Hadamar schenkt dem Gast im Derby 7 Stück ein

SV RW Hadamar II – RSV Würges 7:2 (4:1)

Hadamar heute ohne Verstärkung aus dem Hessenliga-Kader, während der Gast aus Würges endlich personell wieder weit besser aufgestellt war, allerdings waren Pedraza, Jean Pierre Chaparro, Azemi, Böhmer, Hofmann, Berkessel, Granja und Schmick nicht einsatzfähig oder nicht verfügbar. Paul Becker war als Außenverteidiger wieder dabei – und musste nach 23 Minuten verletzungsbedingt ausgetauscht werden mit Verdacht auf Fußverletzung und Abtransport im Krankenwagen. Von dieser Stelle gute Besserung! Zu dem Zeitpunkt stand es schon 3:0 für den Gastgeber, aber den neuerlichen Schock musste der RSV dann auch noch wegstecken.

Würges startete durchaus engagiert: In der 6. Minute hätte es vielleicht auch einen Elfmeterpfiff geben können nach Freistoßflanke und möglichem Foulspiel an Hussen Harmouch. Dann nahm das Unheil schon sein Lauf: Nach Stockfehler in der Innenverteidigung konnte der Hadamarer Sean Patrick Murphy sich frei vor Leon Kroeller im Gästetor die Ecke ausgucken (12.). Nur eine Minute darauf, nach verschenktem Ball im RSV-Angriff, den Jovanovic verpasste, auf Außen herauszulegen, führte der allerdings abseitsverdächte Konter gegen die durch die Angriffsaktion weit aufgerückte Viererkette zum 2:0 durch Larion Kosuchin, der dem bedauernswerten Kroeller keine Abwehrchance ließ. Spielminute 16: Fehler im RSV-Aufbauspiel, Larion Kosuchin legte rechts raus auf Markus Rausch, der mit Flachschuss einnetzte.

In der 18. Minute scharfer Distanzschuss von Paul Becker für Würges, den der Tormann zur Ecke abwehrte. In der 40. Minute musste der Hadamarer Neuzugang Jura Gros nach Eckball das 4:0 erzielen, der Ball landete aber in den Armen von Leon Kroeller. In der verlängerten Nachspielzeit wegen Beckers Verletzung fiel dann doch noch der vierte Treffer für die Gastgeber. Hadamar konnte hier selbst im Strafraum noch Doppelpässe spielen, von rechts auf Larion Kosuchin zurück legen, der noch 2 Gegner vor seinem Torabschluss aussteigen ließ.  Hoffnung für den RSV noch vor der Halbzeit: in der 5. Minute der Nachspielzeit versenkte Milos Jovanovic einen Freistoß unhaltbar vom Strafraumeck im Tordreieck – das erste Pflichtspieltor in dieser Saison war wunderbar anzusehen und unhaltbar.

 

Nach der Halbzeit keimte noch mehr Hoffnung bei den Gästen auf. Ali Reza Kazerooni setzte Alen Nukovic in Szene, der nutzte die Chance souverän zum 4:2. Die Hoffnung währte kaum mehr als 3 Minuten. Dann konnte sich Mohammad Reza Kazerooni fast von der Mittellinie links mehr oder weniger unbedrängt bis in den Strafraum durchtanken. Hier war kein Foulspiel mehr denkbar, aus recht spitzem Winkel fiel mit Flachschuss das fünfte Tor für die Gastgeber. Nochmal zwei Minuten später: Derselbe Akteur mit dem Treffer Marke „Tor des Monats“ aus gut 20 Metern ansatzlos in den Torknick. Obwohl man sehen konnte, wie der Ball sich senkte, war der nicht zu parieren.

Danach hätten auf beiden Seiten weitere Treffer fallen können, noch eher auf Seite der Gastgeber denn für Würges. In der 53. Minute Ali-Reza Kazerooni für Würges rechts oben am Tor vorbei. In der 63. Markus Rausch für Hadamar zu frei auf links, aber Kroeller konnte halten. In der 71. Minute hätte man durchaus auf Handelfmeter für den Gast entscheiden können, denn Leon Ludwig sprang der Ball wohl an den Arm. In der 77. Minute wieder Hadamar: Markus Rausch links am Tor vorbei, in der 80. Nochmals knapp am Kasten vorbei nach Ecke. In der 89. Minute der letzte Treffer der Partie durch den eingewechselten Lukas Kullmann, nachdem auf der rechten Würgeser Seite der Ball vertändelt wurde und Kullmann nach einem Pass in die Mitte flach ins Toreck abschloss.

Dass heute neun Tore fielen, spricht nicht für beide Defensivreihen. Für den neutralen Zuschauer freilich das Beste, was passieren kann. Positiv für den RSV Würges kann man noch konstatieren, dass man zu Anfang gleichwertig war, und immerhin bis auf 4:2 aufschließen konnte und somit nicht aufsteckte.

SV Rot-Weiß Hadamar II: Woloszyn – Steinebach, Ludwig, Mohammad Reza Kazerooni (83. Syla), Rausch, Kosuchin (83. Kullmann), Gros, Hetzl, Schröder, Stahl, Murphy (69. Schulz).

RSV Würges: Kroeller – Becker (23. Haroun, 69. Miguel Guerreiro-Chaparro), Harmouch, Haeder, Hecht – Zubair ud Din (58. Brands), Abarkan – Uran, Nukovic, Ali-Reza Kazerooni, Jovanovic.

Tore: 1:0 Sean Patrick Murphy (12. Min.), 2:0 Larion Kosuchin (13. Min.), 3:0 Markus Rausch (16. Min.), 4:0 Laron Kosuchin (45. Min.+3), 4:1 Milos Jovanovic (45. Min+5), 4.2 Alen Nukovic (46. Min.), 5:2 Mohammad Reza Kazerooni (49. Min.), 6:2 Mohammad Reza Kazerooni (51. Min.), 7:2 Lukas Kullmann (89. Min.).

SR: Tim Wiesner (SV Heddernheim) – Zuschauer: 80

  • Ingo Rum

 

 

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