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Baut Holzheim seine Serie aus?

Endlich kann man bei den Landesliga-Handballern des TuS Holzheim wieder einmal von einer Serie reden. Mit den Siegen gegen die TG Friedberg, den TV Breckenheim und die HSG Wettenberg II sowie dem Remis gegen die HSG Goldstein/Schwanheim dazwischen haben die Ardecker in den zurückliegenden vier Begegnungen gepunktet. Eine vergleichbare Konstanz hatte zuletzt Seltenheitswert. Unter der Leitung von Ex-Trainer Thomas Scherer gelang in der Saison 2017/18 nicht mehr als zweimal zwei aufeinanderfolgende Partien mit Zählbarem. Einen Vierer-Lauf gab es zuletzt ausgangs der Runde 2016/17 mit Matthias Hieronimus auf der Bank. „Wir wollen gerne eine fünfte Partie hinzufügen“, sagt Trainer Christian Bittkau vor dem Auswärtsspiel am Samstagabend ab 19.45 Uhr in der Sporthalle Lützellinden beim Tabellenzweiten MSG Linden (17:5 Punkte).
Der TuS ist inzwischen auf Rang sieben angekommen, kann zumindest kurz durchatmen und hat bei einem der Spitzenteams der Liga ein „Bonusspiel“ vor der Brust. „Der Drucksituation gegen Goldstein und Wettenberg haben wir gut standgehalten. Jetzt befinden wir uns in einer anderen Ausgangssituation. Gegen Linden, ein deutlich stärkerer Gegner als zuletzt Wettenberg, haben wir nichts zu verlieren. Aber das heißt nicht, dass wir unsere Chance nicht nutzen wollen“, macht Bittkau klar, der beim Videostudium der Mittelhessen erkannte, dass die Mannschaft bei der Niederlage gegen Breckenheim, als der junge Jonas Wrackmeyer und Torwart-Oldie Michael Rocksien fehlten, nicht ihr eigentliches Potenzial abrufen konnte. „Deshalb gehe ich fest davon aus, dass sie gegen uns etwas gutmachen wollen“, so Bittkau, der zu Oberliga-Zeiten noch selbst gegen die erfahrenen Lukas Loh (früher Dutenhofen/Münchholzhausen) und Chris Grundmann (Dutenhofen/Münchholzhausen und Pohlheim) spielte. „Auf ihre Routine kann die Mannschaft genauso bauen wie auf die aggressive 6:0-Deckung.“ Das spiegelt sich auch in der Anzahl der Gegentore wider: 23 Gegentreffer pro Partie sind der niedrigste Wert der Liga.
Viel mehr musste aber auch der TuS Holzheim nicht schlucken (26), der mit der 6:0- und der 5:1-Deckung inzwischen zwei Abwehrformationen gut beherrscht. Und auch im Angriff kreiselt der Ball deutlich flüssiger durch die eigenen Reihen. „Die Abstimmung funktioniert besser und man spürt, dass Lennard Hien und Tobias Baum, die erst verspätet in die Saison gestartet sind, immer besser ihren Rhythmus finden“, sieht der Holzheimer Coach seine junge Mannschaft in der richtigen Spur. Ob es die Spur zum ersten Auswärtsspiel bei der MSG Linden seit dem Oberliga-Abstieg ist, wird sich am Samstagabend zeigen.

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