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Holzheims Angriff: Fehler anstatt Tempo und Ideen

Die Holzheimer Spieler (hier Simon Giebenhain) konnten in Lollar nicht im Geringsten an die Leistung aus dem Heimspiel gegen Heuchelheim anknüpfen.

Es war behäbig, es war mit Fehlern übersät, es war aber auch eine Portion Pech dabei. Der TuS Holzheim kassierte in der Handball-Landesliga Hessen Mitte am Samstag eine 21:24-Niederlage bei der HSG Lollar/Ruttershausen. Dass man sich trotz einer im Angriff ganz schwachen Leistung bis in die Endphase hinein noch auf Tuchfühlung befand, lag an der guten Abwehr und an einem Gegner, der die Holzheimer Geschenke nicht annahm. „Wir kamen überhaupt nicht ins Tempospiel”, bemängelte TuS-Trainer Christian Bittkau. Sein Team lag zwar mit 2:0 in Front, aber schon in den Minuten danach wurde offensichtlich, dass es dem Angriff an diesem Abend an vielem mangeln sollte. Immer wieder trafen die Ardecker die falschen Entscheidungen, leisteten sich en masse technische Fehler und haarsträubende Fehlpässe. Die Rückraumbesetzung mit Moritz Rompel, Nils Wolfgram und Simon Giebenhain, die vor einer Woche Heuchelheim in der ersten Halbzeit mit hohem Tempo überfordert hatte, war ein Schatten ihrer selbst und nicht wiederzuerkennen. So blieb man zehn Minuten lang ohne Torerfolg, was die HSG zur 4:2-Führung nutzte. Es gab Phasen, in denen die Gäste ihr Können aufblitzen ließen, nur diese waren zu kurz, und immer, wenn man die Chance hatte, das Heft in die Hand zu nehmen, mangelte es an geistiger Frische. Lollar spielte wahrhaftig auch nicht überzeugend, kaufte der Bittkau-Sieben aber mit mehr Bereitschaft und Wille den Schneid ab. Das beste Beispiel: Nach einer Dreiviertelstunde glich Robert Dettling, einer der wenigen offensive Lichtblicke des Abends im Holzheimer Dress, zum 18:18 aus. Mehrfach bot sich daraufhin die Gelegenheit, das Ruder herumzureißen, aber genau dann verfiel die Mannschaft in den alten Trott. Fehler über Fehler und Pech mit dem Pfosten, den Holzheim an diesem Abend achtmal traf, machten die Aussichten auf die Saisonpunkte Nummer vier und fünf zunichte in einer Partie, die mit dieser Leistung gegen andere Gegner gut und gerne ein Fiasko hätte geben können.
Dass die Schiedsrichter in der Endphase Entscheidungen konsequent gegen die Gäste auslegten, war ein Bestandteil der Niederlage, allerdings nicht der ausschlaggebende Punkt.

Lollar/Ruttershausen: Dud, Anthes – Schwellnus, Mühlich, Semmelroth (1), Schneider, Graf (1), Lindenthal (4), Kludt (4), Schlapp, Los Santos (4), Ziehm (3), Schuchmann (7), Janecic.
Holzheim: Linke, Marcel Schenk – Moos, Rompel, Becker (4), Giebenhain (3), Lazzaro, Schneider (1), Wolfgram (4), Dettling (4), Maximilian Schenk (1), Jakobi (2/2), Baum (2), Schwarz.
Schiedsrichter: Niklas Häfner/Alexander Schmitt (Gelnhausen/Biebergemünd).
Zuschauer: 100.
Siebenmeter: 1/1:3/2.
Zeitstrafen: 2:1.
Besonderheit: Disqualifikation gegen Holzheims Robert Dettling (54., grobes Foulspiel).

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