Einmal durchzählen bitte: TSG empfängt den SV Elz

Am Sonntag, dem 11. Oktober, steht in Oberbrechen nur ein Seniorenspiel auf dem Programm. Um 15:15 Uhr empfängt die erste Mannschaft den SV Elz, die Heimbel hat spielfrei. Und ganz ehrlich: Der freie Sonntag für die Zweite kommt zur richtigen Zeit.

Verletzungen, Krankheiten, Urlaube und Sperren haben sich in den vergangenen Wochen einmal quer durch beide Mannschaften gearbeitet. Mit Nils Feling und Steve Hönscher kamen zuletzt zwei weitere Langzeitverletzte hinzu. Zwei Mannschaften gleichzeitig aufzustellen, wäre an diesem Wochenende vermutlich eine Aufgabe geworden, bei der irgendwann mehr gerechnet als trainiert worden wäre.

Wieder mehr Leben auf dem Trainingsplatz

Umso positiver war die Trainingswoche. Die Beteiligung ging wieder nach oben, auch Spieler der Alten Herren unterstützten und sorgten dafür, dass wieder vernünftiger gearbeitet werden konnte. Gerade nach drei Niederlagen in Folge war die Aufgabe des Trainerteams aber nicht nur taktischer Natur. Es ging auch darum, die Laune hochzuhalten.

Denn Fußball funktioniert nun einmal besser mit Spaß. Hacke, Spitze, eins, zwei, drei muss es deshalb trotzdem nicht sein. Entscheidend ist, wieder mit Energie, Überzeugung und Freude auf dem Platz zu stehen. Wer schon beim Aufwärmen aussieht, als hätte Heimbel-Spieler Lukas Schneider gerade eine Steuerprüfung angekündigt, wird selten sein bestes Spiel machen.

Personell wird dennoch ordentlich durchgemischt. Vor allem im zentralen Mittelfeld fehlt aktuell die Besetzung, mit der die TSG zu Saisonbeginn gestartet ist. Andere Spieler werden Verantwortung übernehmen, darunter auch Akteure aus der Heimbel. Das soll ausdrücklich nicht nach Notlösung klingen. Wer am Sonntag im Kader steht, genießt das volle Vertrauen des Trainerteams.

Spielertypen wie Fabian Zukowski passen genau in solche Wochen. Vollblutfußballer, Kämpfer mit Herz, Aufgeben eher ungern. Vielleicht braucht es aktuell ohnehin weniger Hochglanz und dafür mehr gewonnene Zweikämpfe, dreckige Hosen und den berühmten Meter mehr.

Zusätzliche Qualität kommt mit Rafael Morim zurück. Nach zwei Wochen wohlverdientem Urlaub steht einer der Trainingsdauerbrenner wieder zur Verfügung und erweitert die Möglichkeiten im Kader.

Drei Niederlagen machen sieben Siege nicht ungeschehen

Sportlich gilt es, die vergangenen Wochen richtig einzuordnen. Nach sieben Siegen zum Saisonstart folgten gegen Selters/Erbach, Villmar/Arfurt/Aumenau und Mengerskirchen drei Niederlagen. Schön ist das nicht, aber sieben Siege am Stück passieren auch nicht zufällig.

Die TSG weiß, was sie kann, und hat keinen Grund, sich kleiner zu machen als sie ist. Natürlich fehlen wichtige Spieler, natürlich wird die Startelf anders aussehen als noch im August. Trotzdem steht am Sonntag eine Mannschaft auf dem Platz, die die Qualität besitzt, auch einen starken SV Elz zu schlagen.

Elz kommt mit Rückenwind

Die Gäste reisen nach einem 4:2-Erfolg mit Selbstvertrauen nach Oberbrechen. Mustafa Günes, der dabei dreimal traf, fehlt wohl nach seiner Gelb-Roten Karte gesperrt. Einfacher wird die Aufgabe dadurch trotzdem nicht, denn Elz bringt auch darüber hinaus genügend Qualität mit.

Auch die Duelle der vergangenen Saison zeigen, dass zwischen beiden Teams einiges passieren kann. Nach einem 1:1 im Hinspiel lag die TSG im Rückspiel zur Pause mit 0:2 zurück und gewann am Ende noch mit 5:2. Für einen ruhigen Sonntagnachmittag waren diese Begegnungen zuletzt also eher nicht zuständig.

Am Sonntag soll es deshalb vor allem darum gehen, wieder mit Überzeugung Fußball zu spielen. Nicht 90 Minuten über Ausfälle nachdenken und nicht drei Niederlagen mit auf den Platz schleppen. Wer da ist, spielt. Wer spielt, bekommt Vertrauen.

Und wenn dafür zwischendurch auch mal ein Ball Richtung Rohbau des Seniorenheims geklärt werden muss, wird sich hinterher niemand beschweren.

Für Hacke, Spitze, eins, zwei, drei gibt es in der Tabelle schließlich keinen Zusatzpunkt.

TSG Oberbrechen – SV Elz
Sonntag, 11.10.2026, 15:15 Uhr in Oberbrechen

von Sascha Lanzel

 

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