Herman Hartevelt und Michael von Kunhardt erneut bei der Masters-Hockey-WM

Michael von Kunhardt (links) erzielte für Deutschland gegen die USA das 1:0.

Hockey. Für die beiden langjährigen Bundesligaspieler des Limburger Hockey-Clubs, Herman Hartevelt und Michael von Kunhardt, hat es bei der Masters-Hockey-WM diesmal nicht zu einer Medaille gereicht. Beide Senioren-Nationalspieler konnten sich jedoch erneut hervorragend in ihren Mannschaften einbringen und zeigten bei den internationalen Titelkämpfen starke Leistungen.

Herman Hartevelt ging mit der deutschen Ü65-Nationalmannschaft im niederländischen Breda an den Start. Die Gruppenphase verlief vielversprechend: Nach einem 1:1 gegen Neuseeland folgten Siege gegen Schottland (2:1), Italien (6:0) und Kanada (5:0). Bereits gegen Neuseeland hatte Hartevelt mit einem seiner gefürchteten weiten Schlenzbälle entscheidenden Anteil am verdienten Ausgleich.

Im Viertelfinale wartete mit Australien allerdings ein unangenehmer Gegner. Deutschland war über weite Strecken spielbestimmend und hatte auch bei den Strafecken mit 7:1 ein deutliches Übergewicht. Dennoch wollte der Ball nicht ins australische Tor. Die schnellen und gefährlichen Australier nutzten ihre Chancen konsequenter und setzten sich unglücklich mit 2:0 durch. Damit waren die Medaillenhoffnungen geplatzt. Deutschland ließ sich jedoch nicht hängen und sicherte sich mit Siegen gegen Belgien (2:0) und Schottland (3:1) noch den fünften Platz. Weltmeister wurde England. Hartevelt zeigte dabei über das gesamte Turnier eine starke Leistung.

Einen ähnlich unglücklichen Turnierverlauf erlebte Michael von Kunhardt mit der deutschen Ü60-Auswahl im belgischen Antwerpen. Zum Auftakt unterlag Deutschland Australien mit 2:3. Gegen die extrem eng verteidigenden Australier konnte sich von Kunhardt zwar immer wieder durchsetzen, doch der gegnerische Torhüter verhinderte mehrfach den möglichen Ausgleich.

Damit stand Deutschland bereits gegen Spanien unter Druck. Mit einer engagierten und athletischen Leistung gelang ein wichtiger 2:1-Erfolg. Im letzten Gruppenspiel wartete Malaysia. Obwohl die Asiaten zuvor überraschend Spanien geschlagen hatten, dominierte Deutschland die Partie und erzielte im letzten Viertel den entscheidenden Treffer zum 1:0. Damit war der Einzug ins Viertelfinale perfekt.

Herman Hartevelt wurde mit der deutschen Ü65 in Breda WM-Fünfter

Dort traf Deutschland ausgerechnet auf den Turnierfavoriten England. Vor großer Kulisse zeigte die deutsche Mannschaft über weite Strecken ihre beste Turnierleistung und war dem Favoriten absolut ebenbürtig. Ein aus deutscher Sicht irregulär erzielter Treffer wurde von den Schiedsrichtern jedoch nicht geahndet und brachte England in Führung. Deutschland kämpfte mit großer Energie weiter, musste bei zunehmendem Risiko schließlich aber noch drei weitere Gegentore hinnehmen und unterlag mit 0:4. Die Enttäuschung über die verpasste Medaillenchance war entsprechend groß.

Im Anschluss ging es gegen Italien um den Einzug in das Spiel um Platz fünf. Deutschland setzte sich souverän mit 4:2 durch. Im Platzierungsspiel gegen die USA war die deutsche Mannschaft dann klar überlegen. Von Kunhardt, der in sämtlichen Begegnungen Stammspieler war, erzielte mit einem strammen Schuss die verdiente 1:0-Führung. Doch erneut fehlte das nötige Spielglück: Zwei Konter reichten den USA, um die Partie noch mit 2:1 zu drehen. Deutschland musste sich damit trotz einer überlegenen Vorstellung mit Platz sechs begnügen.

Auch wenn die erhoffte Medaille für beide Limburger diesmal ausblieb, bleibt die Masters-WM für Hartevelt und von Kunhardt ein besonderes Erlebnis. Für von Kunhardt war es bereits die fünfte Hockey-Senioren-WM. Beide richten den Blick nun wieder nach vorne und freuen sich bereits auf die nächste internationale Herausforderung. rk

 

 

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