
Langen/Neu-Isenburg Erstmals richtet die Triathlonabteilung der Eintracht Frankfurt einen Triathlon aus. Dafür wählt sie mit dem Langener Waldsee eine beeindruckende Kulisse für die 750 m lange Auftaktdisziplin, das Schwimmen, und nutzt „die Badewanne“ der Mainmetropole, in der auch der Ironman und der City-Triathlon ihre Starts haben. Auch die 2,5 Radrunden auf schneller, für den Autoverkehr gesperrter B44-Trasse, haben großen Flair und bieten genügend Platz für die insgesamt wohl 500 angetretenen Sportler*innen aller Leistungs- und Altersklassen. Nach dem Radabstieg geht es ab dem Neu-Isenburger Sportpark für 5 Km über zwei Runden durch den angrenzenden Stadtwald und ins Ziel im Waldstadion.
Die SG Elz/Limbach stellt an diesem Tag zwei Teams. In der breitensportlich orientierten Mixed-Liga treten mit Emily Fender, Sandra Wickner und Johannes Theobald drei in der TSG-Jugend ausgebildete junge Erwachsene an. Yannick-Noah Reitz, Langdistanzspezialist, Sieger des RunSwimrepeat der Vorwoche, Aufstiegsgarant der SG-Aufbaumannschaft komplettiert das Quartett. Er drückt dem Rennen der Mixed-Liga seinen Stempel auf. Eindrucksvoll nutzt er die schnelle Radstrecke. Enteilt dem See als zweitschnellster und fährt mit einem Schnitt von über 40 km/h allen im Feld davon. Als Sieger der Mixed-Liga ist Yannick der erste Athlet auf der Tartanbahn des Stadions. Für das Team reicht es für Platz 9 in der Tageswertung. Johannes folgt auf Platz 34, Emily auf 55 und Sandra erreicht auf Platz 60 das Ziel. Zufrieden und ein bisschen stolz feiern sich die vier und feuern „ihre“ nach ihnen gestarteten Bundesligajungs“ an.

Für die fünf TriHünen der SG Elz/Limbach läuft es an diesem Tag von Beginn an nicht rund. Zur Premiere der Eintracht eröffnet Teamcoach Armin Borst Eliah Krüger (16) und Justus Zehmer (17) zwei sehr jungen Triathleten ein niveauvolles Lernfeld. Auch Maxime Ehses (17) gehört dazu, gab sein Debüt schon beim Saisonauftakt im Westerwald und komplettiert das Team bereits zum zweiten Mal. Neben den erfahrenen Till Clijsen und Robert Schönberger (beide 23), die für ein sicheres Ergebnis sorgen sollen, schnuppern sie Bundesligaluft und werden sich an die raue Gangart um Auf- und Abstieg gewöhnen. Da die Mannschaft vor dem Start Platz 5 belegt ist das anvisierte, einstellige Mittelfeld gesichert und die jungen TriHünen können, von außen möglichst druckfrei, performen.
Dann kommt alles anders. Ein nicht ganz ordnungskonformes Startprozedere verunsichert das Quintett und schon ist man vom Start weg ein wenig im Hintertreffen. Der Schwimmparcours sorgt auf der zweiten Runde um die eng gesteckten Bojen für viel Kontakt und Justus muss Tritte und einen Schlag auf die Schwimmbrille wegstecken. Im Verlauf des Radfahrens muss er das Rennen, nach dem schwimmen gut im Feld liegend, enttäuscht abbrechen. Auch Robert kommt nicht an seine Form heran, verliert beim ersten Wechsel den Anschluss und saust dem Feld verzweifelt hinterher. 67 Platzzifferpunkte trägt er im ziel zum Ergebnis bei. Till, nach starkem Schwimmen mit Maxime in der Spitzengruppe vertreten, hat nach überstandener Krankheit doch leichte Probleme auf dem Rad und kann seine übliche Form in den Laufschuhen nicht abrufen. Ein sicher geglaubtes Top20 Ergebnis geht verloren. Dahinter zeigen Eliah, der nach gutem Beginn die zweite Radgruppe erwischt und gesichert mit rollt und Maxime, das sie ihr Handwerk schon ganz gut verstehen. Eliah wird das Ziel im Stadion kurz nach Till (41.) auf Platz 44 erreichen. Maxime zollt seinen Versuchen, die Radgruppe zu einem schnelleren Split zu bewegen, hintenheraus Tribut und läuft kopfschüttelnd als 54. Unter dem Zielbogen her.

In der Addition reicht es an diesem Tag für nicht mehr als Rang 16, das Lernfeld 2. Bundesliga haben unsere ganz jungen TriHünen aber weidlich abgefrühstückt. Das sollte Motivation sein, über den Winter gut zu trainieren und in 2027 gestärkt und zuversichtlich an den Startlinien der 2. Triathlonbundesliga zu stehen.
„Mit dem Tagesergebnis können wir heute natürlich nicht zufrieden sein. Wer wird schon gerne Letzter? Das können wir eigentlich besser, aber solche Tage gibt es.“, zeigt sich Teamleiter Borst realistisch. Unvorhergesehenes ist in unserem Sport immer möglich. Es braucht Erfahrung, damit umzugehen. Und davon hat die Mannschaft heute reichlich sammeln können. Das ist gut für die Zukunft.
Am Ende einer langen Saison gelingt der SG Elz/Limbach mit Rang 8 in der Südstaffel der 2. Liga eine Punktlandung im Mittelfeld. Im vierten Jahr der Zugehörigkeit ist die Kooperation aus Untertaunus- und Westerwald-Triathlon in der 2. Bundesliga angekommen. Mit dem Aufstieg der zweiten Mannschaft beginnt sich das auch im Fundament auszuzahlen.
So kann es weitergehen. Wer den erfolgversprechenden Weg von außen begleiten und unterstützen möchte ist herzlich aufgerufen und eingeladen mit uns in Kontakt zu treten und die Möglichkeiten und Notwendigkeiten zu besprechen: bundesliga@tsg-limbach.de

Wir freuen uns auf Sie und Euch.