Am Sonntag, dem 27. September, steht in Oberbrechen wieder ein kompletter Heimspieltag an. Um 13:00 Uhr empfängt die Heimbel den SV Wilsenroth, ehe um 15:15 Uhr mit der SG Villmar/Arfurt/Aumenau eines der Schwergewichte der Kreisoberliga bei der ersten Mannschaft gastiert.
Zwei Spiele, zwei anspruchsvolle Aufgaben und zweimal die Chance, den Heimspieltag so zu gestalten, dass man sich nachher noch gern an die Bratwurst erinnert.
TSG Oberbrechen gegen SG Villmar/Arfurt/Aumenau
Wenn am Sonntag die SG Villmar/Arfurt/Aumenau nach Oberbrechen kommt, wartet auf die TSG eine Mannschaft, die vor der Saison von vielen Vereinen und Beobachtern ganz oben auf dem Zettel stand.
Der Start verlief zunächst nicht ganz so glatt wie gedacht. Inzwischen ist die SG aber voll in der Liga angekommen. Nur eine Niederlage aus acht Ligaspielen und zuletzt drei Siege in Serie sprechen eine klare Sprache. Nach dem 3:1 gegen Dietkirchen II folgten ein 2:0 bei der Union Dauborn/Kirberg/Neesbach/Ohren und zuletzt ein 3:1 gegen die FSG Wirbelau/Schupbach/Heckholzhausen.
Auch defensiv präsentiert sich die Mannschaft stabil. Lediglich acht Gegentore zeigen, dass die Hintermannschaft der SG sonntags nicht unbedingt zur offenen Tür neigt. Dazu kommt reichlich individuelle Qualität und Erfahrung. Kurz gesagt: Auf die TSG wartet eine Mannschaft, die qualitativ ganz klar zu den Topteams der Liga gehört.
Dass Oberbrechen großen Respekt vor dieser Aufgabe hat, liegt aber nicht nur an der aktuellen Form.
Die vergangenen vier Pflichtspielduelle gingen allesamt an Villmar/Arfurt/Aumenau. 4:2 und 6:2 hieß es in der Saison 2024/25, im vergangenen Jahr folgten ein weiteres 4:2 sowie ein knappes 1:0. Die Bilanz ist eindeutig und dürfte in Oberbrechen niemandem gefallen.
Am Sonntag gibt es die nächste Chance, daran etwas zu ändern.
Die TSG selbst darf mit viel Selbstvertrauen in die Partie gehen. Sieben Siege aus acht Ligaspielen und 21 Punkte sind das Ergebnis eines starken Saisonstarts. Beim 1:2 in Selters/Erbach gab es zwar erstmals nichts Zählbares, dennoch bleibt die bisherige Entwicklung absolut positiv.
Unter der Woche wartete mit Hessenligist Rot Weiß Hadamar zudem ein Gegner aus einer anderen Gewichtsklasse. Das 0:9 im Kreispokal war deutlich. Mehr muss man dazu eigentlich auch nicht sagen. Abhaken, Tasche packen, Liga weiterspielen.
Ein Fragezeichen steht derzeit hinter der personellen Besetzung. Krankheit und Verletzungen haben den Kader in dieser Woche ordentlich durcheinandergewirbelt. Bei einigen Spielern wird sich erst kurzfristig entscheiden, ob und in welchem Umfang ein Einsatz möglich ist.
Das ist unangenehm, aber kein Grund für schlechte Laune.
Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass im Kader genügend Spieler stehen, die Verantwortung übernehmen können. Wer am Sonntag aufläuft, hat sich diesen Platz verdient und bekommt die Gelegenheit, sich gegen eine der besten Mannschaften der Liga zu beweisen.
Vielleicht wird an der einen oder anderen Stelle improvisiert. Vielleicht sieht die Startelf anders aus als noch in Selters. Vielleicht entscheidet sich manches erst beim Blick auf die Krankenmeldungen am Sonntagmorgen. Amateurfußball eben.
Das Ziel bleibt trotzdem klar: Die TSG möchte zuhause drei Punkte holen und ihren starken Saisonstart fortsetzen.
Dafür braucht es einen sehr guten Tag. Gegen Villmar/Arfurt/Aumenau vermutlich sogar einen richtig guten.
Aber genau solche Spiele will man doch haben.
Anstoß: Sonntag, 27.09.2026, 15:15 Uhr in Oberbrechen
TSG Oberbrechen II gegen SV Wilsenroth
Vorher wartet auf die Heimbel ein Spiel, in dem es ebenfalls um wichtige Punkte geht.
Nach zehn Spielen stehen sechs Zähler auf dem Konto. Dass die erste Saison nach dem Durchmarsch aus der C Liga bis in die A Liga kein gemütlicher Sonntagsausflug werden würde, war allen Beteiligten klar.
Gleichzeitig hat die Mannschaft bereits gezeigt, dass sie auch in dieser Spielklasse mithalten kann.
Am vergangenen Sonntag in Waldernbach war trotz der 2:4 Niederlage wieder deutlich mehr von dem zu sehen, was die Heimbel auszeichnet. Steve Hönscher brachte die TSG früh in Führung, die Mannschaft blieb über weite Strecken im Spiel und Tim Kunath sorgte spät für den zweiten Oberbrechener Treffer.
Keine Punkte. Aber wieder ein Auftritt, auf dem sich aufbauen lässt.
Nun kommt der SV Wilsenroth nach Oberbrechen.
Die Gäste präsentieren sich zuletzt stabil. Nach einem 2:2 in Staffel folgte ein 1:1 gegen den TuS Eisenbach. Dabei begnügte sich Wilsenroth nach dem Ausgleich keineswegs mit dem Unentschieden, sondern drängte selbst noch auf den Sieg.
Auch das 6:2 gegen Niedershausen/Obershausen zeigt, dass der SVW vorne genügend Qualität besitzt, um einem Gegner weh zu tun.
Für die Heimbel wartet damit eine schwierige, aber definitiv lösbare Aufgabe.
Die angespannte Personalsituation der ersten Mannschaft wird zwangsläufig auch Auswirkungen auf die Zweite haben. Spieler werden hochrücken, Rollen werden sich verändern und vielleicht erfährt der eine oder andere am Sonntag etwas früher als gedacht, dass er heute besser nicht zu schwer gefrühstückt hätte.
Aber genau darin liegt auch eine Chance.
Die Heimbel hat in den vergangenen beiden Jahren viel über Zusammenhalt, Einsatz und Mannschaftsgeist erreicht. Nun ist genau das wieder gefragt. Wer am Sonntag auf dem Platz steht, bekommt die Gelegenheit, Verantwortung zu übernehmen und wichtige Punkte für das große Ziel Klassenerhalt zu sammeln.
Und darum geht es: sammeln.
Nicht jede Woche muss eine Geschichte für die Vereinschronik entstehen. Manchmal reichen drei Punkte, ein dreckiges Trikot und das Gefühl, am Ende alles reingeworfen zu haben.
Nach der ordentlichen Leistung in Waldernbach möchte die Heimbel den nächsten Schritt machen und sich diesmal auch belohnen.
Anstoß: Sonntag, 27.09.2026, 13:00 Uhr in Oberbrechen
Damit wartet ein Heimspieltag, der einiges verspricht. Die Heimbel möchte gegen Wilsenroth wichtige Punkte für den Klassenerhalt sammeln. Anschließend trifft die erste Mannschaft auf eine SG Villmar/Arfurt/Aumenau, die nach anfänglichen Startschwierigkeiten inzwischen voll in der Liga angekommen ist und wieder genau das zeigt, was viele vor der Saison von ihr erwartet haben.
Die Aufgaben sind anspruchsvoll. Die Vorfreude darf trotzdem groß sein.
Denn genau für solche Sonntage gibt es Amateurfußball: Erst Kaffee, dann Zweikampf, irgendwann Bratwurst und am Ende hoffentlich drei Punkte.
– von Sascha Lanzel
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