Drei Hessenmeistertitel für heimische Athlet*innen

Theresa Lukas und Lukas Glöckner – die beiden Hessenmeister des 1. Meisterschaftstages.

Die Hessischen Hallenmeisterschaften der Männer, Frauen und U18-Jugendlichen in der großen Leichtathletikhalle in Frankfurt-Kalbach entpuppten sich als große Bühne für die heimischen Leichtathlet*innen. Drei Meistertitel brachten sie mit nach Hause – zwei gingen an die LSG Goldener Grund Selters, einer an die LG Dornburg. Dazu einmal Silber für die TG Camberg und ganz viele weitere tolle Leistungen und Platzierungen. Mit zweimal Platz 4 für Milla Nierfeld und einmal für Christina Iyamu (LSG) schrammten sie dreimal knapp an Bronze vorbei.

 

Dabei schwamm Lukas Glöckner (LSG) weiter auf der Erfolgswelle. Mit bärenstarken 49,16 s ersprintete er sich nur eine Woche nach seinem Titel bei denDeutschen Hochschulmeisterschaften den Hessenmeistertitel über 400 m und erfüllte – wie bereits über 200 m – die B-Norm für die Deutschen Hallenmeisterschaften Mitte Februar in Leipzig. Damit blieb er nur eine halbe Sekunde über seiner Freiluftbestzeit. Lukas setzte sich gegen 20 Konkurrenten durch und hielt seinen stärksten Widersacher, Darius Gußmann von Eintracht Frankfurt, mit 49,82 s deutlich auf Distanz. Gegen ihn hatte er im letzten Jahr den Deutschen U23-Titel über 400 m Hürden erkämpft. Wenige Stunden zuvor hatte er auch über 60 m überzeugt. Im Vorlauf gelangen ihm ausgezeichnete 6,94 s, mit denen er sich für den Zwischenlauf qualifizierte. Hier stellte er dann mit 6,93 s seine persönliche Bestzeit ein und scheiterte nur um 4 Hundertstelsekunden am Finale. Das bedeutete „nur“ den 10. Platz – berücksichtigen muss man hier jedoch, dass die deutsche Spitze am Start war: Kevin Kranz (6,59 s) vom Sprintteam Wetzlar erfüllte als Hessenmeister die WM-Norm.

 

Greta Rumpf wurde U18-Hessenmeisterin im Stabhochsprung mit 2,90 m.

Titel Nummer zwei holte Theresa Lukas für die LG Dornburg. Sie war im Dreisprung der Frauen mit 11,35 m nicht zu schlagen und hatte dazu noch einen richtig weiten Versuch, der allerdings 2 cm übertreten und damit ungültig war.

Den 3. Sieg fuhr Greta Rumpf (LSG) ein. Sie sicherte sich mit 2,90 m und 10 cm Vorsprung im Stabhochsprung der U18 den Hessenmeistertitel. Sie selbst haderte zunächst mit der Siegeshöhe, hatte die 3 m schaffen wollen. Doch nach überstandener Grippe ist die Leistung der Kaderathletin als absolut angemessen zu bewerten.

Silber schürfte Julian Eufinger für die TG Camberg. Er floppte im Hochsprung der Männerkonkurrenz über 1,93 m und wurde damit 2. Die nächste Höhe von 1,96 m war dann sehr knapp noch nicht drin.

LSG-Mehrkämpferin Milla Nierfeld schrammte zweimal ganz knapp an Bronze vorbei. Am ersten Wettkampftag überquerte sie im Hochsprung der U18 1,50 m und wurde 4. Zuvor war sie im 60 m Vorlauf mit 8,38 s eine neue persönliche Bestzeit gesprintet, verpasste jedoch um 3 Hundertstelsekunden die Zwischenläufe. Am zweiten Meisterschaftstag wurde sie im Weitsprung mit bemerkenswerten 5,28 m Vierte – weitengleich mit der Drittplatzierten, die den besseren 2. Versuch vorweisen konnte. Früh morgens hatte sie über 60 m Hürden schon im Vorlauf mit 9,32 s eine tolle Bestzeit aufgestellt und sich für das Finale der besten Acht qualifiziert. Dort verbesserte sie sich nochmals auf 9,27 s und stürmte als 7. ins Ziel. Auf einen ebenfalls guten 4. Platz kam Christina Iyamu (ebenfalls LSG) im Kugelstoßen der U18. Sie wuchtete die 3 kg-Kugel auf 12,17 m und blieb nur 6 cm hinter dem Bronzeplatz.

 

Milla Nierfeld wurde 4. im Hochsprung der U18.

Einen tollen Einstand im LSG-Trikot feierte Philipp Welcker. Im Hochsprung der U18 überquerte der Neuzugang bei seiner ersten Hessenmeisterschaft sehr erfreuliche 1,70 m und sprang so auf den starken 5. Platz. Für eine weitere gute Leistung sorgte LSG-Sprinterin Lea Seyffert, die über 60 m der Frauen bis in den Zwischenlauf kam und hier mit 7,96 s ihre persönliche Bestzeit einstellte (13.). Ihre Trainingskameradin Marija Dedic von der TG Camberg hatte krankheitsbedingt keinen guten Tag und wurde mit 7,93 s insgesamt 12. Im Vorlauf war sie 7,89 s gesprintet.

Auf der 60 m Hürdenstrecke der Frauen präsentierte sich Chantal Ferdinand (LSG) in toller Form. Mit 9,41 s steigerte sie ihre eigene Bestzeit um 3 Zehntelsekunden und wurde 13. in einer wirklich starken Konkurrenz.

Skyja Goetz von der LG Dornburg rannte die 60 m in 8,18 s und 8,35 s und erzielte damit Platz 20. Auch ihr Vereinskamerad Felix Arnold kam mit starken 7,39 s in den Zwischenlauf und wurde am Ende 11. Beide hatten nach Einschätzung ihres Trainers leider keine guten Starts erwischt (beide U18).

Skyja Goetz erzielte dazu im Vorlauf über 60 m Hürden mit 9,45 s eine klare persönliche Bestzeit – und das obwohl sie leider an der letzten Hürde hängengeblieben war. Ansonsten hätte sie wohl den Endlauf erreicht, meinte ihr Heimtrainer. Felix Arnold sprintete über 200 m in 24,50 s eine neue persönliche Bestzeit und erzielte Platz 15.

Einen erfreulichen Abschluss der Meisterschaft lieferten die U18-Mädels der LSG mit der 4×200 m Staffel. Pauline Stahl, Greta Rumpf, Milla Nierfeld und Lea Martin gaben alles und sprinteten in 1:54,62 min auf Platz 9.

Eine starke Trainingsgruppe (von links): Sven Medenbach (Trainer), Lukas Glöckner, Verena Flato, Marija Dedic, Milla Nierfeld und Lea Seyffert.

Weitere Ergebnisse:

60 m Männer: Finn Lämmle (LG Dornburg): mit 7,25 s als 25 leider eine Hundertstel am Zwischenlauf vorbei; Leon Schneider (LG Dornburg) 28. mit 7,31 s. 200 m Männer: Finn Lämmle, Leon Schneider und Elias Ehrmann in Anbetracht der Krankheitsgeschichten in diesem Winter mit soliden Zeiten: Elias 23,30 s Platz 16, Leon 23,37 s 17., Finn 23,68 s 21. 60 m Frauen: Verena Flato (LSG) im Vorlauf pB mit 8,70 s. Weitsprung U18: Greta Rumpf (LSG) 17. mit 4,76 m.

  • von Kerstin Rumpf

 

 

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