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Ein Punkt nach sieben Spielen für LHC zuwenig/Limburg nach 1:2 Abstieg nahe

Laurens Meurer (links) gelang ein Eckentor, aber das war am Wochenende zu wenig. Foto: Klöppel

Hockey. Der Klassenverbleib in der 2. Bundesliga rückt für den Limburger Hockey-Club in immer weitere Ferne. Die Elf von Trainer Marcus Gutz blieb auch am „Berliner Wochenende“ sieglos und liegt nach sieben Spieltagen mittlerweile schon acht Zähler hinter dem voraussichtlich nötigen drittletzten Platz der Süd-Gruppe zurück. Denn aktuell spricht einiges dafür, dass mit Blau-Weiß Berlin zumindest ein Süd-Verein aus der 1. Liga absteigen wird und der LHC somit zur Verhinderung des Regionalliga-Absturzes mindestens Achter werden muss. Nach einem vielversprechenden 1:1 gegen den bisher ungeschlagenen TuS Lichterfelde Samstag enttäuschten die Lahnstädter im „Abstiegsendspiel“ gegen die Zehlendorfer Wespen Sonntag im Eduard-Horn-Park auf ganzer Linie und unterlagen mit 1:2. Die Freude auf Seiten der Berliner Wespen war groß, denn diese sind jetzt wieder mitten drin im Rennen um den Klassenverbleib. Limburg hatte vergeblich gehofft, durch einen Heimsieg wieder bis auf zwei Zähler an Zehlendorf herankommen zu können. Der Gast brauchte für den Sieg nicht einmal eine überragende Leistung. Beiden Teams war von Anfang an anzumerken, dass es um sehr viel ging. Dennoch ist der Auswärtssieg der Wespen keineswegs unverdient, denn sie wirkten athletischer und ballsicherer. Limburg war durchaus bemüht, doch vor dem gegnerischen Schusskreis wurde es oft zu hektisch. Zu viele Bälle landeten bei Abspielen beim Gegner oder im Aus, so dass viel zuwenig Gefährliches aufs gegnerische Tor zukam.

Raphael Zinsmeister (rechts) glückte gegen die Wespen der Ausgleich, doch sonst war von dem Stürmer auch nicht viel zu sehen. Foto: Klöppel

Die Hauptstädter erarbeiteten sich wenigstens einige Ecken und gingen durch eine in der 18. Minute dann auch durch Niklas Langer in Führung. Kurz vor der Pause glückte für den LHC Raphael Zinsmeister das so wichtige 1:1. Doch dadurch gewann Limburg keineswegs an Sicherheit. Bezeichnend, dass eine 11:9-Überzahl nach zwei Zeitstrafen gegen die Wespen zu keiner gefährlichen Situation führte. Vor der zum 1:2 führenden Strafecke agierte dann auch noch LHC-Keeper Moritz Müller höchst unglücklich, der zu lange zögerte und so die Kugel nicht rechtzeitig ins Aus klären konnte. So sagten die Berliner „Danke“ und kamen durch Niels Sund zum 2:1. Sieben Minuten waren da noch zu spielen und die letzten nahm Trainer Gutz noch den Keeper für einen elften Feldspieler heraus. Aber Limburg hatte an diesem Tag nicht die Mittel, um noch einmal eine vielversprechende Chance zu kreieren. Gegen den hohen Favoriten TuS Lichterfelde hatte der LHC tags zuvor noch deutlich besser gespielt. Überraschend diktierten die Hausherren zunächst die Partie und konnten durch eine von Kapitän Laurens Meurer verwandelte Strafecke schnell in Führung gehen. Mitte der ersten Hälfte kam dann der LHC-Spielfluss nach einer Veletzung an Max Müller ins Stocken. Der war mit TuS-Keeper Benjamin Kurney zusammengeprallt und musste mit einer schweren Rippenprellung ins Krankenhaus. Müller kann dadurch in der Hinrunde nicht mehr spielen. Dieser bittere Zwischenfall schien den weiteren Spielfluss des LHC zu hemmen. Lichterfelde zog Profit daraus und markierte fünf Minuten vor Halbzeit eiskalt durch Sören Bieck den Ausgleich. In der zweiten Hälfte war dann der Gast aus Berlin das bessere Team und versuchte, noch im Kampf um Tabellenplatz eins zu einem Sieg zu kommen. Limburg hatte aber auch noch seine Möglichkeiten, so dass das Remis letztendlich ein gerechtes Ergebnis war. Limburg: Moritz Müller, Koch, Böckling, Faustmann, Julien Collée, Schneider, Polk, Max Müller, Meurer (1 Tor), Lukas Schmitt, Bäder, Zinsmeister (1), Lars Schmitt, Lennard Schmitt, Jannis Collée, Peter, Klausnitzer, Jonas.rk

 

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