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Limburg dem Regionalliga-Absturz nahe/Gutz-Elf geht nach 1:2 sieglos in Winterpause

Selbst “alte Hasen” wie Bäder (am Ball) und Meurer (re.daneben) wirkten gegen Ludwigsburg überberfordert.

Hockey. Der Limburger Hockey-Club steht zum Ende der Hinrunde mit mehr als einem Bein in der Regionalliga. Das bittere 1:2(0:2) gegen den HC Ludwigsburg hat schonungslos aufgedeckt, wo es beim Limburger Noch-Zweitligateam aktuell hakt. Natürlich sind ab Ende April nächstes Jahr noch neun Spieltage zu spielen. Aber wie will dieses Team neun Punkte auf den drittletzten Platz aufholen, wenn es gegen andere Mitabstiegskandidaten zwar bemüht, doch schon mental und spielerisch völlig überfordert wirkt? Die Leistungen der Lahnstädter unter Trainer Marcus Gutz sind nach der vielversprechenden Rückrunde der Vorsaison mit fast identischem Kader unerklärlich. Denn die Ludwigsburger, letzte Saison noch auf Augenhöhe mit dem LHC, wirkten diesmal viel eingespielter und kugelsicherer. Limburg kann diesen Qualitätsunterschied zu Ludwigsburg auch nicht mit den Verletzungen von Max Müller und Kay Tomas alleine erklären. Denn die haben sicher auch nicht immer überragend agiert. Bei einigen Spielern mag es Verunsicherung sein, wenn sogar Routiniers wie Bäder, Meurer oder Faustmann nur noch wie ein Schatten von sich selbst wirken. Natürlich ist das ein Faktor, dass der Kader dringend Blutauffrischung bräuchte. Doch außer Jannis Collée kommt von den Jungen zuwenig. Darum mahnt Gutz auch an, dass Limburg in der Jugendarbeit dringend wieder in allen Nachwuchsteams professioneller agieren muss. „Man muss nur mal vergleichen, was da in Ludwigsburg passiert“, sagt Gutz. Sein Team wirkte gegen Ludwigsburg motiviert und hätte durch den freistehenden Max Polk auch mit 1:0 in Führung gehen können. Fortan war zwar weiter bei Limburg der Willen vorhanden, die Partie gewinnen zu wollen. Doch immer wieder passierten im Spielaufbau Fehler, die einem Bundelsigateam nicht passieren dürften und das Offensivspiel der Gastgeber zerstörten. Ludwigsburg brauchte nur cool auf die Abspielfehler warten. Die Ludwigsburger waren stocksicherer, wirkten eingespielter und gefährlicher. Glück für Limburg, dass der Abschluss der Stuttgarter Vorstädter anfangs auch nicht überragend war, die Gäste zudem mit drei Strafecken kläglich scheiterten. Doch im zweiten Viertel kam es so, wie es viel zu oft in dieser Hinrunde für die nach wie vor sieglosen Hessen kam. Arne Huber markierte für Ludiwgsburg die verdiente Führung. Acht Minuten später erhöhte Matthias Schurig gar auf 2:0. Anerkennen muss man auf Limburger Seite, dass das Bemühen der Spieler nach dem Seitenwechsel vorhanden war, die Partie noch zu drehen. Bezeichnend aber für die aktuelle Lage, dass der ansonsten sichere Siebenmeterschütze Laurens Meurer einen Siebenmeter weit über den Kasten jagte. Mut für die Zukunft machte einzig und allein Jannis Collée, der seine Qualität beim 1:2 in der 35. Minute aufblitzen ließ und beim LHC neue Hoffnung weckte. Doch Limburg war einfach vorne insgesamt zu harmlos, um die clevereren Ludwigsburger noch im letzten Viertel noch in ernsthafte Schwierigkeiten bringen zu können. Die Hallenvorbereitung und die sechsmonatige Feldpause muss die Mannschaft dringend nutzen, um an der Athletik, dem Passspiel und Torabschluss zu arbeiten. Dann würde es nicht zwingend für den Klassenverbleib reichen, könnten sich die Lahnstädter aber zumindest würdig und mit Rückkehrchancen aus der 2.Liga verabschieden.

Philipp Koch (links) war stets laufstark und bemüht, wirkte aber wie viele LHC-ler bernervˆs.

 

Limburg: Moritz Müller,  Niklas Müller, Koch, Böckling, Faustmann, Julien Collée, Schneider, Polk, Meurer, Lukas Schmitt, Bäder, Zinsmeister, Kafke, Lennard Schmitt, Jannis Collée (1 Tor), Schön, Peters.rk

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