Von Frostbeulen zu Sonnenbrand: Poseidonen trotzen der Kälte und glänzen im Meisterschaftsbecken

Ein Großteil des Bezirksmeisterschaftteams 2026. (v.l.n.r) Klara Häbel, Rosalie Hemmerich, Franka Wollowski, Mia Böcher, Dascha Buchowez, Nick und Maik Borgens, Noel Shawky, Valdimir Sushkov, Lucy Hemmerich, Max Schmitzer, Hannah Baumann, Jasper Brahm –

Die diesjährigen Bezirksmeisterschaften im Schwimmen am 16. und 17. Mai 2026 werden den Aktiven des SV Poseidon sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben. Unter schwierigen meteorologischen Bedingungen startete das Team den offiziellen Auftakt der Freibad-Wettkampfsaison.
Mit insgesamt 16 qualifizierten Athleten, darunter zehn Mädchen und sechs Jungen, schickte der Verein eine schlagkräftige Truppe, welche sich bravourös der starken Konkurrenz stellte.
Das Wochenende verlangte den Schwimmerinnen und Schwimmern direkt alles ab. Bei frostiger Lufttemperatur glich der Sprung ins Wettkampfbecken einer mentalen Zerreißprobe.
Bei erfrischenden 5 Grad starteten die Morgen des Wochenendes mit echter Schwimmbad-Romantik:  Während das 26 Grad warme Becken im frühen Morgenlicht verlockend dampfte, bekam das gemeinsame „Warm-Up“ eine völlig neue, und essenzielle Bedeutung. Von Regenschauern bis Sonnenbrandgefahr, dieses Wochenende bot einen turbulenten Wetter-Mix aus Sturmböen und milden 19 Grad.
Sportlich wurde den Teilnehmern das volle Programm abverlangt. Auf der, 50m – Langbahn mussten die Poseidonen insgesamt 90 Einzelstarts absolvieren. Das Repertoire erstreckte sich über Strecken zwischen 50 und 400 Metern in sämtlichen Disziplinen:  Vom Rückenschwimmen über das Brust- und Freistilschwimmen bis hin zum technisch anspruchsvollen Schmetterlingsstil. Auch die kräftezehrenden 200 Meter Lagen standen auf dem Plan.
Die intensive Vorbereitung zahlte sich aus: Sage und schreibe 54 neue persönliche Bestzeiten wurden ins Wasser gezaubert. Angesichts der hochkarätigen Konkurrenz der rhein-mainischen Großvereine ist die Ausbeute des SV Poseidon gar nicht hoch genug einzuschätzen. Am Ende des Wochenendes durften sich die Trainer und Aktiven über eine herausragende Medaillenbilanz freuen: Zehnmal Gold, siebenmal Silber und neunmal Bronze wanderten auf das Konto des Vereins.

Newcomer und Routiniers zeigten was in ihnen steckt:

Sophia Meuser über 50m Brust –

Neben den Routiniers standen bei den Bezirksmeisterschaften auch die Newcomer im Rampenlicht. Die jüngste Teilnehmerin, Franka Wollowski (Jg. 2018), zeigte vor großer Kulisse große Nervenstärke: Sie meisterte die 50 m Brust bravourös in starken 1:03,09 Minuten.
Ebenfalls in Topform präsentierte sich Mabel Trosch (Jg. 2016). Bei ihren zwei Starts pulverisierte sie über 100 m Brust ihre alte Marke und stellte in 2:13,41 Minuten eine neue persönliche Bestzeit auf.
Eine Top Leistung absolvierte Newcomer Max Schmitzer (Jg. 2014): Bei sechs Starts erkämpfte er sich vier Bestzeiten, darunter seine Lieblingsdisziplin 200 m Schmetterling. Hier schlug er nach hervorragenden 3:26,47 Minuten an.  Routinier Dascha Buchowez (Jg. 2009) glänzte bei drei Starts mit drei Bestzeiten und sicherte sich über 400 m Freistil in schnellen 5:50,59 Minuten Gold und somit den Bezirksmeistertitel.
Im Jahrgang 2011 lieferten sich die Mädchen ein spannendes Vereinsduell über 200 m Lagen. Hier siegte Carolin Kirchberg mit neuer Bestzeit in 2:53,63 Minuten. Auf den Plätzen zwei und drei folgten ihre Teamkolleginnen Hannah Baumann (2:56,64 Min.) und Lucy Hemmerich (2:58,93 Min.), ebenfalls jeweils mit persönlicher Bestzeit.
Carolin verbuchte alles in allem vier Gold- und eine Bronzemedaille. Besonders stark: Über 50 m Schmetterling (34,44 Sek.) holte sie nicht nur Jahrgangsgold, sondern auch Platz 3 in der offenen Wertung.
Hannah fischte bei sechs Starts zweimal Silber (100 m Brust, 200 m Lagen) sowie zweimal Bronze (50 m und 100 m Freistil) aus dem Becken.
Vielstarterin Lucy Hemmerich sicherte sich gleich dreimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze. Gold holte sie auf ihrer Hauptlage „Rücken“ über 50 m (37,90 Sek.), 100 m (1:20,95 Min.) und 200 m (2:56,98 Min.).
Ebenfalls im Jahrgang 2011 überzeugte Noel Shawky: Vier Starts – vier Bestzeiten! Über 200 m Lagen steigerte er seine persönliche Marke um starke 17 Prozent auf stolze 2:53,27 Minuten.

Max Schmitzer auf der ersten Teilstrecke über 200m Schmetterling.

Die Zwillinge Nick und Maik Borgens (Jg.2012) absolvierten jeweils ein Mammutprogramm von acht Starts und sicherten sich dabei je zwei neue Bestzeiten. Maik erschwamm Bronze über 100m Schmetterling (1:21,47 min). Nick avancierte zum Medaillensammler: Er holte viermal Bronze (100m Freistil, 200m Rücken, 50m und 100m Schmetterling) sowie zweimal Gold über 50m Rücken (35,67 sek) und 100m Rücken (1:18,50 min).
Die Jahrgänge 2013 & 2014 ließen ebenfalls ordentlich Dampf ab:
Mia Böcher (Jg. 2013) glänzte bei ihren Starts mit sechs neuen Bestzeiten; ihre absolute Top-Leistung zeigte sie über 400m Freistil in fast glatten 6:00,17 Minuten. Vladimir Sushkov (Jg. 2014) verbuchte bei fünf Starts zwei neue Bestmarken, darunter über 50m Brust (44,13 sek) und 200m Brust (3:33,00 min).
Ein perfektes Protokoll lieferte Klara Häbel (Jg 2015) ab: Bei acht Starts feierte sie acht persönliche Langbahn-Bestzeiten. Über 200m Freistil pulverisierte sie ihre alte Marke um satte neun Sekunden und schlug nach 3:06,05 Minuten an. Rosalie Hemmerich, ebenfalls Jg. 2015, war mit neun Starts die fleißigste Poseidon-Schwimmerin des Wettkampfs. Sie belohnte sich mit vier Bestzeiten sowie drei Bronzemedaillen, darunter 200m Schmetterling (3:42,19), 100m Schmetterling (1:37,43) und 100m Brust (1:36,38).
Auch die jüngeren Talente des Jahrgangs 2017 standen den Älteren in nichts nach. Sophia Meuser meisterte vier Starts mit vier Bestzeiten (50m Brust, 50m Rücken, 50m Schmetterling). Ihr Highlight waren die 100m Freistil, bei denen sie ihre alte Bestmarke um sensationelle 12 Prozent auf 1:42,04 Minuten steigerte. Jasper Bram bewies echten Kämpfergeist: Obwohl ihm beim Start über 50m Brust die Schwimmbrille verrutschte, erkämpfte er in 58,57 Sekunden eine hervorragende neue Bestzeit. Auch über 100m Brust erweiterte er sein persönliches Rekordkonto.
Mit dem Rückenwind dieses erfolgreichen Wochenendes schaut der SV Poseidon optimistisch nach vorne. In vier Wochen wartet bereits die nächste Herausforderung im Freibad Herschbach. Das erklärte Ziel des Vereins ist es, den im Vorjahr gewonnenen Pokal zu behalten und den Titel zu verteidigen. Große Vorfreude herrscht dabei auch bei den Jüngsten: Die Nachwuchsjahrgänge 2019 und jünger sind in Herschbach ebenfalls wie der mit von der Partie.

Text und Bildrechte: Kerstin Häbel. 
Jasper Brahm auf der zweiten Teilstrecke über 100m Brust.
Gemeinsames einstimmen des Teams auf die Bezirksmeisterschaften. „So schnell wie der Wind, Poseidon gewinnt!“

 

 

 

 

 

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