Limburger HC schnuppert an der Überraschung – starke Leistung gegen Mainz wird nicht belohnt

Gegen die gefährlichen Mainzer musste die Limburger Defensive stets wachsam sein.

Hockey. Es war deutlich mehr drin für den Limburger Hockey-Club: In einer packenden und über weite Strecken ausgeglichenen Partie unterlagen die Lahnstädter auf der Albert-Collée-Hockeyanlage dem favorisierten TSV Schott Mainz knapp mit 1:2 (1:0). Der LHC zeigte dabei eine seiner besten Leistungen der vergangenen Jahre und brachte den Gruppen-Mitfavoriten lange an den Rand einer Überraschung. Am Ende entschieden allerdings die größere Cleverness, die läuferische Stärke und die bessere Chancenverwertung zugunsten der Gäste.

„Natürlich war der Mainzer Sieg nicht unverdient. Aber wir haben trotzdem eine der besten Leistungen der letzten Jahre gezeigt“, bilanzierte LHC-Trainer Stefan Döppes. Besonders bitter: „Als wir die stärkste Phase von Schott überstanden hatten und immer noch 1:0 führten, habe ich gedacht, dass heute etwas geht. Wenn wir unsere Chancen besser nutzen, hätten wir es schaffen können.“

Dabei erwischte Limburg einen guten Start und begegnete dem favorisierten Gegner zunächst auf Augenhöhe. Allerdings hätten zwei grobe Abspielfehler im ersten Viertel bereits für einen Rückstand sorgen können. Doch LHC-Torhüter Maxi Flick war jeweils auf dem Posten und bewahrte seine Mannschaft mit starken Reaktionen vor einem frühen Gegentreffer.

Hier versuchten Finn Mourik (Mitte) und Christian Predikant, einen schnellen Gegenangriff zu stoppen.

Auf der anderen Seite zeigte sich Limburg zunächst effektiver. In der 11. Minute schlug eine scharfe Flanke vor das Mainzer Tor, und Finnjan Dick vollendete sehenswert zur 1:0-Führung. Der LHC hatte nun Oberwasser und durchaus die Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen. Dominic Böckling scheiterte mit einem Eckenschlenzer, die Großchance beim Abpraller konnte Lukas Schmitt nicht nutzen.

Mainz erhöhte anschließend den Druck und kam vor allem im zweiten und dritten Viertel zu besseren Möglichkeiten. Doch Flick entwickelte sich immer mehr zum sicheren Rückhalt der Gastgeber. Auch sein Mainzer Gegenüber Valentin Molter erwischte einen starken Tag und hielt sein Mannschaft im Spiel.

Limburg verpasste es, für die Vorentscheidung zu sorgen. Ein Eckennachschuss von Ralf Jeuck wurde abgewehrt, bei einer scharfen Hereingabe fehlte mehreren Limburgern vor dem Tor nur ein Schritt zum Abschluss.

Mit zunehmender Spieldauer machte sich schließlich bemerkbar, dass der Mainzer Angriff gegenüber der Limburger Defensive spritziger agierte. Nach einem abgefangenen Ball schaltete Schott schnell um und kam durch Loris Poths zum 1:1-Ausgleich.

Mainz setzte mit aggressivem Forechecking nach und zwang die Limburger zu Fehlern. Neun Minuten vor dem Ende nutzten die Gäste einen Ballgewinn gegen Dominic Böckling zu einem schnellen Konter. Maximilian Nagel blieb vor dem Tor cool und brachte Schott mit 2:1 in Führung.

Doch Limburg gab sich noch lange nicht geschlagen. Der LHC legte nach dem Rückstand noch einmal eine Schippe drauf, erhöhte den Druck und warf in der Schlussphase alles nach vorne. Der Ausgleich wollte jedoch nicht mehr fallen. Auf der anderen Seite versäumten es auch die Mainzer, die sich nun bietenden Räume bei ihren Kontern zur endgültigen Entscheidung zu nutzen.

So blieb es beim knappen 1:2. Die Punkte gingen damit an die Gäste – doch Limburg konnte trotz der Niederlage Selbstvertrauen aus dieser Partie mitnehmen. Denn der LHC zeigte, dass er gegen die Spitzenteams der Liga mithalten kann.

Limburg: Flick, Jeuck, Böckling, Lars Schmitt, Faustmann, Predikant, David Schneider, Lukas Schmitt, Finn Mourik, Dick (1 Tor), Bommel, Jelle Mourik, Musgad, Brand, Mittler, Sietzke, Kremers. rk

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