschuss zum zwischenzeitlichen  2:1 von Oskar Stahl in der 69. Minute als kurzes Strohfeuer dürfte Montag vllt. noch in Erinnerung geblieben sein.
Erlensee darf jetzt weiter träumen.

Erlensee: Westenberger, Fischer, Harmann (64. Woerner), Ahouandjinou (80.Niegisch), Mohn, Luedke, Zimpel, Kreinbihl (74.Nené), Meub, Frey, Hixt

Dietkirchen: Bouillon, Nickmann, Böcher, Hautzel, Kratz, Leukel (84.Gross), Dankof, Zuckrigl, Stahl (77.Schmitz), Bergs, Enders (88.Schmitt)

Tore: 1:0 Tim Nikolas Zimpel (10.), 2:0 Jan Luedke (67.), 2:1 Oskar Stahl (69.), 3:1 Moritz Kreinbihl

Zuschauer: 300 (geschätzt)

Schiedsrichter: Mirko Radl

  • von Paul Bergs

 

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