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Limburger HC spielt Samstag gegen Ludwigsburg/”Mit Sieg in Winterpause gehen

Hockey. Der Limburger Hockey-Club möchte auf keinen Fall als Tabellenschlusslicht in die Winterpause der 2. Bundesliga gehen. Um das zu vermeiden, müsste Samstag um 16 Uhr im Eduard-Horn-Park unbedingt im letzten Vorrundenspiel über den HC Ludwigsburg der erste Saisonsieg her. Limburg liegt als Südgruppen-Schlusslicht aktuell mit nur einem Pünktchen aus acht Partien zwei Punkte hinter dem Berliner Aufsteiger Mariendorfer HC. Der LHC braucht drei Punkte auch dringend, um sich die Chance auf den drittletzten Platz in der Rückrunde zu erhalten. Dieser ist voraussichtlich für den Klassenverbleib in der 2. Liga nötig. Denn die in der Tabelle nächstgelegenen Gegner Zehlendorfer Wespen aus Berlin sowie der zweite Aufsteiger HG Nürnberg sind den Lahnstädtern bereits um neun Punkte enteilt. Der vorletzte Platz würde in der Endabrechung aber nur reichen, wenn kein Südverein aus der 1. Liga absteigen würde. Da derzeit aber viel dafür spricht, dass Aufsteiger Blau-Weiß Berlin direkt wieder runterkommt, kann Limburg sich darauf nicht verlassen. „Ich habe meinen Spielern gesagt, dass ich Samstag diesen Sieg unbedingt will“, sagt Trainer Marcus Gutz. Er will endlich „mal ein Zeichen setzen“, dass der LHC noch lebt und die Spieler Selbstverstrauen tanken für die aus seiner Sicht hoffentlich dritte erfolgreiche Limburger Rückrundenaufholjagd in Folge. Was es diesmal deutlich schwerer als die letzten beiden Jahre macht, ist dass die anderen Abstiegskandidaten regelmäßig punkten. Neun Punkte Rückstand bedeuten drei Siege. Da außer Mariendorf vielleicht eine andere Mannschaft sicher kaum in der Rückrunde neun Mal verlieren wird, müssten die Hessen dann nächstes Frühjahr schon eine beeindruckende Siegesserie starten, um den Anschluss noch zu schaffen und nicht in die 1.Regionalliga abzustürzen. Auf jeden Fall muss schnellstens die Wende her. Gutz denkt, dass ein knapper, „dreckiger Sieg“ Samstag die Blockade in den Köpfen seiner Spieler beenden würde und es dadurch fortan wieder normal laufen könnte. „Die Spieler wollen ja“, meint er. Und in wenigen Monaten können sie auch das Hockey spielen nicht verlernt haben. Aber wenn es mal nicht laufe, dann trauten sich die Angreifer vorne nichts mehr zu und versiebten die Chancen, so Gutz. Hinzu komme, dass die Defensive nach dem Abgang von Matthias Kreß nicht mehr so gut wie letztes Jahr stehe. Stabilität hinten koste auch, dass Markus Bäder Hockey aus beruflichen Gründen nicht mehr wie früher in den Mittelpunkt stellen könne. Dazu kommt der langfristige Ausfall der wichtigen Stammspieler Kay Tomas und Max Müller bei einem dünnen Kader. Samstag Ludwigsburg zu besiegen, wird da verdammt hart. Die Stuttgarter Vorstädter, in der Vorsaison noch auf Augenhöhe mit dem LHC, spielen bisher eine richtig gute Saison. Nach zuletzt drei Partien ohne Niederlage haben sie wohl mit dem Abstieg nichts mehr zu tun. Das 7:0 der Ludwigsburger zuletzt gegen Mariendorf zeigt, wer Samstag auf der Albert-Collée-Hockeyanlage als unzweifelhafter Favorit ins Spiel gehen wird. Aber Limburg hat auf eigenem Platz diese Saison auch lange gegen Erstligaabsteiger TSV Mannheim mitgehalten. So sollte die Aufgabe schwer, doch trotzdem nicht aussichtslos sein, falls den Lahnstädtern endlich mal eine Partie auf oberem Leistungslimit gelingen sollte.rk

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