
Limburg. Der Limburger Hockey-Club (LHC) will in den kommenden Jahren sportlich wieder deutlich an Boden gewinnen. Mit einem neuen Kunstrasen, einer konsequenten Stärkung der Jugendarbeit sowie einem klaren Fokus auf Teamgeist und Leistungsbereitschaft soll ein nachhaltiger Aufschwung gelingen. Das erklärte der 1. Vorsitzende Volkmar Schlicht beim Neujahrsempfang des Traditionsvereins im Foyer der Limburger Kreissporthalle.
„Wir wollen wieder in sportliche Sphären kommen, in denen es spannender wird und der Leistungsgedanke zählt“, betonte Schlicht. Der Aufstieg der Herrenmannschaft in die 1. Regionalliga sei dabei ein wichtiger Meilenstein. Bereits im vergangenen Jahr habe der Verein damit begonnen, wieder professionellere Strukturen aufzubauen. Leistung sei jedoch nur durch entsprechenden Einsatz möglich, ergänzte der Vorsitzende. Parallel dazu werde gezielt am Gemeinschaftsgefühl gearbeitet, insbesondere im Jugendbereich.
Erste Erfolge seien bereits sichtbar. So konnte im Mädchenbereich ein Hessenpokalsieg gefeiert werden, zudem gehören zwei Spielerinnen des LHC dem hessischen Landeskader an. Schon Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren würden über eine Ballschule an sportliche Bewegung herangeführt. Ein wichtiger Baustein der Nachwuchsarbeit sei zudem das Engagement ehemaliger Bundesligaspieler wie Marco Giese, Christoph Gläser, Dirk Hilpisch, Stephan Felix und Ralf Jeuck, die dem Verein ehrenamtlich als Trainer zur Verfügung stehen und ihre Erfahrung an die junge Generation weitergeben.
Um die sportliche Leistungsfähigkeit weiter zu steigern, benötigt der LHC einen neuen Kunstrasen auf der Albert-Collée-Hockeyanlage im Eduard-Horn-Park. Die Planung solle noch in diesem Jahr erfolgen, die Umsetzung möglichst im Jahr 2027. Schlicht bat hierfür Politik und Sportverbände um Unterstützung. Gleichzeitig warb er dafür, Limburg erneut als offiziellen Olympia-Stützpunkt im Hockey zu etablieren. Die zentrale Lage der Anlage und die Nähe zur Jugendherberge böten dafür ideale Voraussetzungen. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an frühere Erfolge unter den Limburger Bundestrainern Klaus Kleiter und Paul Lissek.
Mit den beiden heimischen Olympiateilnehmern Michael Knauth (Gold 1992) und Andreas Mollandin (Silber 1988) waren beim Neujahrsempfang prominente Vorbilder anwesend. Der Vorstand denkt auch darüber nach, künftig wieder größere Turniere auszurichten, auch wenn dies mit erheblichem organisatorischem Aufwand verbunden sei. In der Vergangenheit habe Limburg bereits erfolgreich deutsche Meisterschaften und einen Europacup in der Kreissporthalle ausgerichtet.
Positiv berichtete Schlicht außerdem, dass der LHC wieder ein Damenteam stellt und in Kooperation mit der Limburger Lebenshilfe auch Menschen mit Behinderung die Möglichkeit bietet, Hockey zu spielen.
Limburgs Bürgermeister Dr. Marius Hahn unterstrich die kontinuierliche Unterstützung der Stadt für den Sport. Über den neuen Kunstrasen werde in den anstehenden Haushaltsberatungen gesprochen. Der LHC habe durch seine internationalen Erfolge den Namen Limburgs weit über die Region hinaus bekannt gemacht. „Ihr seid hervorragende Repräsentanten der Stadt. Hier sind Menschen mit Herzblut bei der Sache – hier entsteht wieder etwas Tolles“, sagte Hahn.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch betonte, dass Leistungssport ohne Breitensport nicht möglich sei. Deshalb habe der Bund die Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen erhöht. Er lobte das starke Engagement des Vereins in der Jugendarbeit und die positive Weiterentwicklung des LHC.
Auch die stellvertretende Sportkreisvorsitzende Nicole Schneider sagte dem Verein Unterstützung zu, etwa bei der Trainerausbildung. Der Limburger Hockey-Club befinde sich in einer sehr guten sportlichen und strukturellen Entwicklung und leiste hervorragende Ausbildungsarbeit.
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