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Limburger HC siegt im Hessen-Derby zum Auftakt 4:3 über Darmstadt

Jannis CollÈe (links) und Lars Schmitt trieben das Limburger Spiel an Foto: Klöppel

Hockey. Der stark verjüngte Limburger Hockey-Club hat sich bei seinem Regionalliga-Saisonauftakt mit Licht und Schatten präsentiert. Am Ende war das Wichtigste, dass die drei Punkte beim 4:3(4:1) im Hessen-Derby gegen TEC Darmstadt in Limburg blieben. Denn nach dem Abgang von fünf teilweise zentralen Stammspielern war der LHC-Anhang vor der Partie doch unsicher, ob die junge Truppe von Trainer Dirk Hilpisch die Qualität hat, in der dritten Liga eine sichere Saison ohne Abstiegsnöte zu spielen. Gegen Darmstadt ging es schon schlecht los, als die Gäste bereits nach sechs Minuten die Führung erzielten. Doch die ins kalte Wasser der Stammelf geschmissenen Limburger Nachwuchsspieler waren heiß, den Zuschauern zu zeigen, dass sie schon stark genug für die Regionalliga sind. Der Kampf- und Teamgeist des LHC war an diesem Nachmittag in Hälfte eins wahrlich beeindruckend. Auch Trainer Hilpisch wirkte so hochmotiviert wie schon lange nicht mehr. Lautstark und wild gestikulierend peitschte er seine Mannschaft nach vorne. Die Limburger spielten sich förmlich in einen Rausch. Mit aggressivem Forechecking eroberten die Hausherren immer wieder im Mittelfeld die Kugel und setzten zu gefährlichen Angriffen an. Jugendnationalspieler Jannis Collée markierte bereits in der neunten Minute den Ausgleich. Youngster Jakob Schneider schoss nur zwei Minuten später das 2:1 für den LHC. Im zweiten Viertel machten die sichtlich durch Hilpisch weiterentwickelten Lahnstädter mit konsequentem Offensivspiel weiter. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff gelang Routinier Markus Bäder das beruhigende 3:1. Und als der neue Kapitän Lukas Schmitt per Strafecke dann auch noch in der 25. Minute auf 4:1 erhöhte, schien die Partie frühzeitig entschieden zu sein. Doch in der zweiten Halbzeit zeigte Limburg leider sein zweites Gesicht. Es schien so, als hätten einige der Spieler bei strahlender Sonne in Hälfte eins zuviel Kraft für die zweiten 30 Minuten vergeudet. Es wurde weniger gelaufen. Es kam zu häufigeren Fehlpässen. Das sollte sich im weiteren Verlauf der Partie noch fast rächen. Denn nach Julius Liessems 2:4 waren noch 25 Minuten zu spielen. Plötzlich witterten die vorher schwachen und bieder  spielenden Darmstädter die zweite Morgenluft. Die größeren Spielanteile hatte plötzlich der nun viel motivierter als in Hälfte eins zu Werke gehende Gast.

Routinier Benedikt Faustmann (an der Kugel) erwies sich als wichtiger Stabilisator des LHC-Spiels. Foto: Klöppel

TEC erspielte sich mehrere Strafecken, die Limburgs Defensive und der wirklich starke Keeper Moritz Müller aber entschärfen konnten. Aus dem Spiel heraus landete die Kugel dann doch im Tor. Die Schiedsrichter schienen unterschiedlicher Meinung zu sein, ob das nun gefährliches Spiel war. Der Treffer wurde dann doch begeben. Die Enttäuschung des Limburger Anhangs war groß. Denn plötzlich stand ein schon sicher geglaubter Sieg wieder auf der Kippe. Die Gäste wussten, sie hatten noch zwölf Minuten für ein weitere Tor und ein Unentschieden. Zum Glück für Limburg hatte TEC aber keinen überragenden Stürmer in seinen Reihen, der das Chancenplus eiskalt genutzt hätte. Die Schlussminuten machte sich das heftige Anrennen bei den Darmstädtern ebenfalls konditionell bemerkbar. So kam Limburg noch einmal zu mehreren Kontern. Doch auch die müden LHC-Angreifer besaßen nicht mehr die Genauigkeit im Abschluss, um das mögliche vorentscheidende 5:3 zu machen. So blieb es beim knappen LHC-Sieg, der am Ende glücklich, nach der starken ersten Hälfte aber auch nicht unverdient war.

Limburg: Moritz Müller, Lennard Schmitt, Jannis Collée (1 Tor), Julien Collée, Faustmann, Lukas Schmitt ( 1), Jakob Schneider (1), Bäder (1), Kathilu, Schön, Cedric Schmitt, Bommel, Hans Schneider, Giedrowicz, Jonas.rk

 

 

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