Ruderregatta in Frankfurt-Nied mit heimischer Beteiligung

Der Mixachter mit den Limburgern (von links): Manfred Wüst, Christoph Bendel, Klaus Schuy und Evelin Schöpplein in ihrer blau-orangen LCW-„Arbeits“-Kleidung, zusammen mit ihren erfolgreichen Boots-Kolleginnen und -Kollegen. Foto: Markus Beste

Arbeiten am „Tag der Arbeit“ kann auch Spaß machen – zum Beispiel wenn es sich um Ruder- oder Steuerarbeit im Boot handelt. Diesem Motto folgend war die Masters Truppe des Limburger Clubs für Wassersport (LCW) erneut bei der inzwischen zum 26. Mal ausgetragenen Langstreckenregatta in Frankfurt-Nied am Start und kämpfte auf der Sechs-Kilometer-Strecke um die Medaillen, die in Rudererkreisen auch liebevoll „Radaddelchen“ genannt werden.

Erfolgreichste Teilnehmer des LCWs waren Klaus Schuy und Jutta Will mit jeweils drei Siegen, dicht gefolgt von Manfred Wüst und Thomas Walkenhorst mit jeweils zwei Erfolgen. Klaus Schuy brachte dabei – ebenso wie Manfred Wüst – das Kunststück fertig, im Gig-Achter den ersten Steuer-Sieg seiner Karriere zu holen – und das auch noch jeweils im Boot des Vereinskollegen. Dies war für die seit vielen Jahrzehnten erfolgreichen Ruderer eine Premiere und kam dadurch zu Stande, dass der jeweilige Steuerplatz im Achter rund um Manfred Wüst sowie im Achter rund um Klaus Schuy bis zur Regatta personell nicht besetzt werden konnte und beide sich dann auf der Regatta gegenseitig kurzfristig  – und auch erfolgreich – aushelfen konnten.

Klaus Schuy steuerte die Mannschaft um die Limburger Crew mit Manfred Wüst, Christoph Bendel und Evelin Schöpplein in Renngemeinschaft (Rgm.) mit Iris Weingarten (Weilburg), Rainer Fiedler (Mannheim) sowie Judith Jahn, Lena Hartwich und Christopher Schneider aus Eltville im Mix-Gig-Doppelachter der Altersklasse  (AK) E mit einem Mindestdurchschnittsalter (MDA) von 55 Jahren zum Sieg. Manfred Wüst wiederum stand als Steuermann mit der Mannschaft der AK H (MDA 70 Jahre) um Klaus Schuy und Thomas Walkenhorst vom LCW in Rgm. mit Aron Daniel (Mainz), Alfred Mosel (Rheinfelden), Hilko Koch (Krefeld), Rudolf Axthelm (Flörsheim), Christoph Rademacher (Honnef) und Klaus Opitz (Koblenz) am Ende ganz oben auf dem Treppchen. Klaus Schuy und Thomas Walkenhorst waren außerdem noch im Masters Mix-Gigdoppelvierer der AK G (MDA 65 Jahre) siegreich, und zwar zusammen mit Christel Nennstiel aus Offenbach, Martina Goretzki aus Eschwege sowie Steuermann Rudolf Axthelm aus Flörsheim.

Achter auf dem Wasser – Foto: Markus Beste

Jutta Will wiederum war auf dem Main in vier Rennen als Steuerfrau angetreten und konnte am Ende drei Radaddelchen mit nach Hause nehmen. Die wohl erfolgreichste Fahrt gelang im Masters Männer Gigdoppelvierer in Rgm. mit Jörg Scheiner, Philipp Stockmar, Nicolas Seiffert und Wolfgang Friedrich aus Frankfurt-Oberrad. Die Crew holte nicht nur den Sieg in der AK D (MDA 50 Jahre), sondern war in der Zeit von 24:01 Minuten zusätzlich noch der schnellste Vierer der Regatta und konnte damit den „Titel“ aus dem vergangenen Jahr verteidigen. Eine zweite Renngemeinschaft mit Oberrad erwies sich ebenfalls als im wahrsten Sinne des Wortes gewinnbringend, und zwar mit den Frankfurtern Jörg Scheiner, Philipp Stockmar und Karen Friedrich-Voss sowie mit Claudia Fleckenstein aus Bad Ems. Dieses Mixboot der AK D konnte Jutta Will ebenfalls zum Sieg steuern. Das dritte Radaddelchen holte sie im Masters Frauen Gigdoppelachter der AK E mit der Besetzung Inge Ring (Siegburg), Susanne Eggeling (Hersfeld), Sabine Chavez Torres (Kettwig), Gisela Ravens-Taeuber (Nied), Birgit Wrede und Stefanie Thum (Großauheim), Dagmar Hübner (Höchst) sowie Manuela Damm aus Offenbach.

Die erfolgreiche Renngemeinschaft aus Oberrad und Limburg bei der Siegerehrung (v.l.): Philipp Stockmar, Nicolas Seiffert, Jutta Will, Wolfgang Friedrich und Jörg Scheiner
Foto: Karen Friedrich-Voss, Frankfurt-Oberrad

Zusätzliche Platzierungen erreichte Stefan Heyde vom LCW. Er holte einen zweiten Platz in Rgm. mit Ruderern aus Flörsheim, Frankfurt und Hersfeld im Gigdoppelvierer der AK E und einen dritten Rang in einem weiteren Rennen zusammen mit Ruderern aus Flörsheim und Hersfeld sowie Jutta Will an den Steuerseilen im Gigdoppelvierer der AK F (MDA 60).

Dies war ein gelungener Auftakt für die LCW Masters in die Regattasaison 2024. Bei Temperaturen knapp unter 30 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein wurde die „Arbeit“ aber auch sehr erleichtert – so kann es gerne weiter gehen.

juw

 

 

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