Limburger HC verschafft sich mit sechs Punkten Luft zur Abstiegszone

David Schneider (an der Kugel) hatte großen Anteil am Limburger Sieg im Hessen-Derby.

Hockey. Der Limburger Hockey-Club (LHC) hat sich in der West-Gruppe der 2. Feldhockey-Regionalliga Süd mit sechs Punkten am Wochenende Luft im Abstiegskampf verschafft. Die Lahnstädter besiegten zunächst in einem engen Hessen-Derby den TEC Darmstadt mit 4:3 (0:1) und setzten sich anschließend beim Aufsteiger TSG Kaiserslautern ebenfalls knapp mit 3:2 (1:1) durch. Mit neun Punkten aus fünf Spielen geht die Mannschaft von Trainer Stefan Döppes damit als Tabellendritter hinter TSV Schott Mainz und SaFo Frankfurt in die Winterpause.

Gegen Darmstadt sah es auf der Albert-Collée-Hockeyanlage lange nicht nach einem Limburger Erfolg aus. Bereits in der zweiten Minute brachte Mike Auschrat die Gäste nach einer Eckenkombination mit 1:0 in Führung. Limburg fand nur schwer ins Spiel und wirkte im ersten Viertel zu behäbig. Darmstadt erspielte sich dadurch ein Übergewicht und die besseren Torchancen.

Im zweiten Viertel kam der LHC zwar besser ins Spiel, klare Möglichkeiten blieben aber Mangelware. TEC-Keeper Pete Benz klärte aufmerksam eine gefährliche Hereingabe. Auf der anderen Seite verhinderten Benedikt Faustmann und Keeper Maxi Flick weitere Treffer. So blieb es zur Halbzeit beim 0:1.

Trainer Döppes stellte in der Pause um und gab seinen Spielern klare Aufgaben. Das zeigte schnell Wirkung. Bereits vier Minuten nach dem Seitenwechsel glich Finnjan Dick einen Siebenmeter sicher zum 1:1 aus. Nun kam auch das Limburger Offensivspiel in Schwung. Die Routiniers Lukas Schmitt und David Schneider, die in der ersten Hälfte kaum zur Entfaltung gekommen waren, sorgten jetzt für deutlich mehr Gefahr. Schmitt setzte sich auf der rechten Seite gegen mehrere Gegenspieler durch und legte auf David Schneider ab, der zur 2:1-Führung einschob.

Lukas Schmitt (vorne) war Siegtorschütze des LHC bei Schlusslicht TSG Kaiserslautern.

Darmstadt blieb jedoch gefährlich und kam durch Auschrat per Strafecke zum 2:2. Limburg legte anschließend noch einmal zu und spielte nun konsequent nach vorne. David Schneider und der nach längerer Verletzungspause zurückgekehrte Simeon Schneider sorgten für die 4:2-Führung. Darmstadt musste in der Schlussphase alles riskieren. Leon Neuber verkürzte in der 60. Minute per Standard noch auf 3:4, doch Limburg brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

Auch beim Aufsteiger TSG Kaiserslautern tat sich Limburg anschließend schwer. Die Gastgeber überbrückten das Mittelfeld immer wieder mit Schlenzbällen und langen Pässen durch die Mitte. „Ein Pass, der ankommt, und schon stehen sie im Schusskreis“, beschrieb Döppes die Spielweise der TSG. Finnjan Dick konnte noch vor der Pause zum 1:1 ausgleichen.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Limburg den Druck und erspielte sich mehrere Strafecken und gute Feldchancen, blieb zunächst aber ohne weiteren Treffer. Stattdessen ging Kaiserslautern erneut in Führung. Der LHC bewies jedoch Moral und drehte die Partie noch im letzten Viertel. Finn Mourik erzielte den Ausgleich, ehe Lukas Schmitt den entscheidenden Treffer zum 3:2 erzielte. Der Auswärts-Erfolg war verdient, da Limburg in der zweiten Halbzeit extremen Teamgeist und Siegeswillen zeigte.

Limburg: Flick, Böckling, Lars Schmitt, Faustmann, David Schneider (2 Tore), Moritz Müller, Nebgen, Lukas Schmitt (1), Finn Mourik (1), Dick (2), Bommel, Jelle Mourik, Simeon Schneider (1), Mittler, Kremers, Musgad, Predikant. rk

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