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Limburger HC kann rote Laterne noch abgeben/2:1 über Mariendorf sichert vorletzten Platz

Jannis CollÈe (links) stiebitzt hier die Kugel dem Mariendorf Torsch¸tzen Kevin Christann. Rechts: CollÈes Bruder Julien. Foto: Klöppel

Hockey. Regionalliga-Absteiger Limburger HC hat sich versöhnlich aus der 2.Feldhockey-Bundesliga verabschiedet. Durch Laurens Meurers Eckentor zum 2:1 zwölf Minuten vor Spielende zogen die Hessen noch an Gegner Mariendorfer HC vorbei auf den vorletzten Platz der Süd-Gruppe. Der dritte Sieg im 18. und letzten Saisonspiel war für die Lahnstädter der erste Heimerfolg der Runde überhaupt. Den Gastgebern war von Anfang an anzumerken, dass sie die zwei Punkte Rückstand auf die Hauptstädter noch aufholen und doch noch im letzten Moment die rote Laterne abgeben wollten. Die Hausherren dominierten über weite Strecken die Partie und spielten Mariendorf an die Wand. Die Elf von Trainer Dirk Hipisch wirkte engagierter, spritziger und trotz der hohen Temperaturen und des großen Laufaufwandes auch fitter als der Kontrahent. Hier war klar Trainer Hilpischs Handschrift zu sehen, der taktisch und konditionell die vergangenen Wochen einiges beim LHC deutlich verbessern konnte. Dass es trotzdem nicht mehr zum Klassenverbleib reichen konnte, lag an der Hypothek aus der Hinrunde. Neun Zähler in neun Partien waren einfach auf die rettende Zone nicht mehr aufholbar. Woran Hilpisch mit seinen Jungs vor dem Start der Regionalliga-Saison im Herbst aber dringend arbeiten muss, ist der Torabschluss. Was sich wie ein roter Faden durch die Runde zog, war auch Sonntag am abschließenden Spieltag wieder klar ersichtlich. Limburg kam oft in den Schusskreis oder zu gefährlichen Flanken. Aber immer wieder rutschten die Limburger Angreifer an der Kugel vorbei oder verzogen überhastet. Es lag sicherlich nicht an einer bärenstarken Verteidigung des Gastes, warum Limburg 21 Minuten brauchte, um zum ersten Tor zu kommen. Mariendorf war im letzten Auswärtsspiel in Stuttgart nicht umsonst 2:9 untergegangen. Die Abwehr war auch in Limburg offen wie ein Scheunentor. Immer wieder verloren die technisch und athletisch überforderten Berliner die Kugel, was zu zahlreichen gefährlichen Szenen im eigenen Schusskreis führte. Doch Limburg konnte sie entweder nicht auf den Kasten bringen, oder Keeper Tobias Ciebilski, der einzige Mariendorfer noch mit Zweitligaformat, war da. Es spricht gegen den LHC, dass er in 60 Minuten gegen einen in allen Belangen unterlegenen Kontrahenten nicht zu einem einzigen Feldtor kam. Dann war den Gästen auch noch das Glück hold, dass bei einer Eckenabwehr LHC-Stürmer Julien Collée die Kugel an den Fuß sprang. Den daraus folgenden Siebenmeter verwandelte Kevin Christann zum völlig überraschenden 0:1. Die Strafecken Limburg liefen an diesem Nachmittag auch meist alles andere als optimal. Meurer verzog mehrfach. Obwohl Limburgs Kapitän wahrlich nicht seinen besten Tag erwischte, war er aber mit zwei Toren letztendlich der Matchwinner. Noch vor der Pause kamen die Gastgeber durch sein erstes Eckentor zum mehr als verdienten 1:1. In Viertel drei warf der LHC dann weiter alles nach vorne, ohne zu einem weiteren zählbaren Erfolg zu kommen. Es dauerte bis zur 48. Minute, bis Meurer wieder per Ecke das erlösende und entscheidende 2:1 gelang. Denn Mariendorf versuchte danach zwar noch, mehr fürs Spiel zu tun und offensiver zu werden. Doch die Berliner hatten einfach nicht die nötige Klasse, um die Limburger Abwehr und Keeper Moritz Müller auch nur einmal noch in ernsthafte Bedrängnis zu bringen.

Limburg: Moritz Müller, Lennard Schmitt, Koch, Böckling, David Schneider, Jannis Collée, Julien Collée, Max Müller, Meurer (2 Tore), Kafke, Lukas Schmitt, Bäder, Jakob Schneider, Hans Schneider, Lars Schmitt,  Giedrowicz, Jonas.rk

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