LCW  bei Bocksbeutelregatta in Würzburg

Christoph Bendel und Anja Osterland erreichten im Mix-Doppelzweier einen guten zweiten Platz (Foto: LCW)

Was könnte man im Oktober außer einem Reifenwechsel beim Auto noch erledigen? Ganz einfach – zur Bocksbeutelregatta nach Würzburg fahren und von dort ein paar „Radaddelchen“ mit nach Hause bringen – so geschehen durch die Masters-Ruderer des Limburger Clubs für Wassersport (LCW). Insgesamt wurden auf der 4,5 Kilometer langen Strecke bei „fliegendem Start“ und einem Rennabstand von etwa einer Minute fünf Siege erreicht, zwei davon durch Stefan Heyde. Er gewann einmal im Masters Männer-Doppelzweier mit Karsten Grochowiak aus Lahnstein in der Altersklasse E mit einem Mindestdurchschnittsalter (MDA) von 55 Jahren. Kurios hierbei: Das Duo hatte in der Endabrechnung drei Sekunden Vorsprung vor den Zweitplatzierten, bei denen wiederum ebenfalls ein Vorsprung von drei Sekunden vor den Dritten gestoppt wurde. Die Viertplatzierten fielen mit einem Rückstand von über einer Minute auf Heyde/Grochowiak dann etwas „durch das Raster“. Den zweiten Sieg erreichte Stefan Heyde im Doppelvierer zusammen mit Ernst Pawlowsky (Gießen), Andreas Holz (Würzburg) und Thomas Lindenmann (Lauffen) in der Altersklasse G (MDA 65 Jahre). Im Doppelzweier der Altersklasse D (MDA 50 Jahre) war der Limburger Christian Bergmann zusammen mit Bernd Pachtner aus Würzburg nicht zu schlagen – der Vorsprung vor den Gegnern betrug hier allerdings „bequeme“ 29 Sekunden.

Bei der Regatta in Würzburg kann eine Mannschaft auch ohne Gegner starten und muss dann „gegen die Uhr“ fahren. Dieses gelang Rainer Fiedler erfolgreich im Rennachter der Altersklasse F (MDA 60 Jahre) in einer Renngemeinschaft mit Ruderern aus Speyer und Ingolstadt (Harald Schwager, Ralf Burkhardt, Ralf Mattil, Frank Durein, Lutz Fiedler, Martin Gärtner und Jan-Gerald Weiss) sowie der Steuerfrau Marion Peltzer-Lehr von der RG Speyer. Diese Mannschaft war schnell unterwegs und unterbot die vorgegebene Zeit um mehr als 1,5 Minuten. Das fünfte „Radaddelchen“ für Limburg holte Jutta Will als Steuerfrau im Gig-Mix-Doppelvierer mit Steuermann der Altersklasse D in Renngemeinschaft mit Karen Friedrich-Voss, Philipp Stockmar und Nicolas Seiffert aus Frankfurt-Oberrad sowie Claudia Fleckenstein aus Bad Ems. Diese Mannschaft konnte wieder ihre Routine ausspielen und gewann souverän vor den zwei gegnerischen Booten.

Stefan Heyde (l.) und Karsten Grochowiak auf ihrem Weg zum Sieg (Foto: RG Lahnstein)

Neben den Siegen sollen auch die weiteren Platzierungen erwähnt werden, denn „irgendwie“ hatten die Limburger noch ein Abo auf ausschließlich zweite Plätze: Einerseits Christoph Mehlmann, Christian Bergmann und Christoph Bendel vom LCW zusammen mit Harald Daniel aus Bad Ems im Renndoppelvierer der Altersklasse E, und dieser zweite Platz ist umso höher zu bewerten, da es in diesem Rennen ein Sechs-Boote-Feld gab. Andererseits erreichte Christoph Bendel zusammen mit Anja Osterland im Mix-Doppelzweier der Altersklasse D dieselbe Platzierung. Rainer Fiedler wurde im Masters Mix-Doppelvierer ohne Steuermann der Altersklasse E zusammen mit Georg Baum aus Darmstadt sowie Lena Hartwich und Judith Jahn aus Eltville ebenfalls Zweiter, und auch Jutta Will erreichte als Steuerfrau in Renngemeinschaft mit Ruderinnen aus Berlin, Essen-Kettwig, Potsdam, Großauheim, Speyer und Offenbach (Petra Alex, Sabine Chavez Torres, Bettina Blanckmeister, Birgit Wrede, Corinna Bachmann, Manuela Damm, Antje Zellmer und Daniela Deuter) den zweiten Rang.

Glückliche Gesichter bei Bernd Pachtner (l.) und Christian Bergmann bei der Siegerehrung (Foto: LCW)

So sehr eine Regattateilnahme auch Spaß macht – die Wetterbedingungen waren sehr bescheiden. Nach Information eines Würzburger Ruderers hatte es seit Mai dieses Jahres kaum geregnet. Leider hatte Petrus kein Einsehen und so kam fast den gesamten Tag ein mehr oder weniger leichter Landregen auf die Teilnehmer und Besucher herunter. Und als wäre das nicht genug, hatten die Boote auf der Strecke auch noch fast durchgängig mit Gegenwind zu kämpfen. Zum Glück sind Ruderer relativ „wetterfest“. Wie lautet nun die Devise? Erst Regatta fahren, dann Reifen wechseln.

  • von Dr. Jutta Will

 

 


 

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