Spielbericht SV Rot-Weiß Hadamar gegen TUS Dietkirchen    2:0 (0:0)

Wieder hat Rot gewonnen, allerdings diesmal Hadamar, die in Rot aufliefen und Dietkirchen in Schwarz.

Vor schöner 600 Zuschauer-Kulisse und abendlicher Stimmung und sehr besonnener Stadionsprecherdurchsage vor dem Spiel, die ungewohnt alles Mögliche aufgriff (ua. Coronahinweise), trat Dietkirchen mit einer deutlich erkennbaren Taktik (die sich auch in der Aufstellung zeigte) auf: betonte Defensive und Nadelstiche nach vorne setzend.

Die optische Überlegenheit von Hadamar war deutlich erkennbar dadurch, dass sich das Spiel häufiger in einer Spielhälfte abspielte. Den ersten Nadelstich setze Nickmann in der 7.Minute, als er am 11er den Ball abzog, der von Torwart Hasselbach glänzend entschärft wurde.

In der 12. Minute wurde Pistor geschickt am 16er hoch angespielt, völlig frei vor Laux stehend, „versandete“ sein Schuss in dessen Armen.

Sehenswert während des gesamten Spieles waren die extrem weiten, gefährlichen Einwürfe von Hadamar, fast wie Flanken wirkend, meistens von Rücker, Bundesliga tauglich!

In der 28. Minute konnte Laux einen satten hohen Schuss, ebenfalls von Pistor, im Stile eines Hochspringers, sich beim Absprung nach hinten werfend und mit hochgerissenem Arm, über die Latte lenken.

35. Minute, nächster Nadelstich, wieder Nickmann aus kürzester Entfernung am vorderen Pfosten vorbei ziehend.

Die Dietkirchener Abwehr stand bombensicher und je länger das erfolglose Anrennen von Hadamar dauerte, das 0:0 gehalten werden konnte, desto wahrscheinlicher hätte ein Siegtreffer von Dietkirchen durch einen erfolgreichen Konter werden können.

Hätte werden können, aber es kam anders. Dietkirchen machte in der zweiten Halbzeit deutlich erkennbar auf, gab hochkonzentriert richtig Gas, spielte mit, stellte klar erkennbar von Abwehr auf Angriff um, was sich im Wechsel des souverän agierenden Abwehrspielers Böcher zeigte, für den jetzt, der in vorherigen Spielen besonders positiv aufgefallene, Stürmer Schmitz kam. Das Spiel wurde zum Spiel auf Messers Schneide.

48. Minute: Laux hielt einen von Markus Neugebauer an der Strafraumgrenze treffsicher abgezogenen Volleyschuss durch Mann und Maus mit Reflex, keine zwei Minuten später wieder in einer unübersichtlichen Situation.

52.: Marco Müller, von Zuckrigl am 11er freigespielt, verzog links am Tor vorbei.

In der 75.Minute das für Hadamar erlösende 1:0. Nach einer Standardecke und Kopfballstafette gelang Schaefer im Gewusel, ebenfalls mit einem Kopfball, aus kürzester Entfernung das 1:0.

In der 80.Minute hätte Dietkirchen mit einem Kopfball durchaus noch der Ausgleich gelingen können, versuchte jetzt alles. Dabei viel Laux besonders auf, der in waghalsiger Manier bis zur Mittellinie Gegenspieler aussteigen ließ. Das kannte man eigentlich früher nur von Petar Radenkovic. In der 89. Minute war es dann des Guten zu viel. Wieder sehr weit aufgerückt, schoss Laux den Ball direkt in den Lauf von Velemir, der fast von der Mittellinie in das völlig verwaiste Tor zum 2:0 traf. Dies sah einfach aus, muss man aber erst mal nachmachen!

Auch wenn die Tore aus anderen Situtionen heraus fielen, war Hadamar vielleicht wegen der sehr überzeugenden Zuspielsicherheit und Kombinationen besonders zwischen Mittellinie und Strafraumgrenze von Dietkirchen und dem wiederholt schnellen Antritt besonders über rechts der nicht ganz unverdiente Sieger, wobei die klar erkennbare Taktikvariante von Dietkirchen überzeugend, aber diesmal nicht vom Erfolg gekrönt, war.
Am Schluss gefälliger Applaus für den Sieger, das diesmal weitgehend faire Spiel, aber bestimmt auch für die deutlich erkennbare, aufwändige, gelungene Organisation bezüglich der Coroanregeln, die anderen Vereinen für die Zukunft als Vorbild dienen kann.

SV RW Hadamar: Hasselbach, Wölfinger, Markus Neugebauer (72.Sedy), Pistor, Zey (15.Matthias
Neugebauer), Schäfer, Velemir, Rücker, Dillmann, Herdering, Kittel (84.Teller)

TUS Dietkirchen: Laux, Nickmann, Rademacher, Hautzel, Kratz, Dankof, Zuckrigl, Müller
(87.Cakir), Stahl (33.Thomas), Bergs, Böcher (55.Schmitz)

Schiedsrichter: Dennis Meinhardt

Tore: 1:0 Jason Schaefer (76.), 2:0 Velibor Velemir (90.)

Zuschauer: 600

  •  von Paul Bergs  (TuS Dietkirchen)

 

 

 

 

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