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Außenseiter Limburg beim Dritten Stuttgart zum Siegen verdammt

Hockey. Der Limburger Hockey-Club hat am Samstag wohl eine seiner allerletzten Chancen, im Kampf um den Klassenverbleib in der 2. Bundesliga noch die Wende hin zum Positiven zu schaffen. Doch im um 16 Uhr startenden Spiel beim Südgruppen-Dritten HTC Stuttgarter Kickers zu siegen, wird für die bisher nach sieben Spielen immer noch sieglosen Lahnstädter verdammt schwer. Stuttgart war genauso als Mitabstiegskandidat in die Runde gestartet und hatte sie mit drei Niederlagen auch genauso erfolglos wie der LHC begonnen. Doch im Gegensatz zu Limburg bekam Stuttgart noch rechtzeitig die Kurve, gewann die kommenden vier Spiele und ist nach dem überraschenden Punktgewinn gegen Erstligaabsteiger Münchner SC seit fünf Partien ungeschlagen. Die Schwaben haben bisher fast doppelt so viele Treffer wie die Hessen erzielt, fast halb soviel nur kassiert. Von den statistischen Werten spricht also absolut nichts dafür, dass der Limburger HC nach diesem so unglaublich wichtigen Spiel mit Punkten nach Hause kommen könnte. LHC-Trainer Marcus Gutz weiß aber, dass seine Mannschaft prinzipiell das nötige Level spielen könnte, nur eben gerade aus unerklärlichen Gründen ihr Potenzial zu selten abrufen kann. „Die Spieler wollen schon gewinnen, aber wenn du einmal in einer solchen Abwärtsspirale bist, ist er verdammt schwer, dort wieder herauszukommen“, weiß Gutz. In den ersten beiden Runden nach dem 2.Liga-Aufstieg legte Limburg zwar auch jeweils sehr schwache Hinrunden hin, konnte aber am Ende durch starke Rückrunden gerade noch seinen Kopf vor dem Wiederabsturz in die Regionalliga retten. Das Problem diesmal ist, dass außer dem Berliner Aufsteiger Mariendorfer HC sämtliche anderen Abstiegskandidaten fleißig punkten, es aber voraussichtlich zwei Drittligaabsteiger geben wird. Nur wenn Blau-Weiß Berlin aus der 1. Liga nicht absteigen würde, würde nur ein Team in die dritte Liga absteigen. Doch die Hauptstädter liegen aktuell vier Punkte hinter den sicheren Plätzen. Also müsste Limburg mit nur einem Punkt nicht nur Mariendorf (drei) noch überholen, sondern noch ein zweites Team. Doch die Zehlendorfer Wespen haben nach dem knappen Erfolg an der Lahn der letzten Woche mittlerweile schon acht Punkte Vorsprung, der HC Ludwigsburg sowie Aufsteiger HG Nürnberg gar neun. Selbst wenn Limburg in der Rückrunde die Mehrzahl seiner Spiele für sich entscheiden könnte, ist kaum davon auszugehen, dass eines der davor liegenden Teams völlig einbrechen und alle noch folgenden neun Spiele verlieren wird. Denn die anderen Mannschaften haben ja dann auch alle noch mehrere machbare direkte Duelle gegen andere gleichstarke Teams vor sich. Wenn Limburg also die zwei Spiele vor der Winterpause wieder vergeigt, ist die Chance auf den Klassenverbleib nur noch sehr gering. „Aufgeben gilt aber nicht“, wie Trainer Gutz sagt. Er wird es nochmal versuchen, seine Jungs optimal per Videoanalyse auf den Samstag-Gegner vorzubereiten und Fehler der Vergangenheit abzustellen. Dass es aber von Spiel zu Spiel ohne Erfolgserlebnis immer schwerer wird, das ist dem LHC-Trainer selbst klar, zumal er noch Personalprobleme hat und nach Kay Tomas auch mit Max Müller (schwere Prellungen und Quetschungen) der zweite wichtige Stammspieler für den Rest der Hinrunde ausfallen wird. Deshalb müssen Jugendnationalspieler Jannis Collée, Thomas Peters und Lennard Schmitt Samstag auf die Zwischenrunde um die Deutsche A-Jugendmeisterschaft verzichten und mit den ersten Herren nach Stuttgart fahren, „weil dieses Spiel“, so Gutz, „für den Club absolute Priorität hat“.rk

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