Am Sonntag, dem 13. September, gehört der Nachmittag wieder dem Fußball in Oberbrechen. Den Auftakt macht um 13:00 Uhr die Heimbel gegen den RSV Würges. Im Anschluss empfängt die erste Mannschaft der TSG um 15:15 Uhr die SG Nord.
Zwei Heimspiele, zwei völlig unterschiedliche Aufgaben.

TSG Oberbrechen gegen SG Nord
Sechs Spiele, sechs Siege. Die erste Mannschaft hat einen starken Start hingelegt und zuletzt auch in Lindenholzhausen drei Punkte eingesammelt.
Die Auswärtsfahrt dorthin hatte aus der vergangenen Saison noch einen gewissen Beigeschmack. Damals führte die TSG zwischenzeitlich mit 2:1 und stand am Ende trotzdem mit leeren Händen da. Diesmal ging es mit einem 2:1 Erfolg zurück nach Oberbrechen.
Es war kein Spiel für das große Feuerwerk, aber eines, das ebenfalls gewonnen werden muss. Nicht jeder Sonntag bringt fünf Tore, Hacke Spitze eins zwei drei und anschließend Applaus im Stehen. Manchmal geht es darum, dagegenzuhalten, sauber zu bleiben und den Vorsprung über die Zeit zu bringen.
Nun wartet die SG Nord.
An das letzte Gastspiel in Oberbrechen dürfte man sich auf Seiten der Gäste noch erinnern. Zum Auftakt der vergangenen Saison gewann die TSG mit 6:0. Das Ergebnis taugt für Sonntag allerdings höchstens fürs Archiv. Im Fußball verändert sich innerhalb eines Jahres genug, um alten Resultaten nicht zu viel Bedeutung zu schenken.
Nord hat zuletzt gezeigt, dass die Mannschaft keinesfalls aufgegeben werden darf. Beim 4:3 gegen die Union Dauborn/Kirberg/Neesbach/Ohren verspielte die SG zunächst eine komfortable Führung, fand nach dem 3:3 aber noch einmal eine Antwort und entschied die Partie für sich.
Das verdient Respekt. Wer nach einem solchen Spielverlauf noch einmal zurückkommt, bringt Charakter mit.
Für die TSG wird es deshalb darum gehen, die eigenen Stärken auf den Platz zu bringen, ohne sich vom bisherigen Saisonverlauf blenden zu lassen. Die Defensive arbeitet stabil, vorne gibt es mehrere Spieler, die ein Spiel entscheiden können, und auch in engen Partien hat die Mannschaft Lösungen gefunden.
Trotzdem gilt gerade zuhause: Der Gegner soll von Beginn an merken, dass es in Oberbrechen nichts geschenkt gibt.
Dabei geht es nicht um große Worte, sondern um die bekannten Dinge. Zweikämpfe annehmen, zweite Bälle holen, Tempo aufnehmen, wenn sich Räume öffnen, und geduldig bleiben, wenn Nord kompakt verteidigt.
Sechs Siege stehen inzwischen in der Bilanz. Der siebte wäre schön. Dafür müssen aber erst einmal wieder 90 Minuten gearbeitet werden.
Anstoß: Sonntag, 13.09.2026, 15:15 Uhr in Oberbrechen
TSG Oberbrechen II gegen RSV Würges
Vorher bekommt es die Heimbel mit einem Gegner zu tun, dessen Weg in den vergangenen Monaten in die entgegengesetzte Richtung verlief.
Noch in der vergangenen Saison spielte der RSV Würges in der Kreisoberliga gegen die erste Mannschaft der TSG. Die Heimbel war gleichzeitig damit beschäftigt, nach dem Aufstieg aus der C Liga auch noch die B Liga hinter sich zu lassen.
Jetzt trifft man sich in der A Liga.
So läuft Amateurfußball. Ein Jahr später sitzt man plötzlich auf derselben Bankhöhe, diskutiert über denselben Schiedsrichter und steht sich auf demselben Platz gegenüber.
Die Heimbel geht mit einem 4:2 gegen die FSG Gräveneck/Seelbach in das Spiel. Drei Punkte, die wichtig waren, mehr aber auch nicht. Gegen das bislang punktlose Schlusslicht führte Oberbrechen mit 3:0 und spielte zudem in Überzahl. Dass daraus noch einmal ein 3:2 wurde, darf nicht passieren.
Am Ende machte Jonas Kremer mit seinem zweiten Treffer den Deckel drauf. Damit war der Sieg gesichert und gleichzeitig genug Material für die Trainingswoche vorhanden.
Denn gegen Würges wird ein solcher Konzentrationsverlust sehr wahrscheinlich teurer.
Der RSV ist nach dem Abstieg gut in der A Liga angekommen. Vier Siege, ein Remis und nur eine Niederlage aus den ersten sechs Spielen sprechen für einen starken Start. Zuletzt gewann Würges mit 3:2 gegen den TuS Eisenbach, der Siegtreffer fiel erst in der Nachspielzeit. Zuvor hatte der RSV bereits beim 5:3 in Staffel offensive Qualitäten gezeigt.
Würges reist also nicht nach Oberbrechen, um sich umzuschauen. Die Mannschaft kommt mit Selbstvertrauen und hat sich ihren Saisonstart verdient.
Für die Heimbel bietet genau das aber auch einen Reiz. Zuhause gegen einen Gegner, der noch vor wenigen Monaten zwei Ligen höher unterwegs war, kann die Mannschaft zeigen, welchen Schritt sie inzwischen gemacht hat.
Dafür braucht es keine große Fußballphilosophie. Die Wege müssen stimmen, die Zweikämpfe müssen angenommen werden und jeder muss bereit sein, für den Nebenmann noch einen Meter mehr zu machen.
Gerade zuhause darf die Heimbel wieder unangenehm sein. Nicht unfair, nicht wild, sondern aufmerksam, griffig und mit der Haltung, die sie in den vergangenen beiden Aufstiegsspielzeiten so stark gemacht hat.
Würges bringt Qualität mit. Das ist bekannt. Aber in Oberbrechen darf ruhig auch bekannt sein, dass ein Auswärtsspiel hier nicht als gemütlicher Sonntagsausflug gedacht ist.
Anstoß: Sonntag, 13.09.2026, 13:00 Uhr in Oberbrechen
Zwei Spiele, zwei Aufgaben und hoffentlich zwei Mannschaften, die von Beginn an zeigen, dass sie ihren Heimspieltag ernst nehmen.
Ab 13:00 Uhr zählt nicht mehr, wer vorher wo stand, wer welche Serie mitbringt oder wer im letzten Jahr noch eine Liga höher gespielt hat. Dann zählt nur der Platz in Oberbrechen.
Und dort sollen die Punkte nach Möglichkeit bleiben.
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von Sascha Lanzel