Tempo am Reckenforst, Tugenden im Tabellenkeller

Am Sonntag, dem 18. Oktober, sind beide TSG-Mannschaften um 15:15 Uhr auswärts gefordert. Die Erste gastiert beim TuS Dietkirchen II, die Heimbel beim FC Rojkurd Merenberg-Allendorf.

Tempo aufnehmen statt hinterherlaufen

Nach dem 5:2 gegen Elz fährt die erste Mannschaft wieder mit deutlich mehr Rückenwind zum Reckenforst. Vor allem das hohe Tempo und die wiedergewonnene Spielfreude machten zuletzt den Unterschied. Gegen Dietkirchen II dürfte genau das erneut gefragt sein, denn der TuS bringt eine starke Mannschaft auf den Platz, die selbst ein hohes Tempo gehen und nach Ballgewinnen sehr schnell umschalten kann. Wer dort gedanklich eine Sekunde zu spät kommt, darf dem nächsten Angriff unter Umständen schon hinterherschauen.

Gut tat der TSG gegen Elz vor allem die Frische im eigenen Spiel. Nicolas Gebhardt verkörpert das aktuell besonders deutlich. Er spielt befreit, leichtfüßig und dadurch in vielen Situationen schwer auszurechnen. Ähnliches gilt für Til Eckert, der zuletzt offensiv wie defensiv viel Bewegung in das Spiel brachte und mit seiner Art dem gesamten Spielfluss guttat. Diese Unbekümmertheit darf gerne mit nach Dietkirchen reisen.

Verbesserungspotenzial gibt es trotz fünf Treffern weiterhin bei der Chancenverwertung. Möglichkeiten waren gegen Elz für mehr als fünf Tore vorhanden. Am Reckenforst sollte man sich darauf besser nicht verlassen.

Personell bleiben einige Baustellen bestehen, mit Pascal Schmitt kehrt nach Sperre und anschließendem Urlaub aber ein bekanntes Gesicht zurück. Das zentrale Mittelfeld hat die Ausfälle zuletzt sehr ordentlich aufgefangen, nun erhält das Trainerteam dort wieder eine zusätzliche Variante.

Für Viktor Iterman ist die Rückkehr nach Dietkirchen zudem immer etwas Besonderes. Bevor er zur Saison 2024/25 nach Oberbrechen wechselte, trainierte er selbst die zweite Mannschaft des TuS. Große Nostalgierunde muss daraus keine werden, spätestens mit dem Anpfiff dürften die alten Bekanntschaften ohnehin für 90 Minuten ruhen.

TuS Dietkirchen II – TSG Oberbrechen
Sonntag, 18.10.2026, 15:15 Uhr

Heimbel braucht wieder ihren eigenen Rhythmus

Bei der Heimbel hat sich zumindest unter der Woche wieder etwas getan. Die Trainingsbeteiligung war deutlich besser und die Stimmung hat sich nach den schwierigen vergangenen Wochen ebenfalls etwas aufgehellt.

Dazu kehrt mit Lukas Schneider ein Spieler zurück, der aus beruflichen Gründen lange gefehlt hat. Seine Qualitäten passen ziemlich genau zu dem, was der Mannschaft zuletzt stellenweise abging: hohe Laufstärke, Präsenz im Zentrum und die Fähigkeit, als Mittelfeldmotor und Taktgeber Ordnung in das eigene Spiel zu bringen.

Beim FC Rojkurd Merenberg-Allendorf geht es trotzdem nicht darum, dass nun ein einzelner Spieler sämtliche Probleme löst. Die Heimbel braucht als Mannschaft wieder ihre Tugenden. Viel miteinander reden, Zweikämpfe führen, füreinander laufen und auch dann zusammenbleiben, wenn der Spielstand einmal nicht in die gewünschte Richtung läuft.

Vor allem aber soll der Spaß zurück auf den Platz. Das klingt vielleicht nach einer dieser alten Fußballweisheiten, ist bei dieser Mannschaft aber tatsächlich wichtig. Die Heimbel war immer dann am stärksten, wenn sie gemeinsam gearbeitet und dabei trotzdem Freude am Spiel ausgestrahlt hat. Genau dieses Gesicht soll am Sonntag wieder zu sehen sein.

Nach einigen Niederlagen wäre ein Dreier gegen einen direkten Konkurrenten natürlich Gold wert. Aber bevor man über drei Punkte spricht, muss erst einmal wieder 90 Minuten Heimbel auf dem Platz stehen.

FC Rojkurd Merenberg-Allendorf – TSG Oberbrechen II
Sonntag, 18.10.2026, 15:15 Uhr

  • von Sascha Lanzel

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