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Limburger HC verpasst Überraschung/Verdientes 8:5 für Tabellenzweiten Frankenthal

Julien CollÈe (am Ball) und der LHC hatte es schwer. Frankenthal starte früh und war insgesamt das stärkere Team.

Hockey. Der Limburger Hockey-Club hat die Überraschung verpasst und mit 5:8(2:4) am vorletzten Spieltag gegen die TG Frankenthal verloren. Der Tabellenzweite aus der Pfalz hat damit seine Meisterschaftschance in der Bundesliga Süd gewahrt, muss aber kommendes Wochenende auf einen Ausrutscher von Spitzenreiter HC Ludwigsburg in Limburg hoffen. Falls Frankenthal seinerseits gegen den Vierten HG Nürnberg gewinnt, hat der LHC selbst bei einer Niederlage Rang drei im Endklassement sicher. Limburg hatte gegen Frankenthal zu Spielbeginn durchaus seine Möglichkeiten, mit zwei Toren in Führung zu gehen und das Spiel somit völlig anders zu gestalten. Doch vor allem aus dem Feld wurden zu viele Chancen vergeben. Letztendlich zeigten die Gäste, warum sie mit klarem Abstand vor Limburg verdient auf Platz zwei stehen. Wer erwartet hätte, Frankenthal würde nervös werden, weil Ludwigsburg tags zuvor 8:1 in Rüsselsheim gewonnen hatte und ein Punktverlust der TG das Aus um das Rennen um den Erstligaaufstieg bedeutet hätte, sah sich getäuscht. Das Frankenthaler Kombinationsspiel war sicher. Die Chancenverwertung der TG war nicht optimal, doch eindeutig besser als beim Gegner. Zudem wirkten die Gäste athletisch überlegen und standen hinten sehr clever im Raum. Schwer machte es sich der durchaus engagiert wirkende LHC aber vor allem selbst. Die Gastgeber leisteten sich zu viele hektische Abspielfehler und großzügig vergebene Möglichkeiten. Ihr Spiel war gegen die taktisch versierten Kontrahenten oft zu behäbig. Von daher kann Limburg sich bei seinem starken Keeper David Schneider bedanken, der eine tolle Partie lieferte. Einen verschuldeten Gegentreffer macht er mit einem entschärften Siebenmeter wieder wett, als er den Schützen derart nervös machte, dass dieser hektisch die Kugel gegen den Pfosten setzte.

Die Limburger kamen gegen die schnellen Frankenthaler oft zu spät. Wie hier Kapitän Laurens Meurer (l.).

Einzelne Szenen von Max Müller und Max Polk vorne zeigten, dass von diesen Spielern eigentlich viel mehr kommen könnte. Die Limburger Offensive hätte nur öfter mal schneller spielen und auch mal überraschende Dribblings machen müssen. So liefen die Lahnstädter das gesamte Spiel einem Rückstand hinterher. Zurkes Eckentor konterte Max Müller noch mit dem Ausgleich in der 14. Minute. Doch Reinhardt nur eine Minute später und Schmietenknop brachten Frankenthal gleich wieder auf die Siegerstraße. Alles drin war wieder, als Polk in der 25. Minute mal eine Einzelaktion wagte, mehrere Gegner narrte und Limburg fünf Minuten vor der Pause wieder auf 2:3 heranbrachte. Doch die Gäste wollten sich in der Hoffnung auf die Meisterschaft die Butter nicht vom Brot nehmen lassen, spielten konzentriert ihr Spiel weiter und wurden dafür mit dem 4.2 noch vor der Halbzeit belohnt. Beck schaffte gar das 5:2. Limburg hatte es auch bei den Strafecken an diesem Tag nicht einfach, da der Gegner natürlich von Laurens Meurers Stärke wusste und sich bei der Abwehr voll auf ihn konzentrierte. Dennoch gelang ihm nach harter Hereingabe das 3:5 19 Minuten vor Ende. Da noch genügend zeit auf der Uhr war, war es ungewöhnlich, dass Trainer Gutz Keeper Schneider vom Feld holte und schon zu diesem früheren Zeitpunkt versuchte, Frankenthal mit einem Feldspieler mehr stärker unter Druck zu setzen. Gegen einen technisch besseren Gegner war das aber sehr gewagt. Frankenthal zeigte es, als ein Gegenangriff zu einer Strafecke führte. Ohne echten Torwart auf der Linie kamen die Gäste leicht zum 6:3. Nach dem 3.7 war die Partie eigentlich eine Viertelstunde vor der Abschlusssirene entschieden. Was für Limburg spricht, ist, dass das Team nie aufgab und in den letzten zehn Minuten wirklich noch einmal kampfstark in den Angriffsmodus überging.  Doch Limburg brachte sich in dieser Phase durch fünf Zeitstrafen selbst wieder aus dem Fokus. Das war es auch, was Trainer Gutz am Ende bemängelte: „Wir müssen anfangs in Führung gehen, dürfen uns dann durch falsche Schiedsrichterentscheidungen nicht selbst aus der Konzentration bringen“.Durch Strafecken konnten Max Müller zum 4:7 und Meurer zum 5:8 jeweils per Ecke nur noch leichte Ergebniskosmetik betreiben. Limburg: David Schneider, Lennard Schmitt, Koch, Böckling, Jannis Collée, Julien Collée, Max Müller (2 Tore), Faustmann, Meurer (2), Polk (1), Lukas Schmitt, Moritz Müller.rk

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