Es war die Generalprobe für den bevorstehenden Ultra Trail an der Zugspitze. In Höchstenbach im Westerwald war es ein unerbittlicher Kampf gegen die Zeit und die Elemente. Die Ausdauerathletin Lea Eisinger von der VLG Eisenbach feierte beim 1. Westerwälder Backyard Ultra eine starke Premiere. Von Freitagabend 19.00 Uhr bis Samstagmorgen 10.00 Uhr trotzte sie der Müdigkeit und schweren Bedingungen. Nach 15 schlaflosen Stunden standen für sie beeindruckende 100,59 offizielle Kilometer und 1.692 Höhenmeter zu Buche.
Das Backyard-Format ist gnadenlos. Die Läufer müssen eine Runde von 6,7 Kilometern in weniger als einer Stunde absolvieren. Pünktlich zur vollen Stunde erfolgt der nächste Startschuss – wer zu spät kommt oder aufgibt, fliegt raus. Das Rennen läuft so lange, bis nur noch ein einziger Teilnehmer übrig ist. Besonders der Start verlangte Lea alles ab, als in den Runden zwei und drei strömender Regen einsetzte. „ Ich war sofort komplett nass und die Wege standen unter Wasser „, so Eisinger. „ Die größte Herausforderung war der mentale Stress. In den kurzen Pausen musste man sich blitzschnell umziehen, essen und pünktlich wieder an der Startlinie stehen. Auf der Strecke hieß es dann: Bloß in keine Pfütze treten, um die Füße zu schonen „. Wie extrem die Wege abseits der Strecke waren, zeigte die GPS-Uhr: durch die Gänge zum Zelt und zur Verpflegung sammelten sich insgesamt sogar 103,87 Kilometer an. 
Für die Läuferin der VLG war es die ideale Vorbereitung auf das nächste große Ziel. Am 19. Juni startet sie beim renommierten Zugspitz Ultra Trail ( ZUT ). Nach dieser Grenzerfahrung fühlt sie sich bestens gewappnet für die Alpen, wo sie dann gemeinsam mit ihrer Schwester Lisa Rembser an den Start gehen wird.
Lea Eisinger/B.F.
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