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Triathlon Equipe Elz e. V. vor dem AUS gerettet

v. l. n. r.: Der neue Vorstand der TEE – Simon Krause, Marius Holl u. Veronika Zimmermann-Stumbeck Foto: Verein

Vor rund 28 Jahren wurde die Triathlon Equipe Elz (TEE) gegründet und keiner der Gründungsmitglieder hätte es sich träumen lassen, dass einer der ältesten deutschen Triathlonvereine schon wieder vor dem Aus steht. Und das gerade zu einer Zeit, in der dieser Sport in der Weltspitze durch deutsche Athleten dominiert wird, unverändert olympische Disziplin ist und über 110 heimische Mitglieder vorhanden sind. Nun ist Triathlon eine typische Einzelsportart und die Athleten, die Spaß daran haben, sich in drei Sportarten auf einem hohen Leistungslevel zu halten und dafür sehr viel Zeit investieren, sind in der Regel Individualisten. Manchmal verwundert es jedoch, wie weit dieser Individualismus reicht. Zur Mitgliederversammlung der TEE am 09. November erschienen trotz deutlicher Ankündigung, dass es wichtig sei, Präsenz zu zeigen, nur etwas über 10 % der Mitglieder. Die scheidende Führungscrew, bestehend aus Margit Schaaf, Michael Schorn und Markus Klees hatten bereits weit im Vorfeld angekündigt, dass sie diese Aufgabe nicht mehr wahrnehmen können. Sie wurden an diesem Abend nicht nur formal als Vorstand entlastet, sondern auch mit dem ausdrücklichen Dank der Anwesenden für ihre geleistete Arbeit versehen. Bereits hier zeigte sich die fehlende Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeit vieler Mitglieder durch Abwesenheit. Der Versuch, einen neuen Vorstand zu bestellen, schlug zunächst fehl und die Sitzung stand nach einer längeren Diskussion und einem bereits gefundenen Termin für die jetzt erforderliche außerordentliche Mitgliederversammlung kurz vor dem Ende. Mit dieser Folge-Versammlung wäre die Liquidation des Vereins eingeleitet worden und die Stimmung der anwesenden Mitglieder befand sich auf einem absoluten Tiefpunkt: Der Verlust des gesamten Vereinsvermögens und die Einstellung des Trainingsbetriebes wären die sofortige Folgen. Buchstäblich in letzter Sekunde ergriff Veronika Zimmermann Stumbeck das Wort und erklärte ihre Bereitschaft zur Übernahme der Vorstandsaufgabe einer Kassiererin. Dadurch konnte nicht nur noch ein weiteres Mitglied aktiviert werden, sondern auch der zuvor designierte 2. Vorsitzende Marius Holl erklärte trotz massiver privater Einschränkungen seine Bereitschaft zur Wahl als 1. Vorsitzender. Es verwundert an dieser Stelle nicht, dass die folgende Abstimmung die Kandidaten jeweils einstimmig bestätigte. Der hervorragende Schwimmer und bereits im SV Poseidon Limburg als Gerätewart ehrenamtlich tätige Simon Krause übernahm letztlich das Amt des 2. Vorsitzenden. Simon Krause befindet sich zusätzlich nebenbei in der Fortbildung zum Triathlon-Trainer. Dieses Bündel von Aufgaben ist ein sicheres Zeichen dafür, dass die „hohe Auslastung“, die von vielen als Argument gegen ein Ehrenamt vorgebracht wird, in nicht wenigen Fällen eher Ausdruck persönlicher Prioritäten ist. Die allgemein verbreitete Haltung, das Vereine von Mitgliedern mit Dienstleistern verwechselt und das Hauptaugenmerk auf der Nutzung der überaus günstigen Trainingsangebote unterschiedlicher Trainingsstätten liegt, hätte einem heimischen Traditionsverein fast die Existenz gekostet. Wer sich für den Triathlonsport interessiert, findet Informationen unter https://triathlon-equipe

  • Rudi Heimann

 

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