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Schlusslicht Limburger HC muss am Berliner Wochenende punkten

Hockey. Der Limburger Hockey-Club steht in der 2. Feldhockey-Bundesliga vor zwei entscheidenden Partien. Verliert er am Berliner Wochenende beide Spiele, droht der Kontakt zur Nichtabstiegszone bereits vor der Winterpause völlig verloren zu gehen. Mit zwei Heimerfolgen Samstag um 16 Uhr gegen den TuS Lichterfelde und Sonntag, 13 Uhr, gegen die Zehlendorfer Wespen auf der Albert-Collée-Hockeyanlage im Limburger Eduard-Horn-Park wären die Lahnstädter in der Süd-Gruppe dagegen wieder mitten im Geschäft um den Klassenverbleib. Nach der starken Rückrunde 2017/18 unter Trainer Marcus Gutz scheint der neuerliche Absturz eine Mischung aus einem Hauch Schlendrian und einer großen mentalen Blockade in de Köpfen zu sein. Falls der eine oder andere Spieler gedacht haben sollte, es gehe ohne die selbe optimale Einstellung wie in der Schlussphase der Vorsaison einfach so erfolgreich weiter, der wurde schnell eines Besseren belehrt. Dafür ist die 2. Bundesliga auch in der unteren Tabellenhälfte zu stark und ausgeglichen. Selbst gegen das einzig schwächere Team Mariendorfer HC versagten dem LHC die Nerven. Später haben die Limburger phasenweise gegen Tabellenführer Mannheim und den dahinter lauernden SC 1880 Frankfurt gezeigt, dass sie in starken Momenten durchaus gegen die besten Teams im Süden auf Augenhöhe agieren können. Doch dann wurden wieder unerklärliche Fehler gemacht, wie zuletzt in Nürnberg, wo man durch den Ausgleich kurz vor der Pause völlig den Spielfluss verlor und sich 5:1 „abschießen“ ließ. Ein Sieg über den TuS Lichterfelde wäre also Samstag dringend vonnöten, um wieder bis auf drei Punkte an den Viertletzten HC Ludwigsburg heranzukommen. Doch ist das Überraschungsteam aus dem Berliner Stadtteil Lichterfelde bisher die einzige Mannschaft im Süden ohne Niederlage. Was Limburg kleine Hoffnung macht, ist, dass der TuS sich bisher aber auch schon drei Remis leistete. Ein Punkt wäre für den bisher nach fünf Partien sieglosen LHC aber auch nicht der dringend nötige Befreiungsschlag zwei Wochen vor dem Start der Winterpause. Lichterfelde wird in Hessen sicher aber alles für den Sieg geben. Denn die Chance ist bei nur einem Punkt Rückstand zur Spitze verlockend, vielleicht sogar als Tabellenführer die Vorrunde abschließen zu können. Die Zehlendorfer Wespen dagegen hatten einen Fehlstart in die Runde hingelegt. Nach einer guten Vorsaison war diesem Berliner Team eigentlich eher zuzutrauen, in den Kampf um Platz vier einzugreifen, statt als derzeit Drittletzter auf einem möglichen Abstiegsplatz zu stehen. Doch letztes Wochenende ließen die Zehlendorfer die Hockeyszene plötzlich aufhorchen, als sie wie aus dem Nichts Erstligaabsteiger Münchner SC auf dessen Platz 3:1 besiegten. In München war Limburg am ersten Spieltag noch 1:5 unter die Räder gekommen. Können die Zehlendorfer Wespen an die Leistung der Vorwoche anknüpfen, wird es auch Sonntag für die Lahnstädter verdammt schwer, zu einem Punktgewinn zu kommen. Der Limburger Anhang kann nur hoffen, dass dem LHC auch mal eine ähnliche Sternstunde wie Zehlendorf gelingt und somit die Hoffnung bleibt, zum dritten Mal in Serie eine miese Hinrunde noch durch eine starke Rückrunde ausbügeln zu können.rk

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