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Limburger Ikone beendet Karriere: Abschiedsspiel für Martin Homola

Martin Homola

Björn Borg erklärt seinen Rücktritt vom Profisport, der Hamburger SV wird Deutscher Meister, der 1. FC Köln holt den DFB-Pokal, Alex Meier Fußballgott und Franck Ribéry werden geboren, die Grünen ziehen erstmals in den Bundestag ein und der Stern veröffentlicht den exklusiven Fund der Hitler-Tagebücher: Das Jahr 1983 war ein bewegtes – auch für den Limburger Eishockeysport. Denn mit nur 16 Jahren gibt ein gewisser Martin Homola sein Debüt bei den Senioren. 35 Jahre später feiert der gebürtige Tscheche am Freitag (20.30 Uhr) seinen Abschied in der Diezer Eissporthalle. Kein zweiter Spieler hat über einen so langen Zeitraum das heimische Hockey geprägt.

„Ich bin durch meinen Vater Miroslav Votruba zum Eishockey gekommen“, sagt Homola, dessen Vater im heimischen Karlsbad in Tschechien selbst aktiver Eishockeyspieler war. Später wird Votruba erster Trainer des Limburger Eishockeys, sein Sohn schafft mit 16 Jahren den Sprung in die erste Mannschaft – zehn Jahre, nachdem er selbst in Karlsbad mit dem Eishockey begonnen hatte. Seine beeindruckende Karriere beendete Homola nach der Saison 2016/17, in der er in der Regionalliga West 21 Punkte in 32 Spielen erzielte.

„Ich habe hier viele tolle Momente und Meisterschaften erleben dürfen“, sagt der Stürmer. „Ganz besonders war natürlich der Gewinn der Zweitliga-Meisterschaft mit Limburg, als wir gegen Ingolstadt der klare Außenseiter waren.“ Doch Homola hat nicht nur die Momente auf dem Eis ganz bewusst erlebt und genossen. „Eine der schönsten Momente war im Vorjahr die Rückkehr von Scott Ellison an seine alte Wirkungsstätte, als sein Trikot und das von Helmut Keller unter das Hallendach gezogen wurden. Fast die ganze ehemalige Mannschaft hat sich danach noch bei mir im Restaurant getroffen. Das waren ganz besondere Stunden.“

Nicht mehr lange, dann wird auch das Trikot von Homola seinen Ehrenplatz in der Diezer Eissporthalle haben. „Es bedeutet mir wirklich sehr viel und ist eine große Ehre für mich, dass der Verein mir als erstem Spieler ein Abschiedsspiel ermöglicht“, sagt Homola, der so viele Weggefährten zu diesem Spiel hätte einladen können, dass es für vier Mannschaften gereicht hätte. „Es war für mich eine unheimlich schwere Entscheidung, meinen Kader zusammenzustellen. Ich habe über die vielen Jahre mit so vielen tollen Jungs und Persönlichkeit zusammenspielen dürfen. Ich konnte leider nicht alle berücksichtigen, hoffe aber, dass der eine oder andere Spieler dennoch in die Halle kommt.“

Homola selbst wird wie immer – auch mit über 50 Jahren – noch topfit sein, wenn er am Freitagabend auf das Eis geht. „Ich bin von großen Verletzungen verschont geblieben, das hat mir sicherlich geholfen.“ Und so wird er mit seinen All Stars am Freitagabend auch gegen die aktuelle Regionalliga-Mannschaft der Rockets wieder Akzente setzen wollen. „Ich freue mich riesig auf den Abend und wünsche mir ein schönes Spiel. Ich freue mich auf hoffentlich viele Zuschauer, die den Weg in die Halle finden und mit uns meinen Abschied feiern.“

Die Trikots des Teams Martin Homola werden nach Spielende im Stadion versteigert. Wichtiger Hinweis für alle Zuschauer: Kinder bis einschließlich 15 Jahren haben freien Eintritt. Daher wird es keine Familienkarten geben. Der Eintritt kostet 9 Euro.

Der Ausblick

Freitag, 28. Dezember, 20.30 Uhr: EGDL vs Team Martin Homola (Abschiedsspiel)

  • von Tom Neumann

 

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