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Leichtathletik: Werfertag in Wiesbaden

Der Wettkampf begann mit dem B-Wettbewerb der Männer, in den Marius eingeteilt war. Erst am Donnerstag war er aus einem fast dreiwöchigen Trainingslager mit Bundestrainer und Weltrekordhalter Jürgen Schult zurückgekehrt – verständlich daher seine müden Beine. Er erzielte dennoch ansprechende 50,60m und hatte dazu leider fünf ungültige Versuche, die teilweise deutlich weiter waren. Für Marius ein guter Einstand, den er nächste Woche in Halle fortsetzen und dort dann gleich mal die Bestleistung und die B-Norm für die Deutschen Meisterschaften angreifen möchte. Bereits einen Tag nach Wiesbaden geht Marius bei den Hochschulmeisterschaften in Wiesbaden für seine Hochschule der hessischen Polizei an den Start.

Auch Julia Bremser war dem B-Wettkampf zugeteilt worden – doch auch hier flogen die Scheiben enorm weit – allen voran die der zwei Chinesinnen. Julia präsentierte sich schon beim Einwerfen bärenstark und schleuderte den Diskus knapp an die 60m Linie heran. Im Wettkampf hatte sie dann zwei Versuche, die ganz knapp an den 60m dran waren, die sie leider aber nicht stehen konnte und daher ungültig machte – mit den gemessenen 56,65m kann sie dennoch mehr als zufrieden sein – so gut hat sie selten das Wettkampfjahr begonnen und auch für sie geht es nächste Woche in Halle weiter. Nach Einschätzung ihres Trainers Martin Rumpf ist Julia auf dem besten Wege, die Europameisterschaftsnorm von 59,50 schon recht bald zu werfen.

Sabine Rumpf war dem A- Wettkampf der besten 8 Werferinnen zugeteilt und erlebte hier keinen guten Wettkampf. Der Wettkampf wurde von der chinesischen Weltmeisterin Li dominiert, die 67,84m warf und damit vor ihrer Landsfrau Tan mit 64,45 siegte. Die Vizeweltmeisterin Nadine Müller aus Halle zeigte Nerven und war mit 59,66m fast 10m unter ihrer eigenen Weltjahresbestleistung geblieben. Sabine begann mit einem Wurf auf 55,26m – ein eigentlich ganz ordentlicher Anfang – doch dann kam leider gar nichts mehr. Ein zweiter Versuch ähnlich weit auf 54,93m war die ganze Ausbeute – die restlichen vier Versuche machte Sabine ungültig – es fehlte einfach der Wurf. Der Eingang in die Drehung war sehr ordentlich und auch die Bewegung schien harmonisch, aber ohne Pfiff und so fehlte ganz einfach die Weite. Hoffentlich es ist keine Folge des Hexenschusses vor einigen Wochen und einem zu frühen Beginn nach diesem Ereignis – doch der Physiotherapeut des Wurfteams Norbert Müller stellte nach dem Wettkampf eine Blockade im Bereich der Brustwirbelsäule fest und eine damit einhergehende Verspannung der Muskulatur – da hat hinten alles fest gemacht, was Sabine an Muskeln hat. Norberts Analyse war da schon eher optimistisch – eine Pause ist nicht nötig, aber besondere Trainingshinweise sind umzusetzen. Schon einen Tag später kann Sabine schauen, ob es bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Kassel, wenn sie als Polizeikommissaranwärterin in den Ring geht, besser ist. Es bleibt einiges zu tun, denn die nationale Konkurrenz hat mit Julia Fischer aus Berlin mächtig aufgeholt – mit 64,22m hat sie ihre persönliche Bestleistung fast um 5m gesteigert und damit schon als zweite deutsche die Olympianorm geknackt. – von Martin Rumpf –

Kategorie: Leichtathletik

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