Zwölf Siege für die Limburger Masters-Ruderer bei der World Masters Regatta in Bled/Slowenien

Der siegreiche Männer-Doppelvierer AK E mit v.l. Holger Will, Harald Daniel, Carsten Lanwert und Michael Humbek.

Limburg/Bled. Mit zwölf Siegen und zahlreichen weiteren vorderen Platzierungen haben die Masters-Ruderer des Limburger Club für Wassersport (LCW) bei der World Masters Regatta in Bled eine beeindruckende Bilanz vorgelegt.

Carsten Lanwert, Holger Will, Rainer Fiedler, Klaus Schuy und Stefan Heyde vertraten die Limburger Farben in insgesamt 27 Rennen.

Bei einem Rekord Meldeergebnis mit mehr als 7.000 Meldungen aus 889 Vereinen und Teilnehmern aus über 50 Nationen zählte diese Regatta zu einer der größten Ruderregatten der Welt und bot fünf Tage lang hochklassigen, spannenden und zugleich ausgesprochen verbindenden Rudersport.

Der Bleder See, eingerahmt von bewaldeten Berghängen und den Gipfeln der slowenischen Alpen, gehört zweifellos zu den schönsten Regattastrecken der Welt. Die berühmte Insel mit ihrer Kirche, das klare Wasser und das beeindruckende Bergpanorama verliehen jedem Ablegen der Ruderboote vom Steg eine besondere Atmosphäre.

Das Wetter zeigte während der fünftägigen Regatta fast seine gesamte Bandbreite. Vor Beginn der Wettkämpfe und nach Abschluss der Regatta präsentierte sich Bled bei Sonnenschein von seiner schönsten Seite. An zwei Renntagen bestimmten dagegen Regen, Wind und graue Wolken das Geschehen. Aufgrund der angekündigten ungünstigen Bedingungen begannen die Rennen am Mittwoch mit ca. fünfstündiger Verspätung. Auch eine geplante Abendveranstaltung an der Seepromenade musste wegen der schlechten Wetterprognose abgesagt werden.

Doch weder nasse Kleidung noch ungemütliche Bedingungen konnten die Stimmung im Team trüben. Im Gegenteil: Gerade an diesen Tagen zeigte sich, was echte Kameradschaft ausmacht. Man half beim Tragen und Einstellen der Boote, reichte trockene Kleidung, munterte sich gegenseitig auf.

Mit jeweils fünf Siegen waren Carsten Lanwert und Holger Will die erfolgreichsten Aktiven des LCW.

So gewann Carsten und Holger, zusammen mit Harald Daniel aus Bad Ems und Michael Humbek aus Osnabrück ihre Rennen in Renngemeinschaft im Männer-Achter der AK D (Mindestdurchschnittsalter MDA 50 Jahre) und E (MDA 55 Jahre) sowie im Männer-Doppelvierer der AK E (MDA 55 Jahre). Am abschließenden Sonntag konnten die Vier noch den Mixed-Achter der AK E (MDA 55 Jahre) in Renngemeinschaft für sich gewinnen.

Souverän und ungefährdet trifft wohl für die Achtersiege als Rennbeschreibung hier am besten zu. Außerdem gewann Carsten Lanwert auf der Schlagposition des Männerachters der AK F (MDA 60 Jahre) in Renngemeinschaft mit Kiel.

Holger Will und Harald Daniel versuchten sich außerdem im Männer Doppelzweier der AK E (MDA 55 Jahre), den sie zur Freude des Teams ebenfalls gewinnen konnten. Zusammen mit Bernd Pachtner aus Würzburg gelang noch ein sehr guter zweiter Rang im Acht Boote Feld im Männer Vierer-ohne der AK E.

Stefan Heyde konnte mit vier Siegen auf eine erfolgreiche Regatta zurückblicken.

Im Männer-Achter der AK E (MDA 55 Jahre) und F (MDA 60 Jahre) sowie im Männer-Doppelvierer der AK F (MDA 60 Jahre) und auch dem Männer-Doppelzweier der AK F (MDA 60 Jahre) konnte er jeweils als Erster am Siegersteg anlegen. Im Männer-Doppelvierer der AK E (MDA 55 Jahre) und im Mixed-Doppelvierer der AK E (MDA 55 Jahre) konnte er jeweils die Silbermedaille erringen.

Rainer Fiedler konnte mit seinen Ergebnissen ebenfalls sehr zufrieden sein. Im Männer-Doppelvierer der Altersklasse G (MDA 65 Jahre) konnte er als Erster über die Ziellinie fahren, im Männer-Doppelzweier der Altersklasse E (MDA 55 Jahre) und auch im Männer-Achter der Altersklasse F (MDA 60 Jahre) kam er jeweils auf dem Bronze Rang ins Ziel.

Ebenfalls mit einem Sieg konnte Klaus Schuy die Regatta beenden. Er gewann im Mixed-Doppelzweier der Altersklasse J (MDA 80 Jahre) souverän sein Rennen mit Christel Nennstiel aus Offenbach und konnte damit eines der vom Veranstalter schön kreierten Raddadelchen entgegennehmen. Im Männer Doppelvierer der Altersklasse H (MDA 70 Jahre) und im Vierer ohne der gleichen Altersklasse belegte Klaus einen guten dritten Platz.

Die exzellenten Ergebnisse waren eine schöne Bestätigung der intensiven Vorbereitung und zeigten, dass sich die Limburger Masters auch in diesem großen internationalen Starterfeld sehr gut behaupten können.

So bleiben für die Limburger Ruderer von Bled nicht nur die großartigen Siege, die spannenden Rennen und die Erinnerungen an eine außergewöhnliche Regattastrecke. Es bleiben vor allem die gemeinsamen Erlebnisse, der tolle Teamgeist und das Gefühl, Teil der großen internationalen Ruderfamilie gewesen zu sein.

  • von Rebecca Will

 

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