RSV Würges – SG Nord 5:1 (1:1) – Die erste gefährliche Aktion gehörte den Gästen, also unnötigerweise Lars Klippel Tim Prohaska elfmeterreif foulte. Auch wenn Ben Diehl im RSV-Tor in der richtigen Ecke war, ließ sich der Spielertrainer Mustafa Metovic die Chance zum 1:0 nicht entgehen (8.) Kurz später erstmals Würges gefährlich: Silas Diehl mit scharf gezogenem Eckball auf den Kasten, eventuell rettete der Keeper erst hinter der Linie, der Schiedsrichter sah es anders (14.) Fast hätte man sich im Lager der Einheimischen den zweiten Gegentreffer eingefangen: Fehler in der RSV-Innenverteidigung, Tim Prohaska schon an Keeper Diehl vorbei, Theo Stahl rettete auf der Linie (17.).
Hiernach besann sich der Gastgeber und machte unheimlich Dampf bis zur Halbzeitpause. Konter über Nico Brands eingeleitet, Abdal Ahmed im Angriff behauptete denn Ball stark, verzog den Abschluss aber knapp (18.); Bennet Breunig mit ansehnlicher Einzelaktion, seinen Schuss konnte Gästetorwart Martin Funk erst im Nachfassen klären (20.); starke Balleroberung auf der rechten Seite durch den RSV, Ahmed Abdal mit dem Abschluss, Keeper zur Ecke (27.); daraus schlug Nico Brands einen Eckstoß mit klasse Effet zum Tor, der Gästekeeper beeindruckend am langen Pfosten zur Stelle, Ahmed Abdal hätte hier den Ausgleich besorgen müssen – köpfte aber aus nächster Nähe über den Kasten (27.); der verdiente Ausgleich fiel aber drei Minuten danach, als Kapitän Niklas Hecht unhaltbar etwas hinter der Strafraumgrenze abzog und Torhüter Funk nicht mehr entscheidend eingreifen konnte – 1:1 (30.); Nico Brands legte über links kommend den Ball quer in den Strafraum, aber Silas Diehl versemmelte den Abschluss aus 8 Metern am Tor vorbei (41.).
Das Unentschieden zur Pause war schmeichelhaft für den Gast, aber der RSV ließ sich nicht beirren und belohnte sich mit einem Doppelschlag nach der Pause: Erst wurde ein Abschluss von Zubair-Ud Din durch die SG Nord noch zur Ecke geklärt; den daraus resultierenden ruhenden Ball nutzte Niklas Hecht wuchtig im Fünfmeterraum per Kopf zur Führung (51.); im Hochgefühl der Führung Nico Brands unnachahmlich über links im Tempodribbling, als er quasi die ganze Abwehrseite aus dem Spiel nahm und dann souverän abschloss – 3:1 (52.)! Das Spiel beruhigte sich hiernach etwas, Nord konnte hier und da Nadelstiche setzen, war aber zu selten wirklich gefährlich, so als Tim Prohaska freigespielt wurde, aber rechts vorbei verzog (65.). Silas Diehl für den RSV dann mit zwei Aktionen: Zunächst knapp rechts vorbei nach Eckball (72.); dann scheiterte er später mit Abschluss aus dem Rückraum (83.). Dazwischen unterbrochen durch die SG Nord mit Ball Richtung Torwinkel aus gut und gerne 25 Metern durch Spielertrainer Metovic, Ben Diehl aufmerksam (74). Noch ein Gewaltschuss diesmal aus locker 30 Metern durch Marvin Mendel, Ben Diehl wieder fehlerfrei zur Stelle (84.).
Den Deckel drauf machte dann der eingewechselte Vasyl Stasiuk für Würges: Abgefälschter Schuss, der dann ins lange Eck lief zum 4:1 (88.). In der Nachspielzeit nochmal die Gäste stark, Nico Brands musste auf der Torlinie klären (90.+1.). Silas Diehl belohnte sich endlich noch auf Würgeser Seite, als er von Zubair-Ud Din geschickt wurde und er problemlos zum 5:1 einschob (90.+3.).
Nach den Ergebnissen auf den anderen Plätzen blieb trotzdem nur der letzte Platz und somit der einzige direkte Abstiegsrang. Den direkten Vergleich mit dem punktgleichen Rang 15 mit Niedershausen/Obershausen hatte man verloren.
Man kann es dann bei letztlich einem fehlenden Punkt auch zu Tode analysieren, aber nicht umsonst landete man 24/25 auch nur auf dem Abstiegsrelegationsplatz, weil nach der Winterpause nichts mehr ging. Diesmal war man mittendrin schon mausetot nach Beginn der Spielzeit 25/26, aber nach dem Wechsel zu Markus Diehl und Albert Urban auf der Trainerbank und Zubair-Ud Din als spielender Co-Trainer gewann man wieder den Anschluss, war kurzzeitig nach Spieltag 26 sogar auf Rang 13 platziert. Freilich musste die Statik des Spiels seinerzeit verändert werden, weil man seitdem kompakter stand, aber auch vorher schon offensiv nur recht wenig zustande brachte. Das Tabellenbild nach 30 Spieltagen ist kein Zufallsprodukt, genauso wenig, dass der RSV mit der schwächsten Offensive (37 Tore) direkt absteigt als Tabellenletzter und Niedershausen/Obershausen mit seinen 40 Toren mit der zweitschlechtesten Ausbeute nun in die Relegation muss. Würges verstand es zu selten, knappe Spiele zu seinen Gunsten zu ziehen. So eine beeindruckende Leistung wir heute zu Hause zum Abschluss hätte man öfter gebraucht! Auch, um noch mehr die miese Auswärtsbilanz – nur ein Sieg in der Fremde -, weiter aufzubessern. Als man dem späteren Meister SG Oberlahn zu Hause nach der Winterpause ein 3:3 abtrotzte, hätte ein solcher Achtungserfolg auch mehr Ansporn sein müssen, aber dann verlor man beispielsweise alle drei Spiele danach.
Hoffnungsschimmer für den RSV, dass sich unser Trainertrio schon im Winter unabhängig von der Ligazugehörigkeit auch für die Spielzeit 25/26 verpflichtete. Gehen wir alle gemeinsam den Neuaufbau an.
RSV Würges: Ben Diehl – Klippel, Jona Perner, Stahl, Aaki – Silas Diehl, Din, Breunig, Hecht, Brands – Abdal Ahmed. (Pickhardt, Grund, Potthoff, Nukovic, Vasyl Stasiuk, Schauß, Leon Kröller /ETW.)
SG Nord: Funk – Stähler, Hen, Cicero, Mendel, Wilhelmy, Metovic, Prohaska, Zimmermann, Schneider, Zey. (Articek, Jung, Moise, Gencer, Trinz, Orschel.)
Tore: 0:1 Mustafa Metovic (8., FEM), 1:1 Niklas Hecht (30.), 2:1 Niklas Hecht (51.), 3:1 Nico Brands (52.), 4:1 Vasyl Stasiuk (88.), 5:1 Silas Diehl (90.+3).
SR: Soufiane Aaboun (TuS Löhnberg). – Zuschauer: 70.
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von Ingo Rum
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