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Sensation um Haaresbreite verpasst

Nach intensiven, leidenschaftlichen, kämpferischen, lauf- aber auch spielstarken 120 Minuten und 14 Elfermetern, verpasste „Unsere Erste“ die mögliche, greifbare Sensation nur denkbar knapp.

Die Anfangsviertelstunde ging spielerisch klar und erwartungsgemäß an den Regionalligisten und amtierenden Rheinlandpokalsieger, allerdings ohne einen einzigen Torabschluss. Spätestens nach der Doppelchance durch Charlotte Wuth (15.) und Sabrina Bierwage (16.) entwickelte sich eine ausgeglichene Partie auf Augenhöhe. Defensiv hervorragend aufgestellt, ließen die Kombinierten bis zum Pausenpfiff lediglich einen Torschuss der Gäste zu – einen Freistoß aus 17 Metern. Die Heimelf konnte ihrerseits nach 45 Minuten 5 Torabschlüsse verzeichnen, bei denen am Ende leider die letzte Präzession oder das nötige Quäntchen Glück fehlte. Eine Führung wäre nicht unverdient gewesen.

Im zweiten Abschnitt fand das Spielgeschehen dann überwiegend zwischen den beiden Strafräumen, zu selten in den Gefahrenzonen statt. Beim erklärten Favoriten machte sich so langsam aber sicher Verzweiflung und Unruhe breit, erst recht als es nach 91 Minuten in die Verlängerung ging.

In den 2 x 15 Minuten verteidigten die Hausherrinnen ihr Gehäuse weiterhin leidenschaftlich und erfolgreich, kamen aber selbst nicht mehr so oft wie in der regulären Spielzeit vor das Gästetor.

Im anschließenden und entscheidenden Elfmeterschießen stand es nach den ersten 5 Schützinnen 4:4. Nachdem beide Farben den 6. Schuss verwandeln konnten, verschossen die Blauen im 7. Versuch. Der Titelverteidiger traf hingegen und freute sich danach ausgelassen über das glückliche Weiterkommen. Die erste riesengroße Enttäuschung war den Diezer Mädels, die heute als klarer Außenseiter alles gaben, ins Gesicht geschrieben.

Trainerfazit:

Über weite Strecken ein Spiel auf Augenhöhe und ohne erkennbaren Klassenunterschied. Wir hätten tatsächlich in der 1. Halbzeit in Führung gehen können, ja müssen – und wer weiß was dann…

Wir haben defensiv stark agiert, aber auch spielerische Akzente gesetzt und in der regulären Spielzeit die Möglichkeiten zum Sieg gehabt. Am Ende dann der glücklichere Ausgang für die Gäste, denen wir heute alles abverlangt haben.

Ein Pokal-Fight ohne Happy End.

Nach der ersten, großen, absolut verständlichen Enttäuschung, darf, nein muss mein Team aber einfach nur stolz sein.

Eingesetzte Spielerinnen:

Sarah Kolter, Joelle Welter, Annabelle Kraus, Lara Hoffmann, Laura Heiler, Dilan Gökay, Charlotte Wuth (118. Laila Al-Shehabi), Luna Oppermann, Michelle Mahlert (65. Paulina Ebel), Elena Maier, Sabrina Bierwage

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