Am Sonntag, dem 25. Oktober, gibt es wieder einen kompletten Heimspieltag in Oberbrechen. Um 13:00 Uhr empfängt die Heimbel mit dem FC Dorndorf ausgerechnet den Tabellenführer der A-Liga, ehe die erste Mannschaft um 15:15 Uhr gegen die Union Dauborn/Kirberg/Neesbach/Ohren nachlegt.
Zwei Spiele, bei denen die Ausgangslage kaum unterschiedlicher sein könnte. Die Erste steckt mittendrin im Rennen um die vorderen Plätze, während die Heimbel jeden Punkt für den Weg aus dem Tabellenkeller gebrauchen kann.
Plötzlich ist es da oben ziemlich eng
Nach dem 4:3-Erfolg beim TuS Dietkirchen II steht die TSG bei 27 Punkten und damit nur zwei Zähler hinter Tabellenführer Selters/Erbach. Dazwischen hat sich Weyer geschoben, das mit dem deutlichen 5:2 in Selters zuletzt ebenfalls noch einmal nachdrücklich auf sich aufmerksam gemacht hat.
Für die TSG ist die Rechnung deshalb angenehm simpel: gewinnen und dranbleiben.
Mit der Union kommt allerdings ein Gegner nach Oberbrechen, bei dem der Blick auf die Tabelle allein nicht ausreicht. Neun Punkte und Rang 13 lesen sich zunächst überschaubar, ein 7:2 gegen Mengerskirchen bekommt aber auch der Stammtisch nicht komplett wegdiskutiert. Qualität ist also – auch in Anbetracht der starken Vorsaison – zweifellos vorhanden.
Bei der TSG selbst scheint der Motor nach der schwierigeren Phase wieder deutlich runder zu laufen. Gegen Elz war die Spielfreude zurück, in Dietkirchen folgte ein umkämpfter 4:3-Auswärtssieg. Besonders Pascal Schmitt drückte dem Spiel am Reckenforst seinen Stempel auf. Nach seiner Rückkehr übernahm er im Zentrum sofort wieder viel Verantwortung, gab als Taktgeber Rhythmus und Struktur vor und brillierte genau in der Rolle, in der man ihn bei der TSG kennt.
Das soll nun gegen die Union bestätigt werden. Offensiv funktioniert mit 46 Treffern ohnehin vieles, gleichzeitig darf es diesmal gerne ein Nachmittag werden, an dem die Trainerbank nicht bis zur letzten Minute sämtliche Pulsrekorde angreift.
Wenn sich oben in der Tabelle gerade alles zusammenschiebt, darf der eigene Name jedenfalls ruhig weiterhin mittendrin stehen.
TSG Oberbrechen – Union Dauborn/Kirberg/Neesbach/Ohren
Sonntag, 25.10.2026, 15:15 Uhr in Oberbrechen
Einfach wird es nicht – interessant aber schon
Vorher wartet auf die Heimbel eine Aufgabe, bei der niemand lange über die Favoritenrolle diskutieren muss. Der FC Dorndorf reist als Tabellenführer nach Oberbrechen, hat elf seiner bisherigen 13 Spiele gewonnen und erst 14 Gegentreffer kassiert.
Kann man sich sicherlich angenehmere Gegner für einen Sonntag aussuchen.
Andererseits gibt es für die Heimbel keinen Grund, die Punkte schon vor dem Anpfiff auszuhändigen. Die Tabelle im unteren Bereich bleibt eng genug, der Klassenerhalt ist weiterhin erreichbar. Dafür müssen allerdings wieder Leistungen her, auf denen sich aufbauen lässt.
Ein positives Zeichen gab es zuletzt bereits im Zentrum. Lukas Schneider meldete sich nach seiner längeren beruflich bedingten Pause zurück und machte direkt spürbar, warum er der Mannschaft gefehlt hatte. Mit hoher Laufstärke, viel Kommunikation und Ruhe am Ball übernahm er sofort wieder die Rolle des Dirigenten im Mittelfeld und gab dem Spiel der Heimbel deutlich mehr Ordnung.
Gegen Dorndorf wird genau das erneut gebraucht. Kommunikation, Laufbereitschaft und Disziplin müssen stimmen, ohne dass sich die Mannschaft 90 Minuten nur mit Schadensbegrenzung beschäftigt. Nur dem Tabellenführer beim Fußballspielen zuzuschauen, dürfte schließlich auf Dauer ziemlich anstrengend werden.
Die Heimbel soll wieder das zeigen, was sie eigentlich ausmacht: füreinander arbeiten, sich gegenseitig anschieben und bei allem Tabellenstress den Spaß am Fußball nicht an der Kabinentür abgeben.
Dorndorf kommt als klarer Favorit. Das ist nach bisher 34 Punkten keine gewagte These. Wie angenehm dieser Sonntagnachmittag für den Spitzenreiter tatsächlich wird, darf die Heimbel aber immer noch selbst entscheiden.
TSG Oberbrechen II – FC Dorndorf
Sonntag, 25.10.2026, 13:00 Uhr in Oberbrechen
-
von Sascha Lanzel
–