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Limburger HC nach 7:11-Klatsche in Nürnberg in akuter Abstiegsgefahr

Hockey. Der Limburger Hockey-Club steckt in der 2.Hallenhockey-Bundesliga nach vier Niederlagen in Serie in einer tiefen Krise und wieder in akuter Abstiegsgefahr. Während der auf Platz vier der Süd-Gruppe abgerutschte LHC 5:8 bei Spitzenreiter HC Ludwigsburg sowie bei der gar zweistellig 7:11 HG Nürnberg unterlag, schaffte Schlusslicht TEC Darmstadt in Rüsselsheim den ersten Sieg und liegt vor der Weihnachtspause ebenso wie der RRK nur noch zwei Zähler hinter den Lahnstädtern. Dass es beim stärksten Gruppengegner Ludwigsburg für die Lahnstädter eine Niederlage gab, kam nicht wirklich überraschend. Limburg war letzten Sonntag erst beim ähnlich starken Frankenthaler Team klar gescheitert, während Ludwigsburg im Kampf mit den Pfälzern um den Erstligaaufstieg keinen Ausrutscher gebrauchen konnte. Wie letztes Wochenende konnte Limburg auch diesmal nur eine Hälfte dem hohen Druck des Favoriten standhalten. Die Gäste standen zunächst gut, ließen in Halbzeit eins nicht zuviel zu. Trotzdem blieben die starken Hausherren stets gefährlich und hatten nach 16 Minuten bereits drei Treffer auf der Habenseite. Limburg ließ sich von diesen aber nicht aus der Ruhe bringen, spielte  konzentriert weiter und wurde dafür drei Mal mit dem Ausgleich durch zwei Mal Max Müller in der 5. und 12. Minute sowie Dominic Böcklings Eckentor in der 19. Minute belohnt. Doch kurz vor der Pausensirene gelang den Stuttgarter Vorstädtern ein Doppelschlag durch Severin Schmidt und Matthias Schurig zum 5:3. Ähnlich wie eine Woche vorher in Frankenthal sollte sich Limburg von diesem nicht mehr erholen. Ludwigsburg hatte das Spiel nach dem Seitenwechsel stets sicher im Griff und die drei hochverdienten Punkte spätestens nach Jonas Fischers 7:3 in der 36. Minute im Sack. Limburg hatte einfach nicht mehr die Körner, um die Partie noch zu drehen. Müller mit seinem Tagestreffer Nummer drei und Lukas Schmitt mit dem 5:8-Endstand in der 55. Minute konnten lediglich noch leichte Ergebniskosmetik betreiben. Dass etwas in den Köpfen der Limburger Mannschaft seit dem Rückschlag in Rüsselsheim vor einer Woche  nicht stimmt, wurde bei der zweistelligen Schlappe Sonntag in Nürnberg deutlich. Von daher kommt die Weihnachtspause vielleicht genau zum richtigen Zeitpunkt, um mal gründlich über die in der Mannschaft falsch laufenden Dinge nachzudenken und etwas zu ändern. Gegen einen Gegner auf Augenhöhe in dessen Halle zu verlieren, kann passieren. Im Duell mit einem mittelprächtigen Nürnberger Team aber schon nach 28 Minuten sang- und klanglos 2:8 zurückzuliegen und sich eine zweistellige Schlappe einzufangen, das darf einfach nicht sein, wenn man nicht in die Regionalliga abstürzen will. Doch es passierte Limburg nun schon zum dritten Mal in Folge, dass Limburg nach Rückschlägen völlig den Faden verlor und unterging. Laurens Meurers schnelles 1:0 in der 2. Minute und Max Müllers 2.1 in der 15. Minute machten Hoffnung, dass Limburg im Frankenland den so wichtigen Sieg würde einfahren können. Doch Nürnberg wendete das Ergebnis und nach dem 2:3 brach beim Gast aus Hessen das große Chaos aus. Limburg spielte unterirdisch und fing sich in 13 Minuten sechs Gegentreffer zum 2:8 ein. Von daher konnten die ebenfalls abstiegsgefährdeten Nürnberger zur Halbzeit schon den Sekt für den verdienten Erfolg und Sprung auf Tabellenplatz drei kaltstellen. Nach der Halbzeit brauchten die Gastgeber nicht mehr alles geben, Limburg fand nicht die Mittel zur Aufholjagd. So fielen zehn Minuten lang erst einmal keine Tore mehr. Max Müllers Doppelschlag zum 4:8 war ein kleiner Hoffnungsschimmer. Als Laurens Meurer und Julien Collée in der 49. per Ecke bzw. 51. auf 6:9 verkürzen konnten, keimte noch einmal größere Hoffnung auf zumindest ein Remis auf. Doch es kam, was zu erwarten war. Der LHC musste ins Risiko gehen, der HG Nürnberg sagte mit dem 10:6 sechs Minuten vor Schluss „Danke“.  Limburg: Niklas Müller, Moritz Müller, Lennard Schmitt, Koch, Böckling (1), Jannis Collée, Julien Collée (1), Max Müller (6), Meurer (2), Polk, Lukas Schmitt (2), Lars Schmitt.rk

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