
Charlotte Bergmann gewinnt Bronze auf der U-23-WM in Duisburg
Zwei Regattaorte – drei Medaillen – viele glückliche Gesichter!
Für Charlotte Bergmann, Jette Weilnau und ihren Trainer Florian Bendel verlief das vergangene Wochenende perfekt.
Diese internationalen Erfolge verdienen aber genauere Betrachtung:
Allein durch die Nominierung zu den U-23-Weltmeisterschaften auf der traditionsreichen Duisburger Wedau-Regattabahn konnten sich Charlotte Bergmann (LCW) und Melina Reinke (Neusser RV) in ihrem ersten Jahr in der Altersklasse U 23 einen Traum erfüllen.
Mit der Nominierung allein wollten sich die beiden jedoch keineswegs zufriedengeben. Die gemeinsame intensive Vorbereitung auf den WM-Start erfolgte auf dem Essener Baldeneysee. Der wiederum kann aufgrund seiner Größe und Windanfälligkeit technisch durchaus herausfordernd sein. Sprichwörtlich mit allen Wassern gewaschen traten Bergmann/Reinke die Reise nach Duisburg an.
Mit Frankreich, Griechenland und Italien hatten international renommierte Mannschaften ihre Meldungen ebenfalls abgegeben. Eines war klar: die Konkurrenz versprach ein Finale auf höchstem Niveau!
Das Vorrennen dieser Mannschaften wurde gleich zu WM-Beginn am Mittwoch ausgetragen. Rang drei hinter Griechenland und Frankreich und vor Italien ließ die Hoffnung auf eine Medaille aufkommen.
Am Sonntag dann war es so weit: nach dem Ankündigungskommando des Starters („Attention!“) erschien die rote Ampel, die kurz darauf auf „grün“ umsprang. Das Rennen um die Medaillen nahm seinen Lauf. Als Charlotte Bergmann wenige Sekunden nach dem Zieleinlauf den Blick auf die Anzeigetafel richtete, stand fest: Bronze bei den U-23-Weltmeisterschaften. Für die Ruderin des Limburger Clubs für Wassersport ging damit auf der Duisburger Wedau ein Traum in Erfüllung.
Mit einem Blitzstart legten sich kurzzeitig die Französinnen an die Spitze, wurden bei 250m aber von den favorisierten Griechinnen „eingefangen“. Dahinter zunächst Italien, mit sehr knappem Vorsprung vor Bergmann/Reinke. Während sich Griechenland an der Spitze immer weiter von Frankreich lösen konnte, drehten die beiden Deutschen den Spieß nun ihrerseits gegenüber Italien um und spurteten auf den Bronzerang.
An dieser Konstellation änderte sich im Verlauf der 2000m Distanz nichts mehr. Vorneweg souverän Griechenland gefolgt von Frankreich und dem Zweier des DRV mit Charlotte Bergmann auf der Schlagposition.
Platz drei und damit ein traumhafter Einstand in die internationale Karriere: das verdient höchste Anerkennung!
Mit 600 Sportlerinnen und Sportlern aus 49 Nationen zählte die diesjährige U-23-WM zu den größten Veranstaltungen ihrer Art. Mit 7 Medaillen (2 Gold – 2 Silber – 3 Bronze) konnte der Deutsche Ruderverband zufrieden sein. Dass eine junge Sportlerin aus Limburg ihren Anteil dazu beitragen konnte, erfreut um so mehr.

Auf dem traditionsreichen Rotsee in Luzern wurde der „Coup de la Jeunesse“ ausgetragen. Seit 1985 entsenden mittlerweile 17 europäische Ruderverbände ihre besten U19-Nachwuchstalente zu diesem internationalen Leistungsvergleich. 2026 war erstmals auch der Deutsche Ruderverband vertreten. Mit der Teilnahme an diesem internationalen Leistungsvergleich wurde eine weitere Chance geschaffen, frühzeitig internationale Wettkampferfahrung zu sammeln – ein wichtiger Baustein auf dem Weg an die Spitze.
Von dieser Möglichkeit profitierte auch Jette Weilnau (LCW), die sich aufgrund ihrer Medaillen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften U 19 in Krefeld für weitere Aufgaben empfohlen hatte. Gemeinsam mit Helene Sophie Siemssen (Der Hamburger und Germania RC) wurde sie für einen Start im Juniorinnen-Doppelzweier nominiert. Vorbereitet und vor Ort betreut wurde diese Crew durch den LCW-Trainer Florian Bendel, der sich ebenfalls über seinen ersten internationalen Einsatz freuen durfte.
Beide Vorläufe gewannen Weilnau und Siemssen souverän und qualifizierten sich jeweils direkt für das Finale. Ihre besondere Stärke liegt im Mittelteil der Strecke. Genau diese Qualität spielten Weilnau und Siemssen am Samstag aus und fuhren bei 1250m an den bis dahin führenden Polinnen vorbei, die sich mit den Schweizerinnen um Silber duellierten. Insbesondere die Schweiz wollte auf der Heimstrecke ganz nach vorne. Doch Weilnau und Siemssen konterten den Angriff der Gastgeberinnen mit einem beeindruckenden Endspurt und sicherten sich Gold.
Einlauf: Deutschland – Schweiz -Polen – Großbritannien – Italien und Tschechien.
Das Finale am Sonntag bot nahezu die gleiche Konkurrenz auf, lediglich Tschechien musste passen und wurde durch überraschend stark auftretende Irinnen „ersetzt“. Irland versuchte es mit einem Blitzstart und setzte sich an die Spitze, bevor bei 500m die Polinnen vorbeizogen und sich unaufhaltsam vom Feld absetzten. Dahinter kam es zu einem scharfen Duell zwischen Weilnau/Siemssen und der Crew aus Irland, die das bessere Ende an diesem Tage für sich hatten. Bronze! Damit war die zweite Medaille für Jette Weilnau perfekt.
Einlauf: Polen – Irland – Deutschland – Schweiz – Großbritannien und Italien.
Mit Gold und Bronze gehörte der Juniorinnen-Doppelzweier zu den erfolgreichsten deutschen Booten in Luzern. Für Jette Weilnau, Helene Sophie Siemssen und Trainer Florian Bendel war der erste Auftritt beim „Coup de la Jeunesse“ damit ein voller Erfolg.
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von. Rebecca Will
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